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Jugendliche mit Meinung verzweifelt gesucht

spot_300x197Auch wenn auf allen Kanälen gerade für oder gegen den Volksentscheid Pro Reli am 26. April Stimmung gemacht wird: Wir befinden uns auch im Europawahlkampf. Die Senatskanzlei hat schon vor einigen Wochen einen Werbespot geschaltet, der junge Erwachsene ansprechen soll.

Der Videoclip zeigt zwei Jugendliche in Berlin beim Parkour, einem Extremsport, bei dem die Teenies über Autos springen, Zäune überwinden und halsbrecherische Kletteraktionen starten. Und all das, um bei der Europawahl ihre Stimme abzugeben. “Du bestimmst den Weg”, heißt es in der Kampagne. Eine Botschaft, die zumindest eine prinzipielle Aufgeschlossenheit gegenüber jungen Leuten zum Ausdruck bringt.

Günter Jauch im Wahlkampf für Pro Reli - Foto: Henning OnkenDiese zentrale Botschaft fehlt in der Pro Reli Debatte. Obwohl Jugendliche ab 16 Jahren in Berlin das Wahlrecht auf kommunaler Ebene haben, wird der Diskurs von Eltern, Kirchenvertretern und Parteien geführt. Moderatoren wie  Günter Jauch und Tita von Hardenberg geben ihr Gesicht für Pro Reli her, aber keine Berliner Teenie-Sternchen. Eine Umfrage unter Jugendlichen sucht man vergeblich. Warum bloß?

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11 Kommentare zu “Jugendliche mit Meinung verzweifelt gesucht”



  • Weil die großstädtischen Jugendlichen inzwischen keine Zeit mehr haben für Videoclips, in denen sie vermutlich für lau auftreten sollen und nur instrumentalisiert werden. Die Kids beschäftigen sich, wie ich den Sendern von Günter Innozenz J. und Titania Wilhelm von und zu H. entnahm, bekanntlich alle nur noch mit Killerspielen und produzieren während der Schulstunden unterm Tisch massenweise gefüllte Patronenclips.


  • Torschlusspanik von “ProReli”!
    Die werben jetzt mit Promis wie für Waschmittel oder Tampons.

    Da ja niemand Staat und Religion wieder zusammenbringen will sollten alle eigentlich mit Nein stimmen.

    Denn wenn diese alten Kirchenmenschen bevorzugt aus Zehlen- und Wilmersdorf gewinnen sollten, gibt es für den erzwungenen Religionsunterricht Zeugnis- und Versetzungsrelevante Zensuren.

    Normalerweise ist das alles auch keine Endscheidung für alle Berliner.
    80 Prozent sind ja schon aus der Schule raus und die betrifft das nicht. Maximal noch die Eltern.
    Aber warum sollen Rentner oder Kinderlose entscheiden was alle (!) jetzigen und zukünftigen Kindergenerationen betrifft?

    Eigentlich sollte diese Frage nur jeder Schüler selbst beantworten müssen – will ich Religionsunterricht oder nicht?

    Ethik als Grundwissen über alle Religionen ist schon in Ordnung. Das hatten wir auch – hieß bloss anders.


  • @rita , sehe ich auch so. Sollen doch die Kinder entscheiden!!


  • Habe gestern beim Bezirkswahlamt angerufen, weil diverse Menschen meiner Familie keine Unterlagen zum Volksbegehren bekommen haben
    (ja, sie sind polizeilich angemeldet, ja der Name steht leserlich am Briefkasen, sie finden sich dort sogar in der Wahlliste).

    Auf direktes Nachfragen wurde mir mitgeteilt, dass meine 17jährige Nichte noch nicht wählen darf.

    Warum sollten die Kids es besser wissen, als die Menschen, die dafür zuständig sind/bezahlt werden.

    Ich halte das ganze Volksbegehren mittlerweile für eine (sehr teure) Farce.


  • Berichtigung:

    Jugendliche in Berlin
    * sind religionsmündig mit 14
    * berechtigt zur Kommunalwahl mit 16
    * berechtigt zur Teilnahme am Volksbegehren Pro Reli erst mit 18

    In den Listen des Bezirkswahlamts sind Geburtsdaten vor dem 26.04.1991 nicht enthalten.

    Ist das logisch ?


  • Sorry Rosalia 13 aber Ihre Daten sind normales Grundwissen jedes Bürgers.

    Das Personen unter 18 in Berlin nicht wählen dürfen ist doch klar!
    Was ist daran neu?

    Wenn Sie oben mal gelesen hätten bemängelt “Rita” dies im umgekehrten Sinne schon.
    Sie möchte allerdings das alle Personen bis 18 Jahren diese Wahl selbst machen (zumindest lese ich das da raus).

    (Das bedeutet nichts weiter als das die Regelung von jetzt beibehalten wird.)

    Was sie allerdings bemängeln wird mir nicht ganz klar.


  • @ Robert
    Erst mal Danke fürs “Abwatschen”.

    Mein “Ist das logisch ?” war ironisch gemeint, weil

    1) (siehe Anke Onken)
    Warum sollten die Kampagnen Jugendliche ansprechen,
    wenn diese ohnehin nicht wählen dürfen ?

    2) Warum ist man ab 14 religionsmündig, darf aber erst mit 18
    über religionsrelevante Themen abstimmen?


  • @Rosalia13
    Sollte kein “Abwatschen” sein.

    Wollte nur wissen was Sie mit der Aufzählung der Jahreszahlen sagen wollen.

    Sie haben ja Recht. Normalerweise sollten die Kinder/Jugendlichen das selbst bzw. mitentscheiden können.

    Das ist aber die Regelung wie Sie seit über 20 Jahren in Berlin angewandt wird. Diese Regel möchten ja Kirche, CDU… also ProReli zu Fall bringen.

    Ebenso haben Sie Recht wenn Sie sagen diese Abstimmung ist eine Farce. Noch dazu überflüssig und teuer. Sehe ich auch so.


  • 26.April – nicht 24. April!


  • Danke Dawson, natürlich der 26. April!

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