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Gentrifizierung: Warme Sanierung im zweiten Versuch?

Ausgebranntes Haus in der Rigaer Straße Ecke Proskauer Straße in Berlin Friedrichshain - Foto: Henning Onken

Schlafender Punk, der wegen eines Brandes im Hausprojekt Rigaer 84 in den Morgenstunden des 28.05.07 seine Bleibe verloren hat - Foto: Henning Onken

Es hat gebrannt – mal wieder. Vor fast genau zehn Jahren flüchteten die Bewohner der Rigaer Straße 84 schon einmal vor den Flammen. Raus auf die Straße, Blaulicht, Feuerwehr und hektisch ein paar Habseligkeiten retten, um dann irgendwo anders unter zu kommen. Gestern ist genau das wieder passiert und diesmal ist das Haus noch weiter herunter gebrannt. “Die Feuerwehr hat lange Zeit nichts gemacht”, erzählt ein Bewohner. Über die Brandursache ist noch nichts bekannt, doch an der Interessenlage zwischen Besitzer und Mietern hat sich seit 1997 wenig geändert. Er will sanieren, sie wollen gemeinsam günstig wohnen.

Den Brand von 1997 haben Unbekannte in den Dachstühlen des Hauses gelegt. Doch nach langer baupolizeilicher Sperrung, Behördenhickhack, Besitzerwechsel und Instandsetzung kehrten die Bewohner zurück. Dem neuen Besitzer waren offenbar die bestehenden Mietverträge verschwiegen worden. Ob sich die vor die Tür Gesetzten durchsetzen können, ist fraglich.

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2 Kommentare zu “Gentrifizierung: Warme Sanierung im zweiten Versuch?”



  • es gibt auch kalte sanierung: “lass einfach in allen leerstehenden wohnungen des investitionsobjekts bei wind und wetter die fenster offen stehen, heize nicht und warte auf den wasserrohrbruch, der dann die letzten bleibewilligen zum auszug zwingt”

    in dem mir bekannten fall in berlins südwesten handelt es sich bei den investoren aber um waschechte berliner, nicht um schwaben leute!

    und auf blanken schwabenhass könnt ich auch im badischen teil baden-württembergs treffen (habe selbst im konstanz erlebt wie einer vor meiner haustür – bin ja als kurpfälzer auch kein schwabenfreund – den “scheiss” schwaben die heimreise nahe gelegt hat….)

    investoren sind international….setzen fast immer das geld anderer ein, denen sie es abgeschwätzt haben und die meistens nichts mehr davon sehen….und sie finden sich auch unter euch berlinern, und ich kenne auch nicht gerade wenige ost-berliner, sachsen oder brandenburger, die völlig kritiklose bewundererer des raubtier-kapitalismus sind….nur meine russischen bekannten schwärmen noch mehr dafür, aber die leben ja auch in charlottenburg-wilmersdorf oder grunewald :0)

    trotzdem muss berlin bund bleiben – und MA-Jungbusch is sowieso ned Schtuttgadd….

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  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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