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Die Retter der Umweltzone greifen durch

Wer gehofft hatte, die Feinstaubplakette sei ungefähr so bedeutsam wie eine Hundemarke, sieht sich getäuscht. Ab heute gilt sozusagen Eskalationsstufe zwei, Autofahrer werden tatsächlich heraus gewunken und abkassiert. Acht Polizisten stehen seit sieben Uhr morgens an der Warschauer Brücke und nehmen jedes passierende Auto in Augenschein. Mit der heiß geliebten Ente durch die Innenstadt zu kurven, wird mit 40 Euro Bußgeld geahndet.

Was aber wird geschehen, wenn auch diese Maßnahme abgewirtschaftet ist und die Ordnungshüter dazu übergehen, Fahrzeuge ohne Plakette auch direkt an Ort und Stelle still zu legen? In vielen Straßen gewinnt man den Eindruck, der halbe Kiez sei noch ohne Feinstaubplakette unterwegs. Berlin hätte nicht genug Abschleppdienste, um die erwischten Karren aus dem Innenstadtring zu entfernen. Vielleicht kommt der Senat auch auf die Idee, die Umweltzone mit Parkkrallen durchzusetzen, wie zum Beispiel in Amsterdam. Wer allerdings am Samstag morgen um sieben Uhr in der Innenstadt unterwes ist, hat wahrscheinlich vorgesorgt. Die Besitzer der Kiezgurken und Stinker schlafen noch.

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11 Kommentare zu “Die Retter der Umweltzone greifen durch”



  • Kontrolle ist gut. Sonst wäre es ja tatsächlich wie bei den Hundemarken.

    Von mir aus können die “Härtefälle” sich ja weigern eine Plakette zu kaufen. Aus welchen Gründen auch immer.

    Nach 18 Mal erwischen also (theoretisch) 18 Punkten sind sie schlauer. Und der Führerschein ist weg.
    Dann droht MPU und das wird dann richtig teuer. Nicht nur lausige 5,- Euro.

    Dann fragt auch diese Person nicht mehr nach Sinn und Zweck dieser Zone sonder hat andere Probleme.


  • Genau, Rudi, man fragt besser gar nicht erst nach dem Sinn der Zone.


  • …und mit dem heiß geliebten Cayenne durch die Innenstadt zu kurven, wird Schokoladenglückskäfern von der Deutschen “Umwelt”hilfe belohnt.


  • …MIT Schokoladenglückskäfern…


  • @Spruance+Entenfahrer,

    Übrigens die einzige (!) Alternative zu dem derzeitigen Modell wäre, wie in anderen Ländern bereits praktiziert wird, eine Innenstadtmaut. Dort wird jeder (!) anfallende Kilometer abgerechnet.

    Klar, dann können auch die alten Autos wieder rein aber zahlen müssen dann alle mehr. Je nach Fahrleistung viel, viel mehr.

    Schaut euch mal auf den Onlineseiten von z.B. Stockholm oder London mal an was Ihr dort zahlen müsstet.

    Mit den lächerlichen 5,- Euro für unbegrenztes Fahren hat sich Deutschland schön an der Begrenzung des Autoverkehrs vorbeigemogelt.

    Ist halt ein Autoland.


  • Das gleiche gilt übrigens für eine ordentliche Parkraumbewirtschaftung in Berlin + Restdeutschland. Theoretisch ist Parken in Deutschland viel zu billig. Wenn Ihr schon dabei seid könnt Ihr ja mal schauen wie das andere Länder so machen und warum 5,- Euro für 30min eigentlich günstig sind. Aber das ist glaube ich ein anderes Thema.


  • Sicher wäre die Innenstadtmaut eine bessere Alternative als das möglichst harte Sanktionieren möglichst weniger damit möglichst viele möglichst unbehelligt weiter fahren dürfen.
    Die Frage ist doch nur, ob man etwas für Umwelt und Gesundheit – oder eben doch nur für das Gewissen tun möchte.

    Der in Deutschland gewählte Weg der Gewissenserleichterung ärgert zwangsläufig diejenigen sehr, die zu den “möglichst wenigen” gehören und somit als einzige nicht nur mit 5 “Umwelt”euro belastet, sondern von den Straßen verbannt werden.


  • Wie können erwachsene Menschen so dermaßen dumm sein? Könnt Ihr mir das sagen?

    Da haben Politiker, Polizei & Ordnungsamt zum Kampf gegen “Plakettensünder” geblasen, wiederholen gebetsmühlenartig, dass 40 € Bußgeld & ein Punkt in Flensburg drohen sollen, dabei fehlen jegliche gesetzlichen Grundlagen, um die Strafen auch verhängen zu können. Es steht nirgendwo im Gesetz, dass die die das Umweltzonenschild (Verkehrszeichen 270.1) missachten, die Geldstrafe & den Punkt kriegen könnten. Vor allem frage ich mich, warum das Ordnungsamt Strafzettel an ordentlich parkende Fahrzeuge ohne Plakette verteilt, wenn es keine Strafen geben kann, wo doch selbst Parkverstöße für den Halter bei Nichtbeachtung nach § 25a StVG eingestellt werden? Auch bei Verkehrskontrollen der Polizei, wenn die Fahrer (ohne Plaketten) eindeutig ermittelt werden, kann es keine Strafen geben, weil die Strafandrohung im Gesetz fehlt.

    Da hilft es auch nichts, wenn sich Ordnungsamtsmitarbeiter mit Schlagstock & Reizgas bewaffnen. Dummheit tut so weh!


  • Anstatt Umweltzonen einzurichten, hätte man lieber schon vor 30 Jahren die Autoindustrie dazu veranlasst, umweltreundliche Autos zu bauen.
    Jeder kann nur das kaufen, was angeboten wird!
    Niemand kann verlangen, dass sich jeder alle 2 Jahre ein neues Auto kauft!
    Nachträglich genau die Leute abzuzocken, die am wenigsten haben, ist ja wieder typisch für diesen extrem kapitalistisch ausgerichteten Staat!!!


  • Wie im anderen Tread schon mal erwähnt ist die Umweltzone keine Berliner oder deutsche Erfindung sondern Europaweit gültig und im allgemeinen sollten alle Autos diese Emissionswerte erreichen. Ich finde schon die Ausnahmen für Oldtimer in Berlin sehr grenzwertig.

    In anderen Städten ist das nur anders geregelt bzw. heißt anders.
    Fahren Sie mal nach London oder Stockholm. Da gibts eine Innenstadt-Maut. Da kommen zwar alle rein aber das kostet richtiges Geld für jeden gefahrenen KM und nicht das “Kleingeld” für einige Jahre wie wir in Berlin. Die legen auch gleich das Auto still wenn man “vergisst” was zu zahlen oder kein Geld hat.

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  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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