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Wer rettet die Hausbesetzer?

Plakat auf der Karl-Marx-Allee - Foto: Henning Onken

Die Stadt zugekleistert, als müsste eine neue Regierung gewählt werden. Alles für Tempelhof, alles für heute. Wir ertragen seit Monaten das Getöse der Springer-Presse zum “Mythos Tempelhof”, sollen heute unbedingt wählen gehen und werden am Ende wohl doch nicht wirklich gefragt. Es ist schon alles gelaufen, sagt unser Bürgermeister.

Viele der Plakate sind von Anwohnern teils entlarvend “verziert” worden, wie immer vor Wahlen in Berlin. Opfer sind beide Seiten, also auch die “Ick zahl nicht für’n Vip-Flughafen”-Sozialneid-Kampagne der Gegner. Auf dem obigen Bild der Karl-Marx-Allee haben es Friedrichshainer “Squatter” auf die selbsternannten Tempelhof-Retter abgesehen. Wer gibt den letzten Hausbesetzern Bestandsschutz? Die Unterzeile haben die anonymen Sprayer stehen lassen: “Alle Macht geht vom Volke aus.”

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5 Kommentare zu “Wer rettet die Hausbesetzer?”



  • viel zu unpolitisch die hausprojekte heute. was ist zum beispiel aus der rigaer 84 geworden? die leute dort haben sich nach dem brand auszahlen lassen und ruhe gegeben. die müssten sich erst mal selbst retten, bevor sie von anderen hilfe erwarten können.


  • Finde es total schade, dass diese Projekte nach und nach verschwinden. Super Gelegenheit, mal mit anderen zusammen zu leben ohne dass es gleich um Geld geht. Da kann man viel lernen.


  • Hausbesetzern Bestandsschutz geben? Wie kommt man auf eine solche bescheuerte Forderung?

    Jeder der kein Eigentum besitzt muss ganz klar Miete zahlen. Wer ein Haus besetzt -sagt ja das Wort schon- handelt Gesetzeswidrig.

    Also legalen Bestandsschutz wird es nie geben.

    Nur mal den einen oder anderen Deal mit kleinen “Fischen”. Sonst hätten wir ein Problem.


  • An Niels,

    informiere Dich erst einmal bevor Du nichtfundierte Kommentare schreibst. Die Rigaer 84 Leute haben das Geld (abzüglich der RA-Kosten) in einen Memorial Fond eingezahlt. Darauf können sich andere Hausprojekte bewerben und bekommen, falls es sich um sinnvolle Projekte handelt, Geld. Das ist sehr wohl politisches Engagement und auch nicht das einzige der ehmaligen Rigaer 84 Bewohner!

    An Rolf,

    diese Welt gehört niemandem, das Universum ist unverkäuflich!!!

    Die Menschheit ist nur ein Teil dieser Welt aber manche Menschen glauben tatsächlich, sie könnten sich ohne Legitimation etwas aneignen, sei es mittels Geld oder Gewalt. Das einzige Eigentum, über das jeder Mensch verfügt, ist sein Körper und sein Geist.

    Ein Haus zu besetzen, das leer steht und verfällt, ist demnach ein ganz natürlicher Prozess. Jeder selbstbestimmte Mensch, zu denen du jedoch nicht gehörst, hat das begriffen und nimmt das Risiko von Repressionen seitens des herrschenden Kapitals in Kauf, um dessen Zwänge und Machtstrukturen zu zersetzen und zu untergraben. Und selbstbestimmte Menschen kennen auch kein “muss”!!!

    Und zu dem Deal mit den kleinen “Fischen”: Dein “wir” hat bereits ein Problem, angesichts steigender Mieten, die sich viele nicht mehr leisten können oder wollen!


  • Mh … ich sehe das alles ja einfachermaßen…
    nichts kann man besitzen. alles ist nur eine leihgabe… teils bis das lebensende erfolgt. siehe seinem hab und gut. ist man dem leben verschieden dann wird das material weiterverkauft oder sonstwas.

    was die besetzergeschichten angeht,.. bei dne heutigen mieten ist das kein wunder. die relationen zueinander stimmen keineswegs mehr… da teilweise im monat 5-8 euro/m² zu zahlen bei niedrigem einkommen das geht auf keine kuhhaut mehr.
    da kann ich die besetzer gut verstehen.

    kein mensch wuerde auch nur auf die idee kommen nem tier im wald geld abzuknöpfen- nur weils da lebt. wie auch ohne einkommen…

    die menschen beuten sich nur gegenseitig aus. aber ich glaube mit der aussage greif ich bei vielen auf granit, da es zuwenig menschen gibt die das begreifen koennen/wollen,

    ich finds zB auch ne frechheit. viele gebaeude liegen brach udn werden versucht fuer unsummen an den mann gebracht zu werden… das objekt verfaellt zunehmen und keiner darfs nutzen der nicht da noetige kleingeld hat… udn die horrorenden summen kann niemand aufbringen. dementsprechend leerstand.
    ebenso gibts oftmals den hinterhaken dass man an etliche leersthende bauten garnicht rankommt da diese nichtmal freigegeben werden. beispiele sind zB militaeranlagen oder objekte die sich super eignen fuer andere dinge… aber wem sag ich das.

    kopfschuettelnde grueße.

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