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Hobby: Polizei nerven oder Krawall bis der Arzt kommt

Feiernde Friedrichshainer zünden ein Feuer auf der Straße an - Foto: Henning Onken

Die Polizei-Meldungen der vergangen Woche lesen sich wie ein Tagebuch, in dem immerfort das selbe Thema weitergedreht wird.  Ostermontag: Feuer an der Kreuzung Liebigstraße Ecke Rigaer in Friedrichshain. 70 Leute hätten Gegenstände auf der Fahrbahn entzündet und Löschmaßnahmen der Feuerwehr behindert. Drei Tage später, am Mittwoch, stehen an der selben Straßenecke Müllcontainer in Flammen, am Donnerstag brennen schließlich Holzscheite in einem Einkaufswagen. Immer rückt die Polizei an, löscht zum Teil selbst und bereitet sich auf den nächsten Einsatz vor.

Am Freitag vermeldet die Polizei nichts zu dem Thema, im linken Internetpotal Indymedia schildert hingegen ein Autor unter Pseudonym einen Polizei-Einsatz am Nachmittag vor dem Hausprojekt in der Liebigstraße als “lebensbedrohlich”. Eine Person sei fast von einem fahrenden Polizeiauto mitgeschleift worden, Schlagstöcke und Pfefferspray seien zum Einsatz gekommen. Einordnend heißt es dann dazu bei Indymedia, es werde deutlich, “dass die Bullen ihre privaten Hass- und Frustrations Gefühle nicht von ihrem Amt trennen können. Wie mensch sieht haben sie keine Hemmungen, auch Menschenleben aufs Spiel zu setzen.”

Willkommen im Chaotenbezirk - Foto: Henning OnkenNatürlich vergisst der Indymedia-Autor nicht, auf die politische Dimension zu verweisen, auf den Kurs der Berliner Regierung: “Es geht darum, andere Arten von Leben, die nicht der bürgerlichen Norm und Konsumhaltung entsprechen, von der Straße und den Innenstadt-Bezirken Berlins zu verbannen. Um den notwendigen gesellschaftlichen Rückhalt für ihr Vorhaben zu bekommen, wird mit den Massenmedien zusammengearbeitet. Es werden Lügen verbreitet, aus brennenden Holzscheiten in einem Einkaufswagen werden brennende Strassenbarrikaden.”

Der Indymedia-Autor trifft damit den Nagel auf den Kopf: Es geht immer auch um gesellschaftlichen Rückhalt. Ist halt die Frage, ob man den in der Nachbarschaft und darüber hinaus gewinnt, indem man jeden Abend ein Feuerchen vor der Haustür macht. Oder ob man nicht doch lieber nach Argumenten sucht, warum bestimmte Formen des Zusammenlebens so wertvoll sind und andere davon überzeugt.

Fotostrecke: Berlin bei Nacht

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45 Kommentare zu “Hobby: Polizei nerven oder Krawall bis der Arzt kommt”



  • Niemandem gehört eine Stadt!

    Weder den linken Anachisten noch den etwas wohlhabenden Menschen oder den rechten Personen.

    Wir sind hier aber auch nicht in einem dritte Welt Land wo jeder mal eben auf einer Kreuzung ein Feuer legen kann, weil er sich ungerecht behandelt fühlt.

    Diese Leute wissen nicht, wie gut Sie es haben. Nichts machen und trotzdem Geld bekommen (Hartz4). Wenn man Langeweile hat mal ein Auto oder was anderes anzünden oder ein paar Polizisten mit Bierflaschen bewerfen.

    Leider hat man in Deutschland ein sehr fragwürdiges Demokratiedenken.
    In den USA oder England beispielsweise würde eine Autonomengruppe so etwas genau ein mal machen und dann für 3-10 Jahre im Gefängnis verschwinden.
    In Deutschland kann man das leider endlos machen. Gefängnis gibt dafür sehr selten.


    • Ich kann Ihnen da nur zustimmen, Robert.
      Die Leute, die sowas tun, sind selber nicht besser als die, die sie verurteilen….


  • Mich ärgert, dass für jede Aktion immer wieder die Polizei anrücken muss, auf Kosten der Steuerzahler. Leute, die die Polizei quasi im Abo haben, sollten zumindest an den Kosten für die Einsätze beteiligt werden.


  • Es stimmt, die Stadt selbst “gehört” niemandem bestimmtes.

    Die Stadt lebt mit ihrer Architektur, ihrer Kunst / Kultur / Geschichte und nicht zuletzt mit/durch die Menschen die sie bewohnen (egal ob eingeboren oder zugezogen … auch Besucher zählen).

    “Fragwürdiges Demokratiedenken”: ZUSTIMMUNG !
    Allerdings würde ich nicht alles auf H4 schieben – es gibt genügend gutbehütete “Mittelstandskinder” die gerne einen auf Revoluzzer machen.


  • warum kommt in diesem tenor eigentlich immer gleich harz vier? ich weiß zufällig das die meisten menschen aus den häusern jeden tag arbeiten gehen, bzw. anerkannten studien nachgehen. mich kotzt diese verkürzte kritik allmalig an. bevor hier voreilige kritiken geäussert werden, sollte frau ….. aus dem vierten stock vielleicht mal einfch vorbei kommen und mit den leuten auf dem platz persönlich reden, bevor hier voreilig große fässer aufgemacht werden. die menschen die hier hingezogen sind, wissen das es die häuser seit den 90er jahren gibt und das hier teilweise ein anderer wind weht. alles immer gleich über einen scheuklapen kamm zu scheren ist zu kurz. warum sind die die ein anderes leben versuchen automatisch gleich zündler von autos und co.? vielleicht einfach mal den bild quatsch weglassen und mit den leuten reden, der vorfall vor ein paar tagen war lebensbedrohlich, zumindest habe ich das so verstanden, als ich die plakate gelesen habe, denn einen arm in der scheibe einklemmen und gas zu geben finde ich extrem krass, und davon gibt es bilder und video aufnahmen. also einfach mal sich selber ein bild machen, oder wirklich nicht hier her ziehen und die menschen einfach machen lassen. wie gesagt, reden sie mit den leuten, es wird ihnen erklärt worum es geht, nach dem ich den dialog gesucht habe, wurde mit klar, das die meiste action von menschen gestartet wird, die hier nicht wohnen und am wochenende vorbei kommen und fragwürdige aktionen starten. dafür können aber nicht unbedingt die anwohnerinnen was.


    • Schlimm genug, wenn Menschen die studieren oder mal der Oberschicht angehören wollen in Ihrer Freizeit auf Kreuzungen Feuer machen, Autos anzünden oder Polizisten jagen.

      Aber das Beispiel unseres ehemaligem Aussenminister hat vielleicht Schule gemacht.


      • du hast den Beitrag über dir entweder nicht gelesen oder nicht verstanden, nehme ich mal an!??

        Übrigens: Deine Pauschlakritik nervt und ist extrem verkürzt (s.o.), außerdme hab eich noch nie Leute gesehen, die Polizisten ‘jagen’. Seit wann ist ne Flasche auf n Polizeiwagen (die eh 0% Schaden anrichtet) ‘jagen’?

        Meistens werden doch die Menschen von den Polizisten gejagt, und da snicht zu knapp ujd vor allem häufig sehr brutal.

        (Das da dann aus machtlosigkeit irgendwann Flaschen fliegen wundert mich nun auch wirklich nicht mehr…)


        • Klar Konrad, Bierflaschen auf Polizeiautos werfen ist in jedem Fall eine anerkannte Notwehr-Situation.

          Ich glaube der Inhalt der Flasche hat dir auf die Dauer nicht gut getan.


          • hallo lieber Robert,
            hast du schon einmal probiert zu leben bzw. aßerhalb ‘deiner’ vier wände mit menschen klar zu kommen?
            Oder gar andere Menschen versucht zu verstehen? scheinbar nicht! Geh doch mal heute abend dort vorbei, verlasse deine Wohnung und versuche doch einfach mal ein gespräch mit den leuten zu führen.
            Also aufgrund deiner Äussagen erkennt mensch das du entweder ein kleiner pubertärer junge bist oder einfach kein plan von der welt hast.


          • @Roberto:

            Mir kommen eher Sie pubertär vor.
            “Keinen Plan von der Welt” hat man also, wenn man Gewalt ablehnt…

            Warum reden nicht im Gegensatz dazu die Autoabfackler mal mit denen, die sie so hassen? Mit den ollen “Yuppies”? Das sind auch nur Menschen.

            Manche haben hier ein ziemlich einseitiges Rechtsempfinden. “Nach oben treten” ist nicht viel besser als “nach unten zu treten”…

            Und jetzt noch mal was gaanz Pubertäres:
            Was können eigentlich die Autos für den Frust einiger Leute?
            Blöde Frage?
            Aber sich an Autos Unbeteiligter (oder kennen die Chaoten die Leute persönlich, deren Eigentum sie zerstören?)zu vergreifen ist ja so ungemein intelligent!


  • An den Autor des Artikels
    Was hast du denn gegen ein Abendliches Feuerchen vor der Haustür?
    Was ist den so schlimm daran wenn wie mensch ja auf dem bild sieht leute um ein feuer stehen sich wärmen und halt ne kleine feier haben? Berlin ist ja schließlich kein dorf wo die bürgersteine hochgeklappt werden auch wenn es in manchen gegenden so aussieht ist es aber nicht.


    • Du sein Komiker, oder wie?
      Deine Frage ist ja wohl eher als Scherz zu werten.
      Klar doch, ich setze mich heute auch mittenmang auf die Kreuzung und veranstalte mein kleines idyllisches Lagerfeuer.
      Deine romantische Ader ist ja wirklich toll.
      So’n Gack ist ja nicht mal Sarrazin eingefallen, beim einsparen der Heizkosten.


  • Was all die Leute mit dem Fenster zum Hof nicht verstehen ist, dass diese Krawalle, Pöbeleien und der daraus resultierende schlechte Ruf indirekt der beste und einzige Schutz vor Gentrification sind… Demonstrationen und Petitionen sind schön und gut, die kapitalistische Verwertung lässt sich aber nur aufhalten, wenn sie sich nicht lohnt. Und dabei ist ein schlechter Ruf durch Hausbesetzer und Chaoten der beste Schutz vor schicken Boutiquen, Cafes und entsprechenden Mietpreisen und Anwohnern. Ab und zu Krawall vor dem Fenster hilft, dass man als Student überhaupt noch aus eben diesem Fenster schauen kann und in einem alternativen Kiez wohnt, der einem gefällt. (uiuiui…also hier will ich nicht wohnen, die zünden ja vielleicht mein Auto an und dauernd gibt es Ärger mit der Polizei und in der Bild stand schon wieder, dass die Autonomen dort ärger machen…)

    Sobald der Ruf eines sicheren und coolen Kiez sich verfestigt und die schlechten Nachrichten aus der Bild-Zeitung verschwinden, sind die besten Zeiten vorbei… (uhhh – schau dir mal die tollen Alternativen und die lieben Punks an, hier ist es echt dolle zu leben… auf meine Tapas und den Capuccino will ich aber auch nicht verzichten… und den Dönerladen und die Drogikneipe stören schon ein wenig…) … und schwupps leben nur noch Yuppis dort – die Karawane zieht weiter…

    Daher sollte man mit den lästigen Nebenwirkungen leben und ggf ein wenig Solidarität und Einsicht zeigen…


    • Ihr Kommentar trieft ja nur so vor Klischees. Igitt!
      Bin ich jetzt auch ein “Yuppie” wenn ich gern mal Cappuccino trinke?
      Wer hat hier eigentlich das beschränkte Weltbild?


  • Ich hab auch den A4 Anschlag an der Ecke über den Übergriff der Polizei gelesen. Was ist, wenn der Autor recht hat und die Polizei hier auf ihrem Dorfplatz wirklich über die Strenge geschlagen hat oder schlägt.

    Die Frage ist, wurde hier Anzeige gegen die Beamten erstellt oder nur das Pamphlet verbreitet?

    Wie ist die Stellungnahme der Polizei dazu?


  • ich kann gut verstehen das sie hartz empfänger und hausbesetzer hassen. sie wurden von ihren eltern in stuttgart so erzogen um dann,mit reichlich geld ausgestattet,in berlin was kreatives zu machen.ihre hetzartikel langweilen uns,dass haben schon vor 20jahren die republikaner so gemacht,dann kam schönbohm und sie werden genauso verschwinden wie alle anderen nörgler.warum ziehen sie nicht in die weitlingstrasse?


  • Eine kurze Frage an anwohner, wenn der vorredner meinen Sie?

  • Die Bullen haben hier heute am 17.4. *schnarch*


    Es ist kaum realisierbar und macht fast keinen Sinn, auf alle Argumente, die hier genannt werden, ob dafür oder dagegen, ob Hartz 4 oder nicht, ob Flaschen werfen oder Autos anzünden oder was auch immer….Bezug zu nehmen.
    Ich bin Berliner Göre, Ost-Berliner Göre. Und ich werde Friedrichshain verlassen, weil ichs nicht mehr ertrage, in dieser Ecke zu leben. Der Autor des Beitrages ist übrigens eine Autorin und es ist völlig unerheblich, ob sie aus Stuttgart kommt oder nicht. Ich frage auch nicht, woher die Leute kommen, die sich hier ihren Freiraum erkämpfen wollen *gääähn*, indem sie in mir nehmen. Ich bin auch “Yuppie”, was auch immer das ist, aber deshalb darf ich nicht mehr schlafen? Deshalb kann ich nicht mehr auf der Straße gehen, ohne blöd angemacht zu werden?
    Wie auch immer, meine Kraft is futsch, ich ziehe den Kürzeren, denn mein Freiraum interessiert hier niemanden. Weil andere SO leben wollen, bin ich hier Mensch zweiter Klasse geworden, muss mich damit abfinden, dass mitten in der Nacht die Boxen aufs Fensterbrett gestellt werden für die Leute, die sich am Feuer auf der Kreuzung wärmen!
    Bevor ich die Kartons packe, meine Heimat verlasse und mir ne Ecke suche, wo Leute leben, die ich ernst nehmen kann, muss ich mich aber nochmal schnell mit nem Trampolin auf der Straße, mitten auf der Kreuzung zum Klops machen!


    • Tschüssi- bin übrigens och ne Ostberliner Göre (Südkiez) und muss sagen, dass das hier ja schon bedeutend ruhiger ist als früher- kann mich noch erinnern das es Schiesserein inner Warschauer wegen irgendwelchen Mafiasachen gab- keinen Plan war noch klein- Zur Mainzer muss ich ja auch nich viel zu sagen…. das Autoabfackeln ist mir relativ egal- weiss nur das es vielen Leuten im Freundeskreis irgendwie egal bzw. offen sympathisch ist(Vieles alte Friedrichshainer).
      Hab mal gehört das, nach nen paar Auseinandersetzungen aufm Dorfplatz mit Bullen, am nächsten Morgen, nen alter Opi mit frischen brötchen sich bei irgendwelchen Bewohnern der Häuser für seine immernoch billige Miete Bedankt hat.
      Also Tschüssi Kleene- Hab gehört in HSH solls ruhig sein….


  • WER STURM SÄT, WIRD WIND ERNTEN!


  • Dieser Ecke, so wie sie ist, sage ich keine Winde, sondern böse Flatulenzen voraus. Der Zug is doch abgefahren….Das Haus kracht irgendwann ein, weil versifft, und dann is Ruhe im Karton.


  • @beobachter

    Kreuzberg-Friedrichhain = Kapital(-ismus) befreite Zone!
    oder warum von Lichtenberger Nazis lernen, siegen lernen heißt.

    “Was all die Leute mit dem Fenster zum Hof nicht verstehen ist, dass diese Krawalle, Pöbeleien und der daraus resultierende schlechte Ruf indirekt der beste und einzige Schutz vor Ausländer ist. Demonstrationen und Petitionen sind schön und gut, die multikulturelle Verwurstung lässt sich aber nur aufhalten, wenn sie sich nicht lohnt. Und dabei ist ein schlechter Ruf durch Faschos und Glatzen der beste Schutz vor Schleierträgerinnen, Dönerläden, “Kulturvereinen”, Moscheen und entsprechenden Anwohnern. Ab und zu Krawall vor dem Fenster hilft, dass man als Urdeutscher überhaupt noch aus eben diesem Fenster schauen kann und in einem blonden Kiez wohnt, der einem gefällt. (Uiuiui…also hier will ich nicht wohnen, die zünden ja vielleicht mein Asylbewerberheim, mein Telefon- und Internetcafe an und dauernd gibt es Ärger mit der Polizei und in der Bild stand schon wieder, dass die Nazis dort Ärger machen…)…….”

    Disclaimer: Achtung! Fast ernst gemeine Ironie.


  • Polis die wahllos Prügeln sind Mist (!!), Leute die Autos anzünden sind Mist (!!), Gebäudepeiniger sind FEIGE (Letztere können nicht wegrennen).

    Und: Wer Hausprojekte = Krawallos nennt ist auch Blöde !

    Alles KLAR ??

    Bitte mal mitdenken – bin einfach mal zu FAUL zum Schreiben.
    LG!


  • @ :-) :
    Das hatte ich ja nun fast vergessen …


    Und jetzt noch mal was gaanz Pubertäres:
    Was können eigentlich die Autos für den Frust einiger Leute?
    Blöde Frage?
    Aber sich an Autos Unbeteiligter (oder kennen die Chaoten die Leute persönlich, deren Eigentum sie zerstören?)zu vergreifen ist ja so ungemein intelligent!”

    Natürlich ist es megaintelligent, sich an wehrlosen Objekten zu vergreifen!
    Und es ändert viel an unserer Gesellschaft, wenn sie gequält werden!
    Das mach Spass und befreit und bereitet ungemein viele Orgasmen!!!

    Heh, wo bleibt mein Latte Macciato, bin schliesslich zugezogener Mensch !!

    (Sch…, wohne im Wedding, mitten im “Problemkiez” wo ständig Polize lauert …) Das geht gar nicht…


  • Wieso wird hier die ganze Zeit über Autos geredet? Es geht doch hier eher darum, das Nachbarn und die Menschen aus den Häusern nicht richtig zusammen finden. Ich denke mit etwas Dialog, sollten sich doch einige Probleme aus der Welt schaffen können. Aber einige sehen anscheinend die Häuser ansich als Problem, diese sollten dann allerdings wirklich über einen Wegzug nachdenken.


    • Wie ich oben bereits erwähnte:

      Niemanden gehört diese (eine) Stadt!

      Keinem Punker, Hausbesetzer oder zugezogenen Partygängern.
      Die sind wie jeder andere nur ein Bewohner von Millionen.

      Jeder kann sich hier entfalten und im Rahmen der Gesetze von Bund und des Land Berlins machen was Ihm/Ihr Spass macht.

      Feuer auf öffentlichen Straßen, Bierflaschen auf Autos oder Fahrzeuge anzünden steht in Berlin und allen anderen Städten Deutschlands nicht zur Debatte.
      Ohne Genehmigungen ist das eine klare Straftat und somit ist jeder Polizei- und Feuerwehreinsatz dagegen rechtens.

      Als jemand der hier geboren wurde und das Theater hier gelegentlich verfolgt kann ich manchmal nur den Kopf schütteln und lachen.
      Da kommen irgendwelche Punker oder linke Randgruppen von Dörfern aus Thüringen oder Sachsen (S/Anhalt) und stören sich an den Autos oder Wohnungen der ebenso “Zugezogenen” aus den Dörfern in Bayern oder B. Würtemberg.

      Als Berliner denke ich aber die Zeit wird das schon richten.
      Da die Preise im Innenstadtbereich noch stark steigen werden und unsere Kassen in Bund und Berlin leer sind wird wohl das Geld siegen.
      London, Paris Madrid ist ja die Linie mit der wir uns ja schon heute gern vergleichen.


  • 1.ich habe mir diese strasse zum wohnen ausgesucht
    2.ich zahle die reinigungsarbeiten
    3.ich muß nach ihrem hund (jonny,jonny!!!!)kreischende lesben ertragen
    4.ich muß um 3 uhr morgens goa(!) oder surf-tikki musik(3 stundenlang ein akkord)ertragen
    5.ich muß mit ansehen,wie müll vor einem restaurierten haus geschmissen wird
    6.heute lag ein eisbein auf dem bürgersteig
    7.ich möchte auch mal am nachmittag trampolinspringen
    8.wieso höre ich ständig italienisch,spanisch und englisch?
    kämpfen die gegen die gentrifizierung friedrichshains?
    weil sie in rom,neapel,madrid eins auf die fresse kriegen würden?
    9.ist “fight sexism” nicht überholt?
    10.im westen hat man früher gesagt: geh doch nach drüben
    11.ich gehe
    12.ich hoffe,es ziehen mind.200 türkische familien in die rigaer,
    es machen 5 wettbüros auf,ein thor steinar laden, 14 friseur-cut and go läden, ein starbucks, ein kik, ein kaisers(!),
    2000 galerien,ein homofetischdarkroom,wo mal anständig gefickt wird, ne plusfiliale,ein art-blumenladen,ein lesbischer buchladen namens lavendel, ein subway,…
    ein berliner mikrokosmos,so
    wie sich das für eine anständige kapitale gehört.


    • Haha! Das ist das Beste zu diesem Thema was ich seit langem gelesen habe!!


    • Du sagst es ja,
      DU(!!!!!) HAST DIR DIESE STRAßE ZUM WOHNEN AUSGESUCHST!!!!!!!
      Also beschwer dich nicht….


      • weiter schnarch…..*auf die seite dreh*…..


      • ich muß auch jeden tag weinen


        • was hälst du von kollektivem weinen? da können wir mehr füreinander da sein, lach!
          ICH HABE MIR JA AUCH DIE STRAßE AUSGESUCHT! Scheiße aber auch…..selber schuld….
          neee, ich hab nur dritte klasse baumschule. hät ich mich mehr bemüht, dann hät ichs vorher geschnallt… dass die straße nen molloch ist…
          was sagte lenin? Für das Leben lernen wir! Ich merke nun, was lebenslanges Lernen (die drei L!!) bedeutet.
          aus Schaden wird man klug, tschüß, ich bin weg hier! hab keen Bock auf Feuer vor meinem Fenster! Ständig nur mein janzet Geld in KaDeWe Tüten stehen haben, damit ichs schnell runterschleppen kann bei ner Evakuierung…
          Aber es sind ja nur kleine holzscheite, die im einkaufswagen abgefackelt werden, is doch pillepalle…
          ach, das leben ist wohl doch nen ponyhof….


  • ich nochmal,
    wenn diese menschen wenigsten verstehen würden was gentrification ist,wenn sie mal in new york(Greenwich Village) oder paris(Marais)waren,
    dann würden sie verstehen,das es sowas nie in berlin geben wird.
    auch nicht in der rigaer,und wenn dort ein “normales”geschäft aufmacht,glaube ich,ist es in berlin immer noch möglich gemeinsam in einer strasse zu leben,was im marais nicht möglich wäre.
    die haben doch gar keine ahnung was yuppies sind oder wie ein guter blumenstrauß oder ein gutes styling auszusehen hat, oder vielleicht doch von ihren eltern,aber bis sie das verstanden haben müßen 10 jahre vergehen.jetzt müssen erst die fucking 80ies die ihre geschwister mitgemacht haben, noch mal durchgelebt werden.
    macht endlich was neues, es wird zeit…


  • @ ichichich

    1. Der Name ist Programm ?

    2. Sie haben nicht unrecht mit Ihren Meinungen/Vermutungen ;-) !

    Viele hier glauben, dass Schlimmes durchlebt wird, es geht aber anderen Ortens noch Schlimmer …
    Muss man echt das Fieseste erleben um weiter zu kommen??? ;-(((

    Hab manchmal das Gefühl, dass ein Herunterrattern von fiesen Erfahrungen erwartet wird von sozial engagierten Leuten.
    Wenn man das nicht kann und nur Interesse zeigt hat es keinen Wert …


  • Dass hier nun gar nix mehr kommt an Commentz spricht für sich …


  • Na is doch logisch…all jene, die was dazu beitragen könnten, haben keene zeit, weil sie ihre koffer packen. Die anderen schreiben TRANSPIS oder weiß der geier was. Scheiß Ecke, ich kotz und will hier nur noch weg! Dann haben die Piepmätze noch mehr FREIRAUM und gar kein Sexism mehr!!! Lach…
    Man kann echt nur hoffen, dass die Leute irgendwann man wenigstens so`n bisschen lachen müssen über diesen Quark… wenns nich nur alles so verdammt unlustig wäre….


  • alles quark, ich hoffe ihr kommt am sonntag auch und gebt eure meinung dann mal real ab, sonnst ist das nämlich hier alles heisse luft.


  • Der Zug ist doch abgefahren! Niemand wird kommen, viel zu spät, das hätte viel eher passieren müssen! schon vor ein…eineinhalb jahren hat man diese idee hier im blog mehrmals lesen dürfen.
    die umsetzung: JETZT?
    die leute sind doch alle pappesatt….hier hat doch auch niemand mehr bock und kraft, etwas zu schreiben….
    und ich werde nirgends REAL meine heiße luft abgeben, dann krieg ich noch eine auf die nuss, oder was? ich penne dann lieber tagsüber, weils ja nachts nich mehr geht! macht mal eure freiraum speakers corner…
    ich kümmer mich um mich! es gibt von seiten derjenigen, die hier JETZT diskutieren wollen, sowieso kein ernsthaftes interesse dafür, wie es den nachbarn, den normalos, den spießern geht, das ist alles pillepalle vorjegaukelt…..


  • Wie immer bei den lieben Bürgerlichen regt sich KEIN Mensch darüber auf, dass die Polizei bei ihrer Aktion in Kauf genommen hat, einen Menschen umzubringen! Aber weil ein paar Holzscheite in einem Einkaufswagen verbrannt werden (“huhu illegal”, “das dürfen die nicht”) kommt das Ressentiment mit voller Kraft hervor. Da reden wir auf einmal von “Krawall bis der Arzt kommt”, von “Chaoten”, die Geld für “Nichtstun” bekommen, und die Leute, die ihre Meinung kund tun, am besten für immer hinter Gitter sperren wollen. Und dann noch etwas von Demokratie faselt.
    Aber das ist doch wirklich nur Mittelmaß. Wollen wir nicht gleich Lager einrichten für alle Kapuzenpulliträger? Todesstrafe für Leute, die Eigentum schräg angucken? Oder am besten sperren wir das ganze Hartz4-Pack an den Stadtrand, damit die armen, armen Besitzenden nicht ständig auf der Nase herumgetanzt wird? Schließlich haben Sie für diesen Reichtum lang genug dieselben Menschen ausgebeutet, die jetzt nicht mehr benötigt, sich mit Hartz4 notdürftig über Wasser halten müssen. Also liebe Bürgerliche: Da geht noch was! Ich hoffe doch mindestens auf so glorreiche Vorschläge wie Sperrstunde für Hartz4-Empfänger! Viva la Klassengesellschaft!


    • und wie immer gibt es menschen wie robi, die sofort wieder mit dem finger auf all die andern bösen zeigen.

      sie reden von ressentiments. genau das stimmt auch, denn ich kann an dem kleinen feuerchen nichts verwerfliches erkennen.
      und wie würden sie das hier bezeichnen?
      “Oder am besten sperren wir das ganze Hartz4-Pack an den Stadtrand, damit die armen, armen Besitzenden nicht ständig auf der Nase herumgetanzt wird? Schließlich haben Sie für diesen Reichtum lang genug dieselben Menschen ausgebeutet, die jetzt nicht mehr benötigt, sich mit Hartz4 notdürftig über Wasser halten müssen.”
      sind das keine ressentiments?

      die “klassengesellschaft” wird von beiden seiten heraufbeschworen. von denen, die nach unten treten und denen, die nach oben treten.
      gekoppelt daran ist die frage, wer hier wen zu vertreiben versucht. entweder werden alternative projekte verdrängt, oder es heißt “yuppies raus”. einer ist immer der gejagte.

      ich bin mir zudem sicher, dass wir “bürgerlichen” (ich überlege gerade, ob man sich durch den begriff heutzutage schon verspottet oder beleidigt fühlen muss, wenn er, ähnlich wie “ihr aufrechten demokraten”, pfeilscharf aus einer bestimmten richtung geschossen wird) uns sehr wohl aufgeregt hätten, wenn wir erfahren hätten, dass die polizei sich so verhalten hat.
      leider stand das meines wissens nach nur bei indymedia, autor unbekannt. etwas dürftig.
      ja, und die “bürgerliche presse” berichtet sehr wohl auch von übergriffen durch die polizei, wenn welche stattfanden. und warum wusste nun keiner außer der autor auf indymedia davon?

      “Wie mensch sieht haben sie keine Hemmungen, auch Menschenleben aufs Spiel zu setzen.”
      was auch für pyromanen gilt!


  • Geiles brainstorming, robi….mit interessanten alternativen!
    beim bürgerhaushalt kann man die finanzierung solcher projekte beantragen und dafür werben! bei deinen superargumenten räume ich dir da alle chancen ein! da gibts sicher stehende ovationen!


  • Ihr habt alle das System dahint nicht erkannt. Die Immobilienmakler profitieren doch von den verbrannten Autos. Sucht mal im Netz nach dem Angebot sicherer Parkplätze. Da werden in Berlin sicher Parkplätze provisionsfrei schon für 59 Euro/Monat zur Miete angeboten. Darum gehts doch. Daraus folgt, dass nihct linke Chaoten hinter den Brandsätzen stecken, sondern ausgebuffte Wirtschaftler. Das erklärt auch, warum nur die teuren Autos abgefackelt werden. Die Besitzer der billigen Autos können sich die Stellplätze nämlich nicht leisten, auch provisionsfrei nicht. In anderen Großstädten Deutschlands hat man diesen Markt noch nicht erkannt.


  • Lebt euer Leben ohne Konsumzwang, aber belästigt nicht andere damit. Holt nicht die Feuerwehr, wenn das Lagerfeuer mal übergreift, schon gar nicht die Polizei, wo kämen wir dahin. Baut eine Mauer um Euch rum, damit keine bösen Nazis kommen. Es kommen dann auch keine fremden Autos mehr, die man anzünden müßte. Stattdessen macht Euch ein Lagerfeuer aus dem Abfall, den keiner wegräumt. Die Asche laßt am nächsten Tag liegen, riecht so herrlich nach Revolution.

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