Krähen auf Berliner Dächern - Foto: Henning Onken

Sie sitzen auf den Dächern und schauen uns durch die Fenster beim Essen zu. Und dann, wie auf ein Signal hin, fallen sie zu Hunderten über uns her, hacken mit ihren spitzen Schnäbeln auf Passanten ein. Okay, das gibt’s nur bei Hitchcock, aber etwas seltsam sind diese Krähen-Schwärme doch. Obiges Foto entstand kurz nach Auflösung einer Krähen-Versammlung in Friedrichshain, wo sich fast jeden Tag solche Szenen beobachten lassen. Auch auf den Bürgersteigen und in Parks picken sie krächzend ohne Scheu nach Müll.

Berlin übt besonders im Winter für Krähen aus Osteuropa und Russland eine starke Anziehungskraft aus. Auch die in Berlin ansässigen Krähen, die früher gen Süden geflogen sind, bleiben im Winter zunehmend der Hauptstadt treu, wie Vogelexperten beobachten. An einigen Plätzen der Hauptstadt sind sie heimisch geworden, in der Gegend um den Dom zum Beispiel, am Monbijoupark oder am Flughafen Tegel. Und wenn sie nicht gerade das Dach des Olympiastadions zerhacken, benehmen sich die Vögel anders als der typisch zugeflogene …äh zugezogene Neu-Berliner: Sie setzen sich nicht in den hippsten Quartieren fest, suchen nur ein wenig Wärme der Schornsteine und etwas Abfall. Die Häuser denen, die drauf sitzen!

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