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Vom Wohnraum zum Investorentraum

Neue Bahnhofstraße am Ostkreuz - Fotos: Christian Hetey und Henning Onken

Hier blieb ich neulich stehen. Da war doch was mit diesem Haus in der Neuen Bahnhofstraße. Steine fliegen, Wasserwerfer, Blaulicht und die Hausbesetzer – zumindest in meiner Phantasie. Doch die trügt, denn die Transparente, die hier einst aus den Fenstern hingen, waren nur Staffage für den Film “Was tun wenn´s brennt” mit Til Schweiger. “Eat the rich!”, stand dort zu lesen “Instandbesetzt” und “Kein Abriss unter dieser Nummer”.

Abgerissen wurde dieses Haus dann auch nicht, sondern teuer renoviert, wie auf diesen beiden Bildern von ca. 2000 und 2007 zu sehen ist. Heute ist hier ein schniekes Youth-Hostel, das internationale Gäste in den Kiez um das Ostkreuz ziehen will. Einige hundert Meter weiter befindet sich ein weiteres internationales Gästehaus, dessen Besucher natürlich nicht unbedingt zum Einkaufen und Party machen nicht den Bezirk wechseln wollen. Seitdem klar ist, dass der Bahnhof Ostkreuz für eine Dauer von zehn Jahren saniert wird und zu einer neuen Drehscheibe im Osten der Hauptstadt werden kann, landet hier ziemlich viel Geld. Das fällt auf, nicht nur an diesem Haus.

Fotostrecke: Berliner Seitenblicke

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4 Kommentare zu “Vom Wohnraum zum Investorentraum”



  • Wir können leider nicht verhindern, dass “das Geld regiert”. Aber sooo schön war´s meiner Ansicht nach vorher auch nicht – dieses Haus und alles drum herum.


  • Ganz ehrlich, ich mag sie auch nicht, die Investoren und ihre “Geld regiert die Welt” Einstellung. Und das nicht nur weil ich im Kiez ums Ostkreuz lebe.

    Aber mit seinen Zeilen haut der Autor auf die/den Falschen ein. Saniert wurde das Haus im Rahmen eines Ausbildungsprojektes von dem gemeinnützigen “Werkhof Zehlendorf”, die sich um die Berufsfindung und Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen kümmern. Eben dieses Projekt betreibt auch das Hostel (Nachzulesen im Friedrichshain-Magazin 4/2005).

    Wenn man das weiß hat man doch einen anderen Blick auf das Haus, oder?


  • @Klaus Rotick: Vielen Dank für diesen Hinweis, der auch hier nachzulesen ist. Sie haben Recht, der Artikel eröffnet eine andere Perspektive auf den “Blickfang” in der Neuen Bahnhofstraße. Ist denn aus dem Anwohner-Projekt für einen Biergarten und Spielplatz im Hinterhof etwas geworden?


  • @Henning Onken: Mangels eingener Kinder kann ich leider bezüglich Kinderspielplatz nichts sagen.

    Soweit ich weiß, gab es Anfang 2006 eine Versammlung der Anwohner und der Gastronomiebetrieben um sich auf Regelungen für den Aussenausschank zu einigen. Dies ist vor ein paar Jahren bei uns auf der Sonntagstr. auch schon vom Bezirk durchgeführt worden, damit es wegen den Gaststätten nicht irgendwann zu Zuständen wie auf der Simon-Dach-Straße kommt. Zu den Reglungen für die Neue Bahnhofstr. gehört nach meiner Kenntnis auch der Kompromiss das der Aussenbereich des Hostels nicht wie ursprünglich geplant offentlich wird, sondern vornehmlich als Frühstücksplatz für die Hostelgäste.

    Mehr kann ich leider auch nicht sagen.

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Neue Kommentare

  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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