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Ein Tor zur Hölle unter der S-Bahn

Ein Tor zur Hölle? - Foto: Henning Onken

Wer sich in Reichweite der Einkaufstempel am Alexanderplatz die Füße vertritt, kommt irgendwann an der S-Bahn-Unterführung in der  Schicklerstraße vorbei. Kein Platz zum Verweilen, denn auch an sonnigen Tagen verirrt sich kaum ein Lichtstrahl hier her, hin und wieder riecht es nach den Hinterlassenschaften von Partygängern, die keine Toilette gefunden haben. Was neugierige Fußgänger dennoch stutzig macht, ist eine verrammelte Tür, über der ein metallenes Schild montiert ist: “In diesem Gebäude befand sich das Tierheim von Ost-Berlin. Bis Februar 1991 wurden hier unzählige Katzen und Hunde vergast oder durch Stromschlag grausam getötet”, tut dort die Aktionsgemeinschaft Tierhilfe e.V. kund.

In Mitte sind die Schandtaten der Vergangenheit durch Mahnmale, Stolpersteine und Gedenktafeln kaum übersehbar, da dürfen eigentlich auch Vierbeiner als Opfer nicht fehlen. Bleibt zu hoffen, dass Berliner Hunde- und Katzenhalter ihren Tieren die Treue halten – auch wenn der Job nicht mehr sicher ist oder der Urlaub naht.

Fotostrecke: Berliner Seitenblicke

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13 Kommentare zu “Ein Tor zur Hölle unter der S-Bahn”



  • Tierquälerei ist leider überall sichtbar, ob nun an solchen dunklen Orten oder bei MC Dooof um die Ecke zwischen zwei Burgerpappen. Fleisch ist letzlich Mord und die einzige Möglichkeit für ein freies und selbstbestimmtes Leben für alle ist Veganismus. GO VEGAN!


  • @Ines

    Selten so einen Quatsch gelesen.

    Dieses Fleisch wird extra zum Verzehr gezeugt/gezüchtet. Gutes Fleisch. Ohne den Verbraucher gäbe es dieses Fleisch nicht.

    Wie Ihr Salat oder ihr Müsli.

    Fleisch ist wichtige Nahrung.


  • Hallo Henning,
    mich verschlägt es öfter mal in diese Gegend, an dem Tor bin ich jedoch noch nie vorbei gekommen.

    Die Gedenktafel finde ich sehr gut und wie Sie auch geschrieben haben ist Gedenken an/für für die lieben vierbeinigen Zeitgenossen wichtig und bislang fehlend.

    Manchmal sind sie wirkliche Retter!
    Allein ein lautes Miau oder Bellen, wenn Feuer ausgebrochen ist, hat schon manchem Menschen das Leben gerettet.
    Im 2.WK haben sich Menschen am Verhalten ihrer Haustiere orientiert: Wenn beispielsweise die Katze bei Fliegeralarm gemütlich auf denm Sofa lieben blieb, blieben die Leutchen auch. War die Katz weg hieß es: Ab in den Keller /Bunker.
    Hat häufig funktioniert.

    Es gibt in GB derzeit die hässliche und fiese “Mode”, das Tier beim Umzug einfach in der alten Wohnung zurück zu lassen.
    Das es dann qualvoll verhungert/verdurstet scheint den Besitzern egal zu sein.

    Manchmal bezweifel ich wirklich, ob der Mensch die “Krone” der Schöpfung ist.
    Wenig Respekt vor Seinesgleichen, noch weniger vor Mitgeschöpfen und noch-noch weniger vor Dingen.


    • Ja, Respekt ist ein gutes Stichwort. Habe gerade heute gelesen, dass Tiere in einigen Baumärkten als “Schnäppchen” verkauft werden, nach dem Motto “Kauf 4, zahl 3!”. Klar, dass der ein oder andere neben Wandfarbe und Nägeln mal eben ein Kaninchen mit nach Hause nimmt und sich dann schnell überfordert fühlt…


  • Hey, Henning, das ist nicht ERNST jetzt, oder ??
    Menno, da kommt echt nur das fette kalte KOTZEN hoch !

    Wo bleiben da die netten Berufsprotestierer hier in der Stadt ?? !!

    Das erinnert mich an einen heftigen Artikel über “Horrorkatzenzucht” vom letzten Herbst hier mitten in Berlin.
    Die armen Tiere werden dort zur Qualzucht zerhungert etc.
    Hab leider nicht die genaue Adresse …
    (Die “gute” Dame/Züchterin hätte sonst auch kein Fell mehr über den eigenen Öhrchen)!

    Warum machen Menschen sowas? Das KANN doch keinen befriedigen !???

    Werde es nie verstehen – vielleicht bin ich zu doof oder zu sensibel, keine Ahnung.
    Es tut einfach in der Seele weh, wenn man sowas achtloses ließt und nicht helfen kann ;-( .


  • Liebe Leute eins sollte nicht vergessen werden.

    In jedem Dorf und jeder Stadt erst recht Großstadt muss die Tierpopulation auch die Haustierpopulation im Auge behalten werden.

    Es ist schlicht Weltfremd zu glauben das dies ohne Tötungen von Tieren geht. Egal ob Wildschweine in Mitte rumlaufen oder im Tiergarten/Mauerpark/Plänterwald je 150 wilde Katzen/Hunde.

    Es kann auch nicht sein, das in einer 50qm Wohnung 30 Katzen oder Hunde gehalten werden.

    Um die ausgesetzte oder eingefangene Tiere kümmern sich ja die Tierheime die auch heute noch (logisch) die Anzahl reduzieren müssen.

    Es gibt ja immer mehr Leute die glauben die tun den Tieren was gutes – machen aber genau das Falsche weil Sie vergessen das Berlin eine Großstadt ist.


  • @ stadtmensch:

    Ja, es ist in unserer Verantwortung, die Tierpopulation in würdigen Verhältnissen zu lenken. Da ist das Kastrieren von Tieren wichtig und wenn man Züchtungen macht sollte man sie Tierwürdig veranstalten.

    Zitat:
    “Es kann auch nicht sein, das in einer 50qm Wohnung 30 Katzen oder Hunde gehalten werden.”

    Das ist korrekt und ist Tierquälerei!

    Ähm … sich drauf auszuruhen, dass sich Tierheime irgendwie um ausgesetzte etc. bla Tierchen kümmern finde ich echt daneben.
    Die Institutionen können nicht alle Nachlässigkeiten der Menschen ausgleichen – und denen überzubügeln, dass sie die Tiere entsorgen sollen ist echt heftig!

    Ihr Comment ist nicht falsch, könnte jedoch im Context hier so ankommen.


  • Wer in einer Millionenstadt Tiere größer 10 cm Länge hält hat psyschische Defizite, krank.


  • @ reinhard f. :
    Hello Kumpelchen,
    möchten Sie nun wirklich eine Diskussion hier anfangen, in welcher Größe Haustiere zu halten sind ?

    Vielleicht schauen Sie einfach mal in den Spiegel – wer Ihnen entgegenblickt hat vielleicht psy-Defi ;-) .


    • @bricky

      Mit 10 cm wollte ich Ungeziefer ausschließen. Wer in Etagenwohnungen Tiere hält, quält diese. Hat Gründe für die Tierhaltung die ein Fall für die Psy-Werkstatt sind. Ist doch nicht so schlimm, ein Besuch beim Gehirnklemmptner und der hat vielleicht auch eine nette verhaltensauffällige oder verfettete Luxuskatze.

      Und die 10 Tonnen Hundescheiße täglich, die armen Entwässerungsbetriebe.

      Ja, diese Debatte ist schon lange überfällig, kommt aber so sicher wie das Dosenpfand.


  • Habe eine Mieze hier zuhause, die sich (seit 19 Jahren) immerhin sehr verspielt wohlfühlt und nicht raus möchte in die “Wirklichkeit” (haben vorsichtige Versuche zur Eingewöhnung unternommen – aber wenn sie nicht möchte sollte man das respektieren).
    Der Kater, mit dem sie 18 Jahre zusammengelebt hatte, ist letzten Mai verschieden. Da hat die Miez gelitten und wir Menschen auch.
    Das Tiecrhen fehlt immer noch…

    Nette kleine Info für Reinhard-chen:
    Hier hock(t)en weder fette noch Luxuskatze … Sind beide aus Tierheimen (wo sie in Plastiktüten (!!) vorgefunden wurden, weil sie keine/r haben wollte).
    Und zum Überdruss: Hatte vor ein paar Jahren mal einen Kater im Straßengraben gefunden, der nicht mehr laufen konnte (ca. 2 Jahre alt).
    Dachte erst, dass der angefahren wurde und hab ihn zum Tierarzt gebracht.
    Dort wurde er erst behandelt, als ich gesagt hatte “kenne den zwar nicht, aber kümmere mich um ihn und nehme ihn mit nach Hause”.
    Im Endeffekt hatte der Kleine einen fiesen Nierenschaden – hat aber fast drei Jahre noch angenehm leben können ;-) .

    Kommt mir einer nochmal mit Gehirnklemptner …
    kann da auch gerne mal was klemptnern!


  • Als ich vor ein paar Jahren daran vorbei gelaufen bin, blieb ich geschockt stehen, als ich die Aufschrift gelesen hatte.
    Als Kind war ich da mal drinnen und wollte unbedingt einen kleinen Freund mitnehmen.
    Ich kann mich erinnern, dass die Zustände einfach Elend waren und ich weinend rausgelaufen bin.
    Aber was da wirklich passierte, treibt mir die Tränen in die Augen und macht mich wütend.
    Wer damals der oder die Verantwortlichen waren, müsste doch bekannt sein.
    Wurden die denn jemals zur Rechenschaft gezogen?
    Mir wird schlecht bei dem Gedanken daran, das diese Menschen eventuell heute noch mit Tieren arbeiten.


  • Hallo, mein geliebter Kater ist am 16.03.2010 im Urnenfriedhof Wedding,Müllerstr,Sesstr entlaufen. Ich bin total verzweifel und suche ihn jeden Tag und Nach. Er ist rot und heisst Mauzemann. Tiere sind die besten Freunde der Menschen. Die Mindestjahresgebür von 20 Euro für Tierheim Berlin, sollte jeder übrig haben. Und wenn im Tierpark Berlin der Tietpflaeger Andreas B., ein Elefantenbaby mit Eisenstangen misshandelt, sollte jeder Berliner reagieren. Bei http://www.Peta.de ist das Video dieses Tierschänders zu sehen und dort lönnt iht auch die Pedition unterschreiben und den Tieren helfen und sich informieren was man alles zun kann, auch ohne Geld. Wer meinen Kater Mauzemann findet, ich währe unendlich glücklich Te. 0162-7041210

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  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
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  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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