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Ostbalkon mit Knastblick

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Wer die Wohnungsanzeigen der einschlägigen Internet-Portale durchklickt, reibt sich mitunter verdutzt die Augen. Je gängiger es geworden ist, Bilder mit hochzuladen, desto skurriler muten die Angebote an. Die obige Aufnahme zeigt einen Balkon in Prenzlauer Berg.

Gefunden bei einem der großen Immoblien-Anbieter, das Alleinstellungsmerkmal lautet “Schönhauser Arkaden gleich um die Ecke”. “Schöner Wohnen mit Knastblick” wäre wohl eine treffendere Überschrift gewesen. Nun ersparen einem diese halbwegs ehrlichen Anzeigen bekanntlich Wege. Wenn Makler Exposés ohne Bilder ins Netz stellen, ist das in Zeiten des Web2.0 schon verdächtig. Auch ein Blick auf Google Maps hilft, um herauszufinden, ob Wohnung Nord-Ausrichtung hat oder zu einem engen dunklen Hof raus gelegen ist.

Wohnungen, die als “ruhig” und “gut angebunden” angepriesen werden, sind meist Schrott. Ebenso solche mit “großem Wannenbad”. Vorläufige Bilanz: Nach gut drei Monaten der Suche, Hunderten von unbefriedigenden Angeboten und gerade einmal drei besichtigten Wohnungen denke ich gern an meine frühere helle Wohnung auf der Kreuzberger Seite des Kottbusser Damms zurück. Die hatte abgesehen von komischen Nachbarn nur einen Haken: eine Ofenheizung. Ansonsten aber stimmte die Beschreibung – Szene-Kiez, super zentral, viele Kneipen und Landwehrkanal in der Nähe.

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6 Kommentare zu “Ostbalkon mit Knastblick”



  • Ein dümmeres Beispiel war wohl nicht zu finden?
    Es handelt sich um den Blick auf das denkmalgeschützte Umspannwerk in der Kopenhagener Straße/Sonnenburger Straße.
    Eine sehr schöne, attraktive und dekorative Ecke.
    Manchmal hilft es, sich kundig zu machen…


  • Wer hat denn jemals in Berlin eine bezahlbare, schöne Wohnung in guter Lage mit einer Anzeige gefunden?
    Wohl nur “Zuwanderer” aus den Provinzen.

    Das macht doch kein Berliner. Aber suchen Sie mal schön weiter.


  • Ich wohne im dritten Stock, und find ich ganz lustig, dieses Post zu lesen. Ich kann dazu sagen, dass das Haus schreklich hellhörig ist, man hört die Nachbarn als ob sie im selben Raum wären. Neulich habe ich den Lärmvon Handwerke genossen, wahrscheinlich ist die dargestellete Wohnung viel besser geworden. Hoffentlich.
    Aber der Blick ist schön und die Strasse ziehmlich ruhig. Also nicht nur Lüge.


  • Und außerdem: das ist ein Westbalkon. Sonne von Mittags bis Sonnenuntergang …


  • genau! das wissen die Besucher der Kohlen Quelle, das Café , das genau so orientiert ist ;-)


  • “denke ich gern an meine frühere helle Wohnung auf der Kreuzberger Seite des Kottbusser Damms zurück.”
    ja da muss es sich wunderbar gelebt haben.
    so schön ruhig am Kotti und all die schönen Junkies rings herum

    “Die hatte abgesehen von komischen Nachbarn”
    komische Nachbarn? Haben da etwa Spießer aus dem Grunewald ihre Zweitwohnung gehabt?

    “nur einen Haken: eine Ofenheizung.”
    für einen Ökofuzzie ein unhaltbarer Zustand.
    Umweltverpester mit CO² Ausstoss und Förderer von Kohlekraftwerken.

    “Ansonsten aber stimmte die Beschreibung – Szene-Kiez, super zentral, viele Kneipen und Landwehrkanal in der Nähe”
    Klar doch, bestens geeignet für Leute, die morgens nichts zum Bruttosozialprodukt beitragen müssen.

    Immer schön dran denken: Berlin will Wer sein. Da ist nix mehr mit billich-Miete.
    Empfehlenswert ist Moabit und Tegel.

Die Kommentare sind zur Zeit geschlossen.

Neue Kommentare

  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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