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Umparken oder umsteigen: Aufräumen in der Umweltzone

Ausgeträumt der Traum vom Hippie-Bus, den man während des Sommers bewohnt und im Winter gegen eine Wohnung mit Ofenheizung eintauscht. Die Umweltzone setzt den stinkenden Benzinschleudern ein jähes Ende, aus dem Straßenbild sind die aber bislang nicht verschwunden. Erst ab Februar werden Fahrzeughalter zur Kasse gebeten, bekommen einen Punkt in Flensburg und zahlen eine Mahngebühr in Höhe von 40 Euro. Dies betrifft auch geparkte Autos ohne Umweltplakette.

Immer häufiger versuchen Besitzer daher, alte Autos wie diesen klapprigen Opel Corsa los zu werden. Sie tun gut daran, denn nach Berlin, Köln und Hannover planen offenbar weitere 20 Städte Umweltzonen. Natürlich gibt es Berliner, die auf Sonderregelungen spekulieren. In Schöneberg hat etwa ein Restaurant-Besitzer einen ausrangierten Bus zum Raucher-Mobil umgebaut. Seine Gäste können trotz des Rauchverbots ohne zu frieren genüsslich ihrer Sucht frönen.

Kaum eine gesündere Alternative, als zu Hause den Kohleofen anzuwerfen: Der kann nämlich neben Giften wie Dioxin und Teer auch krebserregende Kohlenwasserstoffe (PAH) produzieren. Nicht zu vergessen die Unmengen an Feinstaub, die ja im Straßenverkehr mit der Umweltzone begrenzt werden sollen.

Warum also nicht gleich etwas mehr Miete zahlen und auf das Auto verzichten? Gesünder wäre es in jedem Fall.

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5 Kommentare zu “Umparken oder umsteigen: Aufräumen in der Umweltzone”


  • Also was ist nun schlimmer: Auto (ohne Plakette) fahren oder mit Kohleofen heizen?

  • …na heizen ist bedeutend schlimmer, aber für einen ungedämmten Altbau mit Ofenheizung gilt praktischerweise Bestandsschutz…

    Und die “Umweltzone” richtet sich ganz ausdrücklich nicht gegen Benzinschleudern – die dürfen alle mit grüner Plakette weiter ihre 20+ Liter im Stadtverkehr verbraten.

  • Aha! Also mit der Umweltzonen-Verordnung wird – rund gerechnet – 0,nichts erreicht? Der ganze Aufwand und so wenig Effekt! Schade! Wer könnte sich etwas Besseres einfallen lassen?

  • Die “Umwelt”-Zone bringt den Begriff des Umweltschutzes in Diskredit, da sie gar kein solches Ziel hat und die Umwelt nicht entlasten wird.

    Die Frage ist, ob man wirklich am System Auto (1 Tonne Gewicht, 7 Liter und mehr Verbrauch dank Uralt-Technik) festhalten will. Das erledigt sich dann absehbar von selbst – steigende Energiekosten kann sich jeder schön mit Zinseszins hochrechnen, es reichen die Steigerungswerte der letzten 10 Jahre.

    Wie es aussieht, will niemand etwas ändern.

  • Den “klapprigen” Corsa 1.2i gab es meines Wissens mit geregeltem Kat, also eine grüne Plakette ist kein Problem, Feinstaubemissionen sind bei einem Benziner mit Kat kein Problem. Zudem dürfte dieses Auto mit Verbräuchen um die 6,0l noch zu den Umweltfreundlicheren gehören.

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