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Verbannt aus Berlin: Die Verlierer der Umweltzone

Alter Laster in einem Hinterhof - Foto: Henning Onken

Sie heißen Barkas, Hanomag oder Mercedes und werden demnächst aus der Berliner Innenstadt verbannt. Die ehemaligen Feuerwehr-Transporter, Kübelwagen der Nationalen Volksarmee und Mannschaftsbusse der Berliner Polizei sind oft seit Jahrzehnten ausgemustert – und für ihre jetzigen Besitzer ein “Traum auf Rädern.” Mit dem Start der Umweltzone innerhalb des S-Bahnrings ab Januar wird es jedoch eng für alte Autos wie diese. Selbst wenige Jahre alte Dieselfahrzeuge müssen für die Feinstaubplakette einen Rußpartikelfilter nachrüsten.

“Es gibt keine sauberen Autos – zumindest keine, die ich mir leisten kann”, ärgert sich Martin über die “Dummweltzone”. Der 27-jährige Kreuzberger sitzt im Heck seines geräumigen Mercedes-Transporters und wärmt sich an einem kleinen Ofen, den er mit Holz befeuert. Auf dem Gaskocher steht ein Teekessel. Wenn Martin in dem Auto schläft, kommt er von der Matratze aus noch bequem an das Regal mit Büchern und CDs. Sogar ein Sternenhimmel verschönert den kleinen Wohnraum. An die Rückseite seines Autos hat der handwerklich geschickte Hartz-IV-Empfänger einen Briefkasten geschweißt, aber das ist eher ein Witz, wie er einräumt. Mit Freundin und Kind fährt er im Sommer nach Frankreich und Spanien.

Fahrzeuge wie Martins “rollendes Wohnzimmer” gehören besonders in Friedrichshain und Kreuzberg zum Straßenbild. Viele Anwohner dort dürfte es freuen, wenn den “großen Stinkern” künftig die Einfahrt in die Innenstadt verwehrt wird. Ob sich dadurch die Berliner Luft wesentlich verbessert, ist allerdings fraglich. Wenn gleichzeitig der Energiekonzern Vattenfall für rund eine Milliarde Euro ein Kohlekraftwerk in der Hauptstadt bauen lässt, dürften zumindest die CO2-Emissionen von alten “Freak-Autos” kaum ins Gewicht fallen.

Fotostrecke: Berliner Hinterhöfe

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38 Kommentare zu “Verbannt aus Berlin: Die Verlierer der Umweltzone”



  • Welcher Mercedes Motor (OM…) soll denn das sein, der nicht umgerüstet werden kann.
    Die DB Tranporter Modelle 207 usw. lassen sich mit etwas suchen selbst bei Herrn Google finden…


  • Das ist doch mal was positives in Bezug auf die Umweltzone wenn es hilft diese Ur-alt Fahrzeuge aus der Innenstadt zu verdrängen.

    Wenn dann evtl. in 3-4 Jahren diese Zone noch etwas erweitert wird bekommen wir vielleicht endlich diese Schrottautos aus der Stadt.

    Das Land Brandenburg wird sich freuen und Berlin aufatmen.

    (Nebenbei gesagt: Wenn ein HarzIV Empfänger jedes Jahr mit Auto Urlaub in Frankreich und (!) Spanien machen kann gehts Ihm ja echt gut! Das kann ich trotz Job nicht bezahlen.)


    • da wird mensch auch nicht jede woche hin und zurück fahren. da wird von der stütze solange was abgezweigt und nebenbei gearbeitet und vllt geschnorrt bis mensch mit demm “wohnwagen” dort runter kommt. dann bleibt mensch meist über den ganzen sommer. natürlich auch mit dem notwendigen arbeiten und ähnlichem dort im “urlaubsland”. nicht immer neid, einfach mal kündigen und flexibilität an den tag legen. >;-)


  • Sie heißen auch: Golf, Polo, Ente, Käfer…


  • Dummweltzone ist genau die richtige Bezeichnung. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis das erzielt wird. Darüberhinaus ist es auch sehr unsozial. Ich habe für meinen 1992 DB 208 D fast 1000.- Euro für eine Umrüstung bezahlt und eine gelbe Plakette Stufe 3 erhalten. Dazu noch die Rennerei zum KFZ-Amt zum Umschreiben, sämtlich neue Papiere, ein Irrsinn.Ich habe Glück, daß ich einigermaßen gut verdiene, vile können sich die 1000.-Euro so ohne weiteres nicht leisten. Steuervergünstigungen gibt es übrigens auch nicht so wie es oftmals kolportiert wurde. Ich finde zur Dummweltzone ist auch in den Medien eine schlecht recherchierte Berichterstattung erfolgt und es ist so etwas wie ein vordergründiger Klimapopulismus betrieben worden.Vernünftigen Regelungen die auch soziale und ökonomische Aspekte ausreichend berücksichtigen, würde sich wohl kaum jemand verschließen.Von Murksreformen kann man jedoch wirklich bals genug haben. Es ist auch kein gutes Zeichen, das hier alles von der Bevölkerung geschluckt wird ohne daß wirklich eine Akzeptanz besteht. Es wenden sich immer mehr Menschen vom politischen Geschehen ab und sie haben auch berechtigte Gründe dafür. Eine gute Entwicklung ist dieses jedoch alles nicht!


  • Lieber Joth,

    ein 1992 Merceden Diesel Stinker das sollte Ihnen ja nun auch klar sein ist ja nun wirklich kein sauberes Auto. Sie sollten froh sein dass das alte Ding noch eine Plakette bekommen hat.

    Niemand hat gesagt das die Umweltzone gerecht ist – wohl aber notwendig.

    Das allgemeine Akzeptanz und Notwendigkeit besteht glaube ich aber schon. Irgendwo muss ja angefangen werden.
    Die Skepsis war ja beim Beginn der Mülltrennung auch so.


  • Lieber Herr Ast,

    die umweltzone ist nicht notwendig, weil unsinnig.


  • Diese Umweltzone ist das Ergebnis eines populistisch-hysterischen Anweisungs- und Regulierungsfetischismus. Genauso , wie aus Kneipen Nichtraucherzonen zu machen. Abgesehen davon, welche wunderbaren Formen dann verschwinden. Die Autodesigner scheinen nur noch kantig zu denken. Auf den Straßen fahren nur noch rollende Kühlschränke. Lebendige und pulsierende Urbanität ist nun mal nicht porentief rein mir aber tausendmal lieber als ein überreguliertes steriles Stadtbild. Übrigens mag ich auch keine Kneipen, die nach Apfelsinen riechen


  • Im Grunde handelt es doch nur um ein Geschenk an die Wirtschaft.Die Bevölkerung wird gezwungen den Wagen um zurüsten oder doch lieber gleich einen neuen Wagen zukaufen.
    Als ob dadurch die Luft innerhalb des Ringes besser wird.Wer das glaubt,dem kann man wirklich Alles verkaufen.
    Aber die `Klimakeule` muß ja mittlerweile immer als Argument herhalten ,wenn der Staat Geld braucht.


  • Niemand wird gezwungen, Autos zu kaufen!

    Wie stellt Ihr Autofreunde Euch eigentlich die Zukunft vor?…jeder darf alles fahren, überall umsonst parken, endlich keine 30iger Zonen mehr und Fahrräder/Fußgänger werden verboten. Ku´damm wird 6spurig ausgebaut, das ist ein Traum, oder? achso, Sprit wird natürlich steuerfrei verkauft.
    Träumt weiter, alles wird ganz anders!!
    Eure Meinungen dazu zeigen wir unseren Kindern und Kindeskindern und erzählt dann nicht: “das haben wir alles garnicht gewusst”


  • Na nun, mal langsam Thomas,
    Du redest zwar über Kinder, scheinst aber keine zu haben,
    denn dann wüsstest Du, dass Du mit drei Kindern nur mit Öffentlichen und Fahrrad komplett aufgeschmissen bist.
    Und dass Deiner Meinung nach DIE Autofahrer grundsätzlich Umweltsäue sein, einschließlich eingebautem Brett vor dem Kopf, ist schon ‘Hammer,
    also immer schön die Kirche im Dorf lassen…


  • Wer sein Auto nach ästhetischen oder gar nostalgischen Gründen kauft, hat m. M. nach einen an der Klatsche. Ein Auto ist letztendlich nur ein Werkzeug, um mich/meine Familie von A nach B zu bringen. Und das so sicher und vor allem wirtschaftlich wie möglich.

    Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt: wir bewegen uns aus der mobilen Steinzeit langsam aber sicher in Richtung Zukunft!
    D. h. auch mein nächstes Fahrzeug wird ein Hybrid, E- oder Wasserstoffauto sein.


  • Lasst euch alle schön weiter für dumm verkaufen, o.k.?


  • @Peter H aus B
    hätte
    Peter H nach B
    gedacht,
    wäre ihm aufgefallen,
    dass die Herstellung der der Energieträger noch immer eine erheblich schlechteren Wirkungsgrad als Sprit hat, somit wesentlich mehr Energie zur Herstellung dieser Energieträger benötigt wird, die Umweltbelastung damit VORLÄUFIG nicht besser wird
    und
    die Hybridtechnik, außer für Großstädtische Taxen absoluter Schrott sind.
    Abgesehen davon, finde ich gepflegtes Oldtimer-Fahren ausgesprochen entspannend und halte mein Gewissen bei den paar Kilometern, die ich pro Jahr mit der Kiste fahre, für ziemlich fleckenfrei.

    dali


  • @dali:

    Genau – und vom Küssen wird man schwanger!

    Erst lesen, dann meckern:

    Ich schrieb: “mein nächstes Auto…”
    Bis dahin werden also noch ein paar Jahre vergehen, und die von Ihnen
    angesprochene Energieeffizienz wird sich dann auch geändert haben.

    Und weil die jetzige Hybridtechnik Schrott ist, verkauft sich der Toyota Prius auch wie geschnitten Brot, gelle..

    Keine Ahnung, autotechnisch noch im 19. Jahrhundert, aber dicke Backen machen.


  • Na jetzt geht’s ja los, (@ Peter H aus B

    kann dem Werten Peter sagen
    1. Was am Hybrid Schrott ist: Das Antriebskonzept funktioniert (siehe mein Hinweis “außer bei Taxen”) nur im Stadtbetrieb. Ist der Wagen im Überlandbetrieb eingesetzt, steigt der Verbrauch Erheblich über den eines vergleichbaren Benziners und liegt etwa doppelt so hoch wie bei einem vergleichbaren Diesel.
    2. Wenn Peter schon einmal versucht hätte, in vielen Regionen der USA einen Diesel zu tanken, wüsste er sofort, warum der Hybrid so viel verkauft wird:
    Dort muss man an die LKW-Zapfsäule, braucht außerdem den dicker LKW Tankstutzen, steht dann zwischen den Trucks in der Schlange und wird auch noch verarscht.
    So ist der Hybrid in USA praktisch die einzige Möglichkeit mit einem bequemen Auto Sprit zu sparen.
    In Deutschland wird er (relativ) gut verkauft, weil Frau Künast von vielen Dingen sehr profunde Kenntnis hat, nur nicht von Autos und deren Technik.
    3. Die Hybridtechnik selbst ist praktisch so alt, wie der Verbrennungsmotor selbst. Nur ist er schon damals als “(noch?)nicht zielführend” kaum weiterentwickelt worden.
    4. Heute wird in Deutschland an einer Hybridtechnik gearbeitet, die dramatisch niedrigere Verbrauchswerte zeitigen könnte:
    der Diesel-Hybridtechnik,
    diese, viel schwieriger zu realisierende Technik wird es ermöglichen, den Kraftstoffverbrauch um ein Drittel bis Viertel zu senken.
    Das heißt:
    200-250PS bei 4-6 Liter Sprit
    das wär doch was gell,

    dali

    P.S.
    Zur Dieselhybridtechnik ist im SPIEGEL Archiv ein größerer Artikel zugänglich.

    dali


  • Endlich passiert mal was! Zuerst werden alle “Stinker” ausgesperrt. Dann kann man gleich weitermachen mit den roten und gelben Fahrzeugen. Dann noch die weißen, blauen, schwarzen, rosa und lilanen Autos aussperren.

    Wenn das vollbracht ist, müssen dann alle “Penner” aus der Innenstadt verbannt werden, weil sie das Stadtbild “visuell” verpesten. Und dann kommen die Hartz-IV-Empfänger dran, weil das “Pack” zu faul ist für 1 Euro die Stunde zu arbeiten. So und danach werden alle 1-Euro-Jobber aus dem inneren S-Bahn-Ring ausgesperrt, wenn sie sich weigern ein “Bitte-nicht-füttern!”-Schild um den Hals zu tragen.

    Nicht zu vergessen, müssen natürlich auch alle “Ausländer” ausgeschlossen werden, weil unter ihnen natürlich die “Terroristen” vermutet werden. Da die aber drauf pfeifen, muss dann ein “Antiterroristischer-Schutzwall” um den S-Bahn-Ring errichtet werden. Die Deutschen hatten ja gute Erfahrungen mit solchen Bauwerken gemacht.

    Wenn das geschehen ist, dann werden alle “Deutschen” ausgesperrt, weil ihr “Gepupse” und “Gerülpse” also ihre “Lachgase” das Klima 300 mal stärker belasten, wie CO2.

    “Wer darf dann noch rein?”, werdet Ihr fragen! Alle Polizisten natürlich, damit die das Verbot mit allergrößter Härte und “Selbstschuss”-Kraft durchsetzen. Dann dürfen alle Politiker (ausgenommen die “Oppositionellen” natürlich) rein, weil die von der “Plakettenpflicht” befreit sind. Schließlich ist es ja dem Steuerzahler nicht zuzumuten, dass diese Politiker sich da so’n “Filter-Dingsda” einbauen.

    Und nicht zu vergessen, dürfen natürlich alle “Genossen” von der Linkspartei rein, weil uns ihre Gesundheit so sehr am Herzen liegt.

    Später muss dann die “Verbotszone” schrittweise auf die gesamte Stadt ausgeweitet werden, bevor man es auf ganz Deutschland ausweitet. Wer dann noch rein will, der muss dann pro Tag 25 Euronen gegen wertlose “Umweltpunkte” tauschen, um dann damit die deutsche Wirtschaft zwangsweise zu “BIO-nisieren”.


  • Nur noch wenige Tage bis zum Beginn der automobilen Arpartheid in Berlin. Wie ich aus den Medien erfahre, stellen sich die Berliner wieder mal ganz brav an und kaufen diese Plaketten. Das ist schade, denn so driftet die Gesellschaft immer weiter auseinander. Viele Menschen sind auf ihr Auto angewiesen und können sich die teuren Umrüstungen nicht leisten – falls sie überhaupt möglich sind. Diese Umweltzone gehört durch ein Volksbegehren zu Fall gebracht.


  • Dummweltzone ,weil die Sache nicht gut überlegt ist.Ich mit meinem alten VW T4 Transporter werde wohl nicht fahren dürfen.Obwohl Schwerbehindert aber nur das Kennzeichen “G” und 60% ich bekomm zwar eine Steuerermäßigung, aber darf nicht fahren. Bin auch nicht in der Lage mehr als 300 meter Schmerzfrei zu laufen.DANKE denen die das beschlossen haben ,unsere tolle regierung mit ihrem populistischem Getue.Vornweg die Merkeln.


  • da knuth direkt vor unserem wunderbaren Internet sitzt( sonst wäre er ja schließlich nicht hier), möge er sich doch mal die Mühe machen, mit den entsprechenden Stichworten zu googeln.
    Dann wird er feststellen müssen, dass sein Beitrag reine Polemik ist und mit dieser, unserer Realität nichts zu tun hat.

    Selbst für 89er uralt-Dieselstinker lassen sich für relativ wenig Geld wenigstens gelbe Plaketten erreichen. Wenn seine Schüssel auch noch bisher abgasmäßig steuerreduziert war,
    mag er es darstellen, wie er will,

    sein Beitrag ist sozusagen “gasförmig”,
    oder doch nur

    überflüssig


  • Ein genialer Schachzug der Herrschenden:
    Ich denke, es gilt, das gemeine (geldknappe) Volk von den begehrten knappen Innenstadt-Parkplätzen zu vertreiben.


  • Oder anders gesagt: Das Kapital verdrängt “Unliebsame” durch “Teuerung” aus den kapitalträchtigen Innenstadt-Bereichen. Unter welchem Deckmäntelchen auch immer.


  • @terref,
    also wenn der olle Marx die Texte von terref lesen würde, bliebe ihm in seiner schönen Ruhestätte auf diesem schönen Londoner Friedhof nicht anderes übrig, als wie eine Eisprinzessin zu rotieren,
    ein dermaßener Vulgärmarxismus ist mir seit DDR Zeiten nicht mehr unter gekommen,

    jedenfalls ist terrefs Hirnerguss keine Zierde der linken Bewegung,

    dali


  • Lieber dali,

    die Vorstellung, wie der olle Nussknacker Karl,
    als Eisprinzessin verkleidet, die Londoner Unterwelt aufmischt, finde ich irgendwie richtig lustig.


  • aber Karl ‘mal beiseite,

    ich hab’ mit dem Karl eigentlich nichts am Hut. Ich versuche nur, hier meine Meinung zu aüßern.

    Ich meine, die Einrichtung von Umweltzonen bringt den Herrschenden mächtig Profit:

    - sie tun in der Presse scheinbar was für Umwelt,

    - breite Bevökerungsmassen werden aus den Innenststädten verdrängt, um Konsum und Immobilen-Geschäften Platz zu machen,

    - diese Bevölkerungsmassen verarmen daraufhin zunehmends und gesellen sich zu der “industriellen Reserve-Armee”, d.h. zu den von den Herrschenden gebrauchten Arbeitslosen. Je mehr Arbeitslose, je besser – so funktioniert Kapitalismus am Besten.

    terref


  • nee, Du anonymer..

    das Gegenteil ist der Fall,

    wie bekloppt muss man sein, um außer mit diversen Kindern in die Innenstadt mit dem Auto zu fahren. Schon von den Parkhauskosten kann man die ganze Familie mit Pizza versorgen
    man kann mich nu alles schimpfen, aber keinen “Autofresser”.
    Wir haben ein unpraktisches Spielmobil, zuffenhausener Bauart und fast dreißig Jahre alt und einen Münchener Stinker Kombi (mit Rußfilter), den wir zum verreisen mit Familie, oder den Großeinkauf benutzen,
    aber wir sind nicht so wahnsinnig, zur Arbeit oder zum Einkauf im Ka De We, gar zur Kneipe am Savignyplatz mit dem Auto zu fahren.
    Also,
    wer behauptet, er benötige die Karre PRIVAT in der Innenstadt, möge mir das mal erklären…


  • Hallo dali, Du bist heute ja noch ganz schön spät aufgewesen.

    Aus den von Dir angeführten Gründen habe ich als Charlottenburger mein letztes Auto (Ford Admiral Caravan) schon vor vielen Jahren abgeschafft, nachdem die Kinder aus dem Haus waren. Die wohnen jetzt 4 bzw. 6 Häuser weiter, – und deren Mütter auch nicht allzu weit entfernt.

    Jetzt wohne ich mit Frettchen zusammen. Ich sag’ Dir, – keine Frau kann so dankbar gucken, wie ein sattes Frettchen. Wg. der Tiere vermisse ich schon manchmal das Auto, um mit ihnen mal “raus in die Natur” zu fahren.

    Ihr kauft Euere Pizzas im KaDeWe ?

    terref


  • Nee, terref,
    die Pizza kaufen oder essen wir nicht im Ka De We, aber gerne in der Uhlandstraße und da wird das Parken im nahe liegenden Parkhaus erst richtig teuer.
    Auch ist mir, obwohl europäische Automobilgeschichte zu meinen Hobbies gehört ein Ford “Admiral Kombi” nicht bekannt.
    Du musste Dich schon entscheiden,
    entweder ein Ford Taunus/Granada,Consul, 17m, 20m “Turnier”
    oder ein
    OPEL Admiral,
    der allerdings nur als Sonderfahrzeug, z.B. als Leichenwagen, ich glaube bei Baur in Stuttgart, als Kombi produziert wurde,
    heute folglich extrem selten ist
    und
    sicher nie unter dem OPEL Namen CARAVAN firmierte.


  • dali
    da haste natürlich völlig recht. Es war ein Ford Granada. Mein erstes Auto war ein Käfer Bj.49 mit geteilter Heckscheibe, Rasenmähermotor (24 PS oder so) und riesigen Rädern. Danach folgten 12 weitere Käfer, auch alle gebraucht gekauft. Aber wen interessiert das schon.

    Verlierer der Umweltzone bin unter anderem ich. Mein Kühlschrank hat vorgestern seinen Geist aufgegeben. Ein neuer gebrauchter muss her von Kant-/ Ecke Leibnizstraße. Solche Transporte hat bisher mein in der Ausbildung befindlicher Sohn mit seinem Auto erledigt. Dieses ist jedoch z.Zt. wg. Umweltschutz bzw. aus Kostengründen aus der Innenstadt verbannt.

    Wat nun?! Entweder wir tragen dat Ding zu zweit mal eben rüber zum Stutti oder engagieren dafür zwei 1-Euro-Job-Leute, – dann kostet mich das Ganze gerade mal 2 Euro.

    Die Idee, den Kühlschrank an einen Wetterballon zu hängen, haben wir daher nicht weiter verfolgt.

    terref


  • hallo terref,
    du hast recht, der “Brezelkäfer” wurde von 1946-53 mit 24,5 PS gebaut, auch führt ein morgiger “Verstoß” Deines Sohnes NOCH nicht zu Sanktionen,
    aber,
    sicher darf man in diesem Forum keine Reklame machen,
    aber Ihr könntet ja mit dem Kühlschrank für ganz dünnes Geld
    HIN ROBBEN,

    allerdings würde ich aus ästhetischen Gründen denn doch den Ballon vorziehen

    Gruß

    dali


  • dali

    diverses Gutes hat die Umweltzone eigentlich schon:

    die luftverpestenden zivilen und militärischen Flugzeuge einschließlich Hubschrauber sind konsequenterweise aus den Lufträumen über Innenstädten verbannt. Die mächtig Smog-erzeugenden S- und U-Bahnen, sowie die Bahnverkehre werden aus den Innenstädten entfernt.

    Für Raucher sind Innenstädte tabu. Leute, die durch einen – wie auch immer gearteten – Geruch auffallen (z. Knoblauch oder jahrelanges nicht Waschen), kommen in Erziehungsanstalten, – Unbelehrbare in Konzentrationslager.

    Umweltverschmutzen darf man künftig nur noch die freie Natur.

    terref


  • Verlierer der Umweltzonen ist u.a. die Pharma-Industrie, die von den Feinstaub-Geschädigten in den Innenstädten profitierte. Diese Industrie – weil sie zunehmend Kranke braucht – wird die Produktion von Kranken nunmehr an anderer Stelle finanziell fördern.

    terref


  • du irrst dich terref,

    die brauchen gar keine Krankheiten,
    die denken sich selber welche aus,
    ob das nun epidemische Auftritte von Bluthochdruck ist oder die Collesterin Verseuchung ganzer Erdteile,
    die haben die Medikamente schon bevor die Krankheit auftritt,

    nur, wo sie wirklich gebraucht würde, (AIDS, Malaria. EBOLA), da geht ihnen der schöpferischen Geist aus..

    aber noch mal was ernsteres,
    benutze doch möglichst und schon gar nicht bei einer Glosse den KZ Begriff,
    einerseits ist selbst das, was die Leute in Guantanamo erleiden müssen, nicht mit einem KZ vergleichbar,
    und
    etwas mehr rechtsstaatliche Kultur haben wir denn in Europa doch (noch)


  • dali,
    ich bestätige gern alle meine Irrtümer. Ohne Herumirren und Suchen, bzw. ohne die von der Gesellschaft vorgegebenen Wege in Frage zu stellen, keine Lernprozesse.

    Mit 16 habe ich die Fragen, ob ich rauchen soll, ob es einen Gott gibt , ob ich meinen Eltern dafür dankbar sein müsse, weil sie mich in die Welt gesetzt haben und ob es enen Sinn Im Leben gibt, für mich eint.

    Ich habe mich nie politisch engagiert. Es reichte mir immer, Dinge zu hinterfragen und für mich zu erkennen, ohne sie in konkretes politisches Handeln umzusetzen.

    Die Erkenntnis, dass es der “Natur” völlig Pipe ist, ob Arten auf Grund von Regenwaldabholzungen oder Kriegen aussterben, hat mein Leben relativiert, – der Wichtigkeit der Individuen und der Umwelt jegliche Bedeutung genommen.
    Die Natur kennt sich mit Aussterben und Klimaveränderungen bereits bestens aus.

    Ich erinnere mich noch an eine Meinungsaüßerung des Herrn Rudolf Augstein im “Stern” (Sechziger oder Siebzieger Jahre) , der dafür plädierte, den Menschen in Hungergebieten keine Hilfe zukommen zu lassen, weil gerettete Menschen ernaut (5) Kinder zeugen würden, die wiederum zeugen und das Problem vervielfachen würden.

    Und wenn Du hinsichtlich meiner Verwendung des Begriffs “Lager” Bedenken hast, dann hört doch mal unsere Bundeskanzlerin an, wie das Luder gerade im Fernsehen wg. der Münchener U-Bahn-Vorfälle im Hinblick auf Bestrafungsmöglichkeiten richtig kreativ wird.

    Dabei haben die Jungs doch nur in der U-Bahn ihren langjährigen Peiniger aus der Schule wiedererkannt, – der sie dann auch noch angemacht hat.

    Gruß
    terref


  • Übrigens die einzige (!) Alternative zu dem derzeitigen Modell wäre, wie in anderen Ländern bereits praktiziert wird, eine Innenstadtmaut. Dort wird jeder (!) anfallende Kilometer abgerechnet.

    Klar, dann können auch die alten Autos wieder rein aber zahlen müssen dann alle mehr. Je nach Fahrleistung viel, viel mehr.

    Schaut euch mal auf den Onlineseiten von z.B. Stockholm oder London mal an was Ihr dort zahlen müsstet.

    Mit den lächerlichen 5,- Euro für unbegrenztes Fahren hat sich Deutschland schön an der Begrenzung des Autoverkehrs vorbeigemogelt.

    Ist halt ein Autoland.

    Das gleiche gilt übrigens für eine ordentliche Parkraumbewirtschaftung in Berlin + Restdeutschland. Theoretisch ist Parken in Deutschland viel zu billig. Wenn Ihr schon dabei seid könnt Ihr ja mal schauen wie das andere Länder so machen und warum 5,- Euro für 30min eigentlich günstig sind. Aber das ist glaube ich ein anderes Thema.


  • Hallo Rudi,

    ich weis nicht so recht, ob lediglich klitzekleine Modifizierungen, wie die Einrichtung von winzigen Umweltzonen in Innenstädten – oder die Entrichtung von Maut in begenzten Bereichen oder auf nationalen Autobahnen – der Flächen- und Ressourcen-fressenden und Umwelt- bzw. Klima-schädigenden sowie Ölkriege-erzeugenden privaten Autofahrt, die Endlösung sein kann.

    Zu Anfang der Autofahrt konnte sich nur die herrschende Klasse Automobile leisten. “Leider” ließ sich das Volk nicht vom Genuss der Autofahrt fernhalten – was bis heute ein Riesen-Geschäft für die Herrschenden ist.

    In diesem Sinne sind auch Bestreikungen von alternativen Verkehrsmitteln von Nutzen, – sie fördern die private Autofahrt und damit den Gewinn.

    Grüße aus Berlin
    terref


  • Hallo,

    wir haben doch eigentlich schon hinreichende gesetzliche Bestimmungen zur Abgasminimierung von Autos, – die Katalysator-Pflicht für Alt-Autos. Oder haben wir die etwa nicht?, – und falls nicht, warum nicht?

    Der Schutz der Innenstädte – als Zentren der Macht – scheint für die Herrschenden und deren Politiker aus bestimmten Gründen offenbar angesagter und profitabler zu sein.

    Herr Karl Marx hat beschrieben, wie Kapitalismus funktioniert, – Herr Friedrich Nietzsche hat – bevor er freiwillig ins Irrenhaus gegangen ist – noch beschrieben, wie der Kapitalismus sich weltweit entwickeln wird und welche Funktionen der einzelne Mensch dabei innehaben wird. Es ist relativ schockierend.

    Vor der Einrichtung der Berliner Umweltzone haben ein paar Berliner in Smogzeiten ein paar Atembeschwerden usw. gehabt. Die Einrichtung der (aus meiner Sicht für das Volk unnützen) Umweltzone hat Millionen an Steuern gekostet und die Fortschreibung kostet weiterhin Millionen an Steuern.

    Die zeitweisen Atembeschwerden von Berlinern sind echte globale Probleme, dagegen ist vernachlässigbar, das nach heutiger Nachricht täglich 26.000 Kinder in der Welt mangels Hilfeleistung sterben.

    Gruß aus Berlin
    terref

    Die Maßnahme dient natürlich dem gesundheitlichen Abgas-Schutz der Menschen, die es sich leisten können, in Innenstädten zu wohnen, – und ganz nebenbei auch den Investoren und deren Personal, die nicht kommen, wenn sie in Berlin nicht “gesund” arbeiten können.

    Man sollte sich mal die Relationen vor Augen halten:


  • jaja diskutiert nur weiter über die unwichtigen populären dinge
    das ist genau das was die politik will die unwichtigen sachen werden populär und vom kleinen dummen bürger bis aufs messer ausdiskutiert und die wirklich wichtigen sachen verlaufen im sande und uns niemals bekannt
    das nennt mann treppenhausmentalität!°!!!

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