Wir bloggen Berlin – Blog News Bezirke

20.000 Meilen unter der Mitte Berlins

“Wo ist Käpt’n Nemo?” stand lange Zeit an der Fassade des Tacheles in der Oranienburger Straße. Jules Vernes’ Romanfigur Nemo brach mit der Welt und zog sich auf ein geheimnisvolles Unterseeboot zurück. In den vergangenen 20 Jahren war das Kunsthaus Tacheles ein Ort, an dem anarchisch und bunt geträumt wurde. In Bildern, Skulpturen, auf Ausstellungen und Partys. Jetzt werden die Künstler schmerzlich daran erinnert, dass ihre Ateliers eben doch nicht 20.000 Meilen unter dem Meer verortet sind, sondern mitten in Berlin. Umgeben von Hotels, Bürobauten und Geschäften. Jeder Quadratmeter hat seine Währung.

Die Zwangsversteigerung der alten Kaufhausruine betreibt ausgerechnet die HSH Nordbank, eine Bank, die von Steuerzahlern mit Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch gerettet wurde. Der Trägerverein, der anstatt 50 Cent Jahresmiete rückwirkend mehr als 100.000 Euro zahlen soll, ist nun pleite.

Das Tacheles ist einer der wenigen Orte in Mitte, die Menschen noch staunen lässt, wenn sie zum ersten Mal in diese Gegend kommen. Staunen darüber, dass so etwas heute noch existiert. Denn was da unter den Hammer kommt, ist auch einer der letzten Reste des Berlins der 1990er Jahre. Ein Fleck, der Mitte interessant macht, finde ich.

Was denkt ihr darüber? Stimmt ab oder schreibt einen Kommentar unter diesen Artikel!

Fotos vom Tacheles
Artikelfoto von Christian Hetey

Soll das Tacheles bleiben?

Ergebnis ansehen

Loading ... Loading ...

Auch lesenswert:

111 Kommentare zu “20.000 Meilen unter der Mitte Berlins”



  • ..natürlich sollte & muss das Tacheles bleiben,zumal die (obwohl es nicht so erscheint & dies auch beabsichtigt ist) komplette Fassade so 2002 neu saniert wurde und alle Fenster durch Schallschutzfenster ersetzt wurden.Dies ist eine Investition in die Zukunft des Tacheles gewesen & eine Veräußerlichung durch Dritte finde ich somit sehr bedenklich.


    • Schallschutzfenster? Da gäbe es aber etwas mehr zu tun, um unter Beibehaltung des Gebäudes in seinem Charakter etwas aus dem scheußlichen Schmuddelambiente herauszukommen. Dieser Hässlichkeit wegen kommen wohl die wenigsten nach Berlin…
      Es gibt immer noch einen guten Mittelweg zwischen verwahrlostem Altbau und glatter Moderne,- daran sollte gearbeitet werden.


      • Was stört Dich denn so an dem Haus? Viele Menschen, gerade jüngere Touristen, bevölkern es zu jeder Tageszeit und bringen freudiges Leben in eine Straße, die ansonsten vergleichsweise öde wäre. Das zeigt doch, daß es richtig und wichtig ist, solche Häuser zu haben. Du brauchst es ja nicht zu betreten. Ich tu das übrigens auch nicht.


      • da kann ich dir nur wiedersprechen, gerade dieses alternative Schmuddelambiente hat mich so wie zahlreiche andere Berlintouristen schon viele male in das Tacheles gezogen. Gerade so wie es jetzt ist hat das Tacheles es in Reiseführer bis in England gschafft. Das diese Fassade abschreckt kann ich als Tourist also nicht bestätigen.


    • Saniert? Das Haus ist eine reine Bruchbude. Der Keller steht unter Wasser, aggresive Ratten laufen auf dem Gelände, in den einzelnen Räumen und im Treppenhaus. Meiner Meinung nach kann das Tacheles dicht machen. Denn ein echtes, vorzeigbares Kunsthaus ist es nun lange schon nicht mehr. Dort regiert auch nur noch das Geld. Schade natürlich für sämmtliche Drogendealer, Konsumenten und verirrte Seelen die ihre geliebte Anlaufstelle verliehren würden.(bwhahaha)

      Was auch immer jetzt mit Tacheles passiert… aber unter dem Schirm als “Kunsthaus- Kulturgut” brauch sich Tacheles nun wirklich nicht verstecken. Mein Vorschlag: Alle raus da und neue Besitzer rein, die Ihre Sache im Punkto Kunst und Kultur wirklich begreifen und dieses hier in Berlin auch unterstützen!

      Hochachtungsvoll
      Eine Berlinerin :)


      • hochmut, polemik und ahnungslosigkeit. eine schlechte mischung.
        setzen sechs.


      • argumente ausgehen? kind du hast doch mit inteligenz angefangen, nun heul doch nicht weil man dich mit deinen waffen zurückschlägt. kauf dir morgen wieder deine bild-zeitung und schleim weiter. ” oh lieber tacheles e.v., ich hoffe euch gibt es noch im nächsten leben, ach und kunst ja toll und die bösen bösen drogenvertreiber, die mit dem uringestank”


        • Nagut, dann anders…also wir Kinder unter uns…kack doch jetzt bitte nicht auf der Bild Zeitung rum, ja. Millionen Lesern gefällt es. Sonst schweifen wir gleich in die Geschichte vom Axel-Springer ab und das hat ja nun echt nichts mit Tacheles zu tun.

          Ich habe mit der Intelligenz- Frage angefangen? höhöhö…
          also ich beurteile diese zumindest nicht an der Rechtschreibung. Und..klar bin ich parteiisch. Wenn ich mich irgendwo irre, dann lasse ich mich auch mal gerne durch konstruktive Argumente von anderen Meinungen überzeugen. Aber ich sehe gerade wirklich nichts in dem was du schriebst, was mich von meiner Meinung abbringen sollte.


          • naja, die kluft noch größer machen geht wohl kaum noch. es ist wie gesagt nicht schwarz und weiss. die dort arbeitenden künstler stehen auch noch einmal für sich allein und sollten und wollen vieleicht gar nicht in den streit mit hinein gezogen werden. denen geht es hauptsächlich um die schaffung von kunst. klar haben sie eine meinung und sind vom wohlwollen des jeweiligen schriftführers abhängig, was eine nicht-parteinahme schon mal schwierig macht. du hast einen post abgeliefert, der vom host zensiert werden mußte und du hast eine seite der medaille beleuchtet. mir sind die probleme die du beschreibst bestens bekannt aber die sind nicht das ergebnis von schlechter politik seitens café und kino, obwohl das gerne so dargestellt wird. wenn du dir eine security zulegst um deine gäste zu schützen und diese security sich dann als faules ei entpuppt, shit happens. weiter machen, neu machen. die vertreter des vereins hier, wollen gern das es so aussieht als stünde der buhmann fest. von schlechtem kulturmanagement will keiner reden. auch nicht davon dass es mal so angefangen hat, dass ein unrechtmäßiger vorstand, sich nicht mehr abwählen lassen wollte und ich in einer mitgliederversammlung saß, in der die eine seite nichts mehr zu sagen hatte, die eine sich nicht traute, weil sie drinn´ bleiben wollte und die andere plötzlich den schwippschwager vom beleuchter zum mitglied machte um mehr stimmen zu haben. eine echte farce. das café team hat gesagt. an diesen vorstand zahlen wir keine miete und das geld kommt auf ein sperrkonto. viele sind des streits wegen gegangen und das tacheles war schon oft abgesagt, hochglanzbroschüren mit immer wieder gleichen (guten und besseren) künstlern und deren werkschauen werden an karteileichen versandt. ist es die schuld von nicht-miete-zahlenden-cafébetreibern, dass die bildhauerin hy..-ju. ausziehen musste? ich weiss es wirklich nicht!ich bin fast wieder ein aussenstehender und eigentlich ein kind der freifläche und eines utopischen theaters, welches davonflog. an nebeligen tagen kannst du es manchmal sehen…..

            alexander w. boese
            berlinbadbrother
            ex r-volk


      • Eine Berlinerin?…….Du hast nicht im Ansatz begriffen was das Tacheles war, ist und weiter sein soll.
        Vermutlich weißt Du nichts über die Geschichte des Tacheles und vor allem nichts aber auch gar nichts über die wirkenden Menschen dort. Die Ratten sind unter anderem durch das Nachbargelände und dessen Müll schwer in griff zu bekommen. Du bist auch nur von vielen oberflächigen Nichtwissenden. Herzlichen Glückwunsch. Ich hoffe Du findest bald ein anderes Thema an dem Du Dich ergötzen kannst.
        Eine wirkliche Berlinerin


        • Tolle Sache dacono, einfach und fix geregelt.
          Wer Berlinerin ist, bestimmt nach Ihrer schlichten Vorstellung allein die Berlinerin, die sich pro Tacheles verhält.

          Gilt solches auch für Berliner oder dürfen die dann, wie z.B. ich, kritisch sein?

          Doch was bin ich froh, dass die Berlinerin docano in dieser Stadt wie über diese Stadt, absolut nichts zu entscheiden hat.

          Darum ein kleiner, aufhellender Hinweis für Madamè docano: Braune oder rot gefärbte Diktatoren, die diese Geisteshaltung einst vertraten, ja sogar zur Blüte brachten, sind inzwischen out. Und siehe da: Die Erde ist neuerdings auch keine Scheibe mehr. Googeln Sie das mal, Sie werden staunen was sich auf dem Gebiet so alles getan hat.


  • das es bleiben soll? KEINE FRAGE!! KLAR! wir brauchen kein neues hotel, gewerberäume, wohnhaus…etc. denn in die richtung würde ein verkauf gehen. das tacheles war und ist ein wichtiger teil in diesem kiez/stadt, das macht berlin zu dem, weswegen viele kommen (und bleiben), wenn es solche orte bald nicht mehr gibt, dann wird diese stadt eine von vielen, eben durchschnitt. dann können sie alle kommen, aber dann gibt es nichts mehr zu sehen…


  • Ich betreibe ziemlich intensiv Couchsurfing und alle meine Besucher haben bis jetzt das Tacheles gesehen bzw. davon berichtet. Gerade für den Tourismus ist es doch einer der Anziehungspunkte in Berlin.


  • Verstehe die Aufregung nicht.

    Wenn die tatsächlich schon 4 oder 5 Mal pleite gegangen sind/waren stimmt was mit dem Personal oder dem Konzept nicht.

    Man sagt jeder hat eine zweite Chance verdient. Die hatten jetzt 4 oder 5 Chancen. Das muss ja wohl reichen.

    Wenn die für Touris soo begehrt und beliebt sind verstehe ich nicht das sich das nicht rechnet. Eintritt zu niedrig? Künstler zu schlecht?

    Auch wenn das vielleicht ein Verlust für diese inzwischen teure Ecke ist (was ich nicht glaube) sollte jetzt mal diese Ruine/Künstlerhaus verbessert werden oder verschwinden.
    So kann es ja auch nicht weiter gehen.


    • wenn man ihrer argumentation folgt, würde es viele gebäude/kunstwerke gar nicht geben.
      gerade die kunst darf nicht dem kommerz folgen (auch wenn diese these sicher nicht von jedem geteilt wird).
      einen van gogh hätte es dann nämlich nicht gegeben. ein schloss neuschwanstein ebenfalls nicht.
      kunst muss man sich leisten.
      ein kunsthaus ebenfalls.

      was wäre denn die alternatve? ein weiterer bürokasten in glasfensterlook á la db?
      ach was. da haben wir genug von.
      am besten unter denkmalschutz stellen und erst einmal weitermachen lassen.
      die nachfolgenden generationen werden es uns danken.


      • Also casparcash,

        wenn wiederum ich Ihrer Argumentation folge, möchten Sie den Erfolg eines Van Gogh`s und des Kitschlosses Neuschwanstein, mit einer eventuell noch kommenden Erfolgsgeschichte des Tacheles begründen.
        Bei Van Gogh ist`s erreicht, seine Werke sind so erfolgreich wie begehrt. Neuschwanstein ebenfalls, allerdings nur als Touristenmagnet mit Disneylandflair und Kienibonus. Sicher, Handwerskunst steckt da drin, doch keinesfalls Stil.
        Die Werke Van Gogh`s erhielten ihre wahre Bewertung erst nach dessen Ableben. Das allerdings auch ohne die annähern gebührenfreie Unterstützung durch ein Tacheles, hätte es ähnliches damals für ihn gegeben.
        Sie wollen Denkmalsschutz und weiter so. Für den Wunsch hab ich ja Verständnis, doch da wär noch der Knackpunkt, wer soll das bezahlen.
        Nach Ihrer Prämisse, könnte dann ja jeder Handwerksbetrieb etc., der auf irgendeine Art kreativ mit der Produktion von Kunst beschäftigt ist, Ansprüche an die Gesellschaft richten, um damit von der Allgemeinheit seine Arbeiten, incl. seines Lebensunterhaltes, subventionieren zu lassen.
        Mir ist bekannt, dass Subventionen im Kunstbetrieb zum goßen Teil wichtig und richtig sind, eine Inflation dieses Vorgehens nach belieben, wäre jedoch falsch und dem Steuerzahler heute nicht mehr zu vermitteln.
        Für den Fall das ein reicher Mäzen sich des Tacheles annimmt, prima, auch mir würd`s gefallen.


    • Das Tachles ist noch nie pleite gegangen ! Dein Missverständniss bezüglich “Pleite” und “Räumungsandrohungen” spricht für sich.
      Tachles hat schon die erste Chance sehr gut genützt, hat 20 Jahre lang der zeitgenössichen Kunst gedient ohne dem Staatssäckel Löcher zu reissen. Und vor allem den städtebaulichen Wahnsinn in dieser Stadt konstruktiv begleitet bzw. soweit wie möglich versucht diesen abzumildern. Der billige Rigips-Luxus eines Jagdfeld Clans (Adlon etc…) verkauft sich eben nicht wirklich am “freien Markt”, insofern, STIMMT – Jagdfeld hat keine 4 und 5te Chance verdient, endlich mal ermitteln gegen diesen Betrüger. Tachles sollte sich weiterentwickeln können und nicht von einem erfolglosen Investor und seiner Pleitebank ruiniet werden. Bei 400 000 BesucherInnen jährlich steht, rein betriebswitschaftlich gesehen, die kreative Mitte Berlins auf dem Spiel. Nicht mehr aber auch nicht weniger…….


      • Wenn`s so ist “privatisierung ist böse” , dass das Tacheles noch nie Pleite oder zahlungsunfähig war, warum gibts hier überhaupt eine Diskusion über Weiterbestand oder nicht?
        Nach Ihrer Lesart wär doch dann alles in Butter.


        • Tacheles hat Eigeninsolvenz angemeldet (Insolvenz ist ein Versuch, ein Unternehmen zu retten und keine Pleite !), weil die HSH Nordbank eine überzogene Miete eingeklagt hat, und wenn ich die Presse dazu richtig verstanden habe, ist dies das erste Mal beim Kunsthaus. Also treibt die HSH Nordbank die Künstler in Insolvenz und hofft so leichter räumen zu können. Derlei Praktiken haben uns die Finanzkrise beschert, und dies läuft folgendermaßen: Ein “Wolkenkuckucksheim” Investor führt öffentliche Hand und Banken hinters Licht, geht trotzdem pleite und setzt mit dem Großkreditausfall die Bank unter Druck die dann im Interesse des “Investors” handelt. Etwaige Ausfälle (und die sind immer gegeben..) zahlt dann der Steuerzahler (also auch Sie..!) über Verlustabschreibungen oder direkt über “Rettungsschirme”. So läuft das und am Tacheles wird dies transparent…..insofern ist mit Tacheles tatsächlich alles in Ordnung – mit der HSH Nordbank, dem Jagdfeld/Fundus Clan und der Praxis von Politikern scheint allerdings viel im Argen zu liegen……darum unterhalten wir uns hier…..


  • Na ich will mal sehen, wie das Stadtbild nach XYZ aussehen würde. Aber dieses Thema würde wieder im Aufwertungsblabla enden…


    • Antwort auf “privatisierung ist böse” Beitrag erfolgt hier, da bei dem der – Antworten – Link fehlt.

      Nanu privatisierung ist böse, wollten Sie etwa den Mechanismus von Insolvenzen, mit Verdrängen erklären?
      Also, nach Ihren Kenntnissen wäre eine Eigeninsolvenz keine Zahlungsunfähigkeit, so so. Na dann, sind Sie sicher in der Lage, mir den Widerspruch aufzubröseln.
      Ob die Mietforderung der HSH Nordbank überzogen ist, können allerdings weder Sie noch ich beurteilen, das regelt der Mietmarkt auch bei Gewerbeimmobilien. Eins jedoch ist sicher, werden Mietforderungen nicht beglichen, erfolgt in der Regel eine Kündigungsklage.
      Darüber hinaus, liegt`s nicht in meinem Interesse eine HSH Bank oder einen Jagdfeld/Fundus Clan zu verteidigen, die sind mir schlicht gesagt schnuppe.
      Glauben Sie im Übrigen wirklich daran, dass an der Tacheles Problematik die Finanzkrise schuld wäre? Ich erinnere, dass bereits lange vor dem Auftritt dieser Krise, die Tacheles Krise begann.

      • privatisierug ist böse


        Ich habe nirgends geschrieben, Eigeninsolvenz wäre keine Zahlungsunfähigkeit ! Verdrängen, tun wir alle – dauernd, insofern muss ich auch noch feststellen, dass nirgends steht die “Finanzkrise wäre Schuld”. Ich versuchte Ihnen lediglich die aktuelle Entwicklung, (aktuell steht hier für die Vorgänge rund um die Grundstücke auf dem auch das Tacheles steht seit 20 Jahren) kurz darzustellen.

        Finanzkrise halte ich ja für einen Etikettenschwindel aber dies wäre ein andere Diskussion.

        Tacheles ist jetzt zumindest Teil der “gefühlten Finanzkrise”. Die Bank war ja nicht stark genug, die im vergangen Jahr da wegzumachen, oder ne Versteigerung durchzuziehen. Das Großprojekt ist fulminant gescheitert-es gab keine Interessenten für die Luxusflächen. Es gibt eine öffentliche Diskussion, an der Sie sich ja auch, dankeswerterweise, rege beteiligen und die Politiker sind am Zug. Was kann ein Gesamtkunstwerk wie das Tacheles – an dem, laut Selbstdarstellung, tausende Künstler durch 20 Jahre beteiligt waren, mehr erreichen ? Das ist doch die Kunst – die bewegt, anrührt, in den Betrachtern etwas auslöst – insofern Mission erfüllt …


  • Das Tacheles ist schon lange politisch und kreativ tot. Ist halt alles schän bunt für Touries und Pubcrawler – aber Totgesagte leben länger, in diesem Sinne: Lang lebe das Tacheles!


  • Ich gehe jeden Tag da vorbei, weil ich um die Ecke wohne und wundere mich über die Leute , die diese Ansamlung von Dreck und einfallslosen Schrottskulpturen als Kunstrefugium bezeichnen, weswegen angeblich auch noch Touristen in die Stadt kommen sollen. Auch ohne das Tacheles ist die Oranienburger Strasse keinesfalls öde , sondern eine der lebendigsten Straßen Berlins und ein Ort zum Verweilen ist diese urinstinkende Höhle jedenfalls nicht.


    • “ihr steht nur dabei und fühlt euch völlig unbeteiligt…” nosliw

      der x-te beitrag der ratten und siff thematisiert, langweilig!
      schrottskulpturen? wer hat den da nicht aufgepasst? wenn du nur vor der tür stehen bleibst, bilde dir bitte kein urteil über das was dahinter passiert! in über 40 Ateliers wird Kunst gefertigt, klopf doch mal an die tür! geh auf den hof und schau dir die metall-künstler und maler an, wovon einig im who is who von deutschland stehen.
      die neoliberalen zum teil chauvinistischen ansichten einiger hier und in anderen foren, sind ein armutszeugnis der wahrnehmung. aber vielleicht ist die kleine vorstadtseele auch einfach überfordert und prallt schon an der fassade ab.
      der horizont ist eben manchmal nur der abstand zwischen kopf und brett!


  • …eine ziemliche doofe Abstimmung, mit Verlaub. Seit wann kann man per Abstimmung über fremdes Eigentum disponieren?
    Wenn es wenigstens über etwas erhaltenswertes ginge. Das sogenannte ‘Künstlerhaus’ ist total versifft und marode, die dort noch übriggebliebenen Künstler produzieren etwas als ‘Kunst’ was keinen wirklich kunstinteressierten noch hinterm Ofen hervorlockt.
    Es eignet sich bestenfalls noch als Pseudoattraktion für Halbwüchsige, die sich den Berlin-Schauer nicht entgehen lassen wollen.
    Dabei werden sie dann auch noch gastronomisch abgezockt.
    Und dafür soll eine pleite Stadt, soll die Allgemeinheit Millionen aufbringen? Wer soll es denn sonst bezahlen?


    • Gastronomisch abgezockt? Wo denn?
      Also gerade das Café Zapata stellt für mich in dieser Gegend fast die einzige brauchbare Möglichkeit dar, günstig gut etwas zu trinken. Gerade der besondere Flair des Tacheles, dieses marode, schmuddelige und nicht tote Ambiente macht es so spannend.

      Ohne Tacheles ist diese Ecke vollends den Großbauten ausgeliefert.


  • wichtig finde ich das die Dealer da raus kommen, die stören mit ihrem aggressiven Verhalten doch schon sehr, daß verdirbt die kreative Atmosphäre! Alles Andere sollte bleiben.


  • Ich hoffe, das Tacheles kann bleiben. Wenn diese Ecke auch noch so superschick gemacht wird, dann hat die ganze Gegend kein Herz mehr. Es ist ein schöner Ort, um im Sommer hinten im Innenhof zu feiern und man lernt dort locker Leute kennen. Es wäre schade drum.

    Aber so wie es läuft (gar keine Miete zahlen) geht es ja auch nicht. So ein bisschen was könnte müsste man wohl auch dran sanieren, sonst fällt den Künstlern und Besuchern sowieso bald die Decke auf den Kopf… es wird kompliziert. Aber bestimmt schöner als noch ein Bürohaus, während weiter unten in der Friedrichstraße die Büros leerstehen.


  • Wer macht dennn hier im sogenannten Kunsthaus zur Zeit den Reibach ? Erstens die Kneipenbetreiber , die dieselben Preise haben wie die Barbetreiber auf der anderen Straßenseite und natürlich fröhlich Touristen und Pubcrawler abzocken mit dem Unterschied , daß sie keine Miete zahlen und zweitens die an jeder Ecke rumlauernden Drogendealer, die wirklich die ersten sind , die man beim fröhlichen Feiern an lauschigen Sommerabenden kennenlernt; da sind mir fast die Herren von der HSH Nordbank sympathischer….


    • “wer nicht denkt – fliegt raus” j. b.

      wo haben wir uns denn diese meinung zusammen gezimmert? das tacheles war 1990 der einzige ort dieser straße, der etwas zu bieten hatte und es hat diese straße zu dem gemacht was sie heute ist. bei meiner arbeit damals auf dem skulpturenhof traf ich zwei anzugmenschen, die mir auf meine frage, nach ihren beweggründen sagten, sie seien aus östereich gekommen um dort genau so einen ort “inoffiziell” entstehen zu lassen. tacheles war und ist evtl. immer noch unter den top ten, der meistbesuchtesten orte in deutschland.
      sicherlich zieht ein “freier” ort wie dieser, gute wie schlechte menschen an und sicher ist das tacheles in sich zerstritten aber von aussen kannst du dir keine halbwegs objektive meinung darüber bilden. wenn du auch an eine “reele utopie” glaubst, geh hin und verändere was. wenn du weiter im warmen sprüche klopfen willst, bitte.
      wenn man keine ahnung hat – einfach mal die fresse halten!


  • Ich wär für ein Einkaufszentrum anstatt des Tacheles. Mit Saturn UND Media Markt und mindestens H&M und Schlecker. Wir werdens schon schaffen, dass Berlin so aussieht wie die Fussgängerzone von Gütersloh…..


    • AUF JEDEN FALL!! Bitte auch noch dazu die Innendeko aus dem Schloss in Steglitz und die Außenfassade des Alexa. Daneben eine Dienststelle des Ordnungsamts. DANN WIRD ES SCHÖN IN DER STADT!


  • Diese ganze Anlage dort einschließlich Parkplatz, diesen “Lokalen” im Hinterhof, dem Gestank nach Urin, Dreck und Co sind ein Schandmal im Herzen der Stadt.

    Da gehört kräftigst aufgeräumt.

    JS


    • Absolute Ansichtssache, JS! Es gibt Menschen, die so einen Ort als kulturell schätzen. Als ich das erste mal dort war, war ich unfassbar begeistert, dass so ein Ort mitten in Berlin existieren kann. Wer will schon ein Düsseldorf…


      • Klar Mark Stone, Ansichtssache, wie wahr.

        Also, Sie zeigen ja gewissermaßen den Weg. Nämlich den, wo die Menschen die das Tacheles kulturell schätzen, gemeinsam mit den dort arbeitenden, die Finanzierung und damit den Erhalt des Tacheles sicherstellen.
        Bleibt die nicht unwichtige Frage offen, warum von den Menschen die das Tacheles nicht schätzen, erwartet wird es ebenfalls finanziell zu unterstützen und mitzutragen?
        Ich kann mir im Gegenzug nur schwer vorstellen verehrter Mark Stone, dass Sie z.B. den Nachbau des Berliner Stadtschlosses unterstützen werden, selbstverständlich nur für den Fall, dass Sie an dessen Errichtung keinerlei Interesse zeigen.
        Randbemerkung: Ihre Einstellung zum Stadtschloß ist mir nicht bekannt, es dient hier lediglich als Beispiel.
        Ich wünsche allen, trotz aktuell, grauer Aussicht, ein schönes Wochenende.

        • privatisierug ist böse


          Ihre Argumente zur Finanzierung sind erstmal nicht von der Hand zu weisen, ja – warum sollten die, denen das Tacheles nicht gefällt dafür zahlen. Keine Panik, dies ließe sich durchrechnen.

          Abgesehen davon, daß das Kunsthaus seit 8 jahren keine öffentliche Förderung beantragt hat, weil gerade eben in Berlin die Kasse leer ist und die “Probleme” des Hauses einer Förderung nicht förderlich waren.
          Zu Besuchermagnet und so muss ich ja nicht weiter ausführen sie kennen die Zahlen aus der Presse, das mit den “dutzende Millionen für Berlin” ist frech aber nicht von der Hand zu weisen, Kunst hin Uringestank bzw. Künstlergezank her. Man könnte noch frecher argumentieren, “Tacheles hat ja auch den Großinvestor angelockt”, der hats dann aber nicht auf die Reihe gekriegt und jetzt müssen kleinere Brötchen überlegt werden. Wenn es nicht gewollt ist, dass die Brache auf, Jahre wenn nicht Jahrzehnte, festgeschrieben wird.

          Wenn ich das Schreiben der Schleswig Hollsteiner Grünen als Antwort auf den offenen Brief an Carstensen richtig verstehe, dann ist da von Erbpacht die Rede.

          Also folgende Überlegung: HSH gibt Grund und Haus für Jahre X in Erbpacht in eine Tacheles Stiftung (Kosten: für HH, Kiel und Berlin letztlich 0 Euro-denn Grund und Haus bleiben bei HSH sind also nur über ein paar Jahrzehnte geparkt) Lotto und Hauptstadtkulturfond zahlen ein paar Hunderttausend für Sicherung, Reinigung, Kulturprogramm ….. Stiftungsrat aus Vertretern der Künstler, Wirtschaft, Berlin Senat und Wissenschaftsbetrieb stellt die inhaltlichen Weichen.

          Und schon müssen Sie nicht um Ihre Steuern fürchten.

          Aber

          Ich hoffe es ist Ihnen klar welcher Geist Ihrer Argumentation innewohnt. Ein sattsam bekannter deutscher (Retro)Philosoph vertritt (sehr verkürzt dargestellt) die Ansicht: Spenden statt Steuern – hm – zum Ersten diese “Idee” liegt hinter uns 18/19 Jhdt.. Zum Zweiten, stellen Sie sich vor, “das (Konsum)Volk” holt den schlichten Mann bei seinem Einfall ab und sieht dies mit der Mehrwertssteuer auch so – Autsch – .


          • Verehrte/r “privatisierung ist böse”,

            gleich vorweg, ich fürchte mich nicht um meine Steuern, da ich ja schließlich auch keine einnehme und folglich keine besitze. Andererseits erhält auch keine/r welche von mir. Es sei denn ich geh was einkaufen etc. oder fahr z.B. mein Auto durch Deutschland.
            Und, wiederum ein Zeichen für Sie: Ich persönlich hätte nichts dagegen einzuwenden, falls Ihren Überlegungen, zur Wiederbelebung des Tacheles, gefolgt würde. Also, doch wieder alles in Butter.
            Zum Abschluss meiner Zeilen komme ich gern noch auf den letzten Absatz Ihres Beitrages zurück. Den mit dem “sattsam, bekannten, deutschem Retrophilosophen”.
            Dessen Inhalt, wie auch sein tieferer Sinn, blieben mir bedauerlicherweise verschlossen. Ein Entschüsselungscode hierfür, wär daher hilfreich. Danke und einen schönen Sonntag im Schnee, für Sie und………………?


          • Also, der schlichte Mann mit seiner niederländischen Namensanmutung, falls Sie den meinten, sah das nicht derart wie von Ihnen Interprätiert.


  • Ich besuchte vor einigen Wochen dieses Kunsthaus. Überall stinkt es nach Urin und überall konnte ich Unrat sehen. Ein perfekter Ort für die Ratten.
    Ekelhaft und widerlich. Gäbe es kein Gestank und so viel Müll, dann würde ich selbstverständlich meine Meinung überdenken.


    • wenn ich in ein anderes land reise, dann suche ich diese orte, orte denen der glanz fehlt und die doch strahlen, die pochen und das doch nicht wollen müssen
      dreckige orte wie die sogenannte altstadt von hurghada, einem ort den es eigentl. nicht gibt und der doch imstande ist, mit seinem tourismus eine sagenhafte korallenwelt zu zerstören. es werden gerade genauso viele häuser gebaut wie häuser stehen. seit 35 jahren besetzt, besetzt und betrieben von menschen die woanders keine perspektive sahen, keine chance zu überleben.

      tacheles war so ein ort. besetzt von menschen die sich in einem system nicht wirklich wieder gefunden haben, die an etwas geglaubt haben, fernab vom frommen glauben, jemand anderes würde ihnen diese welt erklären.

      rdm


  • mitte is da lang!!!


  • Das Kunsthaus Tacheles hat jetzt das irre Glück, die Finanzpolitik im Allgemeinen zu thematisieren- Kunst hin Uringestank her, die Frage um das Tacheles ist die Frage nach Privatisierung, neoliberaler Wirtschaftspraxis und die Ohnmacht der Politik. Das Tacheles tut was eigentlich “gewählte” Volksvertreter tun müssten. Sie arbeiten für das Gemeinwesen und machen sich um verschwendete Steuermilliarden Sorgen……anbei der offene Brief der “Tachlesen” (ps: Tachles klingt besser als Tacheles vor allem historisch betrachtet…)

    OFFENER BRIEF

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ole von Beust,

    die HSH Nordbank will die kreative Mitte Berlins zerstören.

    Wir, der Tacheles e.V., wenden uns mit der Forderung an Sie,
    die Räumung des Kunsthauses Tacheles in Berlin Mitte zu verhindern. Das weltbekannte Kunsthaus, Produktions- und Präsentationsort für tausende KünstlerInnen aus aller Welt,
    soll durch Ihr Geldinstitut geschlossen werden.

    Zu den Hintergründen:
    Wie schon im Schreiben vom 23.7.09 mitgeteilt, steht der Eigentümer (Anno August Jagdfelds Fundus-Gruppe) des gesamten Areals, in dem auch das Kunsthaus Tacheles angesiedelt ist, auf Betreiben der Gläubigerin HSH Nordbank unter Zwangsverwaltung. Es handelt sich um 16 Einzelgrund-stücke mit einer Gesamtfläche von ca. 24 000 m², das Tacheles Grundstück hat lediglich eine Fläche von ca. 1250 m² .

    Die diesbezüglichen Aussagen der HSH Nordbank sind falsch, es handelt sich nicht um ein Grundstück, das zur Versteigerung steht, sondern um 16 Teilstücke, die laut Gerichtsbeschluss einzeln versteigert werden.

    Die Zwangsverwaltung hat dem Tacheles immer wieder einen Vertrag in Aussicht gestellt, diese Zusagen aber nicht eingehalten, gleichzeitig wurde auf Räumung geklagt. Nunmehr versucht der Zwangsverwalter das Kunsthaus räumen zu lassen. Die Schließung des Tacheles mit seinen 400 000 BesucherInnen jährlich käme der Zerstörung der kreativen Mitte Berlins gleich.

    Volks- und betriebswirtschaftlich ist das Ende des Tacheles nicht nachvollziehbar. Eine hoch subventionierte Landesbank zerstört einen, seit vielen Jahren nicht mit Steuermitteln geförderten, gemeinnützigen Verein, zugunsten eines nicht bekannten bzw. laut Aussage Ihrer Bank, noch gar nicht existenten privaten Investors. Dieser “Noch-Nichtinvestor” (?) will laut HSH Nordbank eine Großbebauung realisieren, in der Tacheles angeblich keinen Platz findet.

    Zum Ersten ist es doch erstaunlich, dass ein Investor (den es laut HSH Aussagen noch gar nicht gibt ) nach wie vor Pläne zu einer 400 – 600 Millionen Euro teuren Luxusbebauung verfolgt. Zum Zweiten ist ein derartiges Unterfangen auf Jahre hinaus wirtschaftlich unmöglich.

    Die 24 000 m² in der Mitte Berlins blieben also auch in Zukunft eine Brache, das Tacheles als Besuchermagnet wäre geschlossen und die kreative Mitte Berlins nachhaltig zerstört.
    Die HSH Nordbank hätte aber einen faulen Kredit aus den Büchern, der erfolglose Eigentümer Jagdfeld wäre seine Schulden los, und der Steuerzahler würde diesen “Deal” auch noch über die Verlustabschreibungen der Bank bezahlen.

    Bei allem gebührenden Respekt, Herr Bürgermeister, dies ist wirtschaftlicher Wahnsinn, es ist daher Ihre Pflicht, diesen Schildbürgerstreich zu stoppen.

    Unsere Forderungen lauten:
    Die Räumung sofort stoppen, eine Erbpachtlösung zu den ca. 1250 m² großen Grundstück des Kunsthauses Tacheles ermöglichen, und Ihre Bank anzuweisen, die kreative Mitte Berlins zu erhalten.

    Wir ersuchen Sie um einen zeitnahen Termin, bei dem wir gemeinsam Lösungswege suchen und finden.
    Außerdem möchten wir Ihnen die über 70 000 Unterschriften
    von Unterstützern des Kunsthauses Tacheles überreichen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Henning Gruner Martin Reiter

    (für das Tacheles Team)


  • Ich möchte zur Diskussion noch ein paar wichtige Fakten einstreuen:
    1.) Das Tacheles wird seit fast 10 Jahren von Berlin NICHT subentioniert – weder institutionell noch projektbezogen! Für welche anderen nicht-kommerziellen Träger eines Kulturhauses kann man das in Deutschland noch sagen? Ich kenne keins.
    2.)Die Künstler schmoren dort nicht im eigenen Saft. Jedes Jahr wurden und werden die 30 Ateliers an neue BewerberInnen aus dem In- und Ausland ohne Miete vergeben (deswegen ja auch Gemeinnützig)!
    3.) Wenn die Gewerbetreibenden (Cafe Zapata u.a.) in den letzen 1o Jahren auch Ihre Miete ans Tacheles gezahlt hätten, stände das Haus jetzt ganz anders da. Die Organisatoren im Tacheles leben von der Hand in den Mund und reiben sich für das Haus auf.
    4.) Spätestens jetzt solle klar sein, warum das Haus so versifft aussieht. Die Tacheles e.V. steckt das wenige Geld eben in Kulturprojekte (Kataloge etc.) als in Reinigungskräfte.
    5.) Allenthalben wird gerne auf die 50 Cent Jahresmiete fürs Haus hingewiesen. Unterschlagen wird dabei, das im Mietzeitraum über 300.000 Euro nachweisbar (ohne die unentgeltliche Eigenleistung) an Sanierungskosten vom Tacheles e.V. erbracht wurde.


  • Saniert? Das Haus ist eine reine Bruchbude. Der Keller steht unter Wasser, aggresive Ratten laufen auf dem Gelände, in den einzelnen Räumen und im Treppenhaus. Meiner Meinung nach kann das Tacheles dicht machen. Denn ein echtes, vorzeigbares Kunsthaus ist es nun lange schon nicht mehr. Dort regiert auch nur noch das Geld. Schade natürlich für sämmtliche Drogendealer, Konsumenten und verirrte Seelen die ihre geliebte Anlaufstelle verliehren würden.(bwhahaha)

    Was auch immer jetzt mit Tacheles passiert… aber unter dem Schirm als “Kunsthaus- Kulturgut” brauch sich Tacheles nun wirklich nicht verstecken. Mein Vorschlag: Alle raus da und neue Besitzer rein, die Ihre Sache im Punkto Kunst und Kultur wirklich begreifen und dieses hier in Berlin auch unterstützen!

    Hochachtungsvoll
    Eine Berlinerin :)


    • Daß der Gesamteindruck total desolat ist, ist richtig.
      Doch schaut man/frau genauer hin, ist nicht überall “Tacheles” drin, wo’s draufsteht. Auf die “wilden” Cafees nebst Drogenszene auf der Freifläche hat der Verein keinen Einfluss. Ordnungsamt und Polizei greifen so zögerlich ein, dass ich nur vermuten kann, dass es ein Interesse gibt diesen “sozialen Brennpunkt” zu erhalten – damit sich die Drogenszene nicht verlagert. Das Kunsthaus darf derweil seinen Eingang zur Freifläche als Feuerrettungsweg nicht verschliessen (und wenn doch, wurde es sofort aufgebrochen) und darf zusehen, wie die Gäste das Treppenhaus zuurinieren.


      • Da kennst sich wohl einer nur vom Hören und sagen mit Tacheles aus, wa?
        Die (***) haben schon alles genausten unter Kontrolle. Damit sie ihre tägliche Line ziehen können, lassen sie ihre Dealer des Vertrauens rein und machen saubere, ehrliche Geschäfte. Das heißt, die Dealer können ihr Zeug an Touristen und Jugendliche verticken (***)
        Janz einfache Jeschichte :)

        (***)

        Die Tachelesleute kennen ihre Pappenheimer ganz genau…und wo Geld fließt ( im Tacheles enorm viel) da wird auch´n dicker Eimer zum Fangen vorgehalten ;)


        • Vielleicht meinst Du das Cafe Zapata? Oder das Kino? Das ist nicht der Tacheles e.V.! Bin als Tacheles-Mitglied fast jede Woche im Kunsthaus selbst und habe dort noch nie einen Türsteher gesehen. (Bei oben genannten Gewerbetrieben wird mir Zutritt verwehrt. Was dort soetwas passiert, will ich überhaupt nicht ausschliessen) Leute, die jedoch im Haus dealen, bekammen in der Vergangenheit – soweit der Verein das durchsetzen konnte -immer Hausverbot. Der Tachees e.V. hat auch weder vertraglich noch wirtschftlich mit den wilden Cafees auf der Freifläche zu schaffen. Das die indes so tun, als seinen sie auch “Kunsthaus Tacheles”, ist nur ein übler Marketingtrick, er den Ruf des Hauses permanent beschädigt.


          • schön dass wir den schwarzen peter ja gefunden haben!
            wollen wir jetzt auch aufzählen wer vom verein wo hingegangen ist
            um sich seine nase zu pudern. ich hab mit allen drogen genommen! na und! kein schönes vorbild aber geht´s hier jetzt um drogen?
            didi weiss ja bestens bescheid wie der hase läuft, glaubt es zumindest. hinterm pseudonym versteckt kann man ja jeden scheiß schreiben.
            das die meisten café leute (“ehemalige” tacheles mitglieder, einige sogar im vorstand) auch annerkannte künstler und eltern sind, die nach dem einmarsch des östereichers nichts mehr zu melden hatten sei mal hinten angestellt. ihnen jetzt den schwarzen peter zuschieben ist einfach nur billig und ungerechtfertigt. ich habe hinten im kunstgarten (der für was und wen auch immer geopfert wurde) mit mex schlüpfer und anderen an dessen r-volksbühne gearbeitet, wir haben wie robbie williams drogen genommen und mit unseren shows eine menge menschen glücklich gemacht. überhaupt sind menschen die drogen nehmen und genommen haben die besseren menschen, die die keine nahmen und nehmen sind finster und unausstehlich, nur heroin-dealer sind schlimmer. gestern hab ich wieder ein kunstwerk in den schnee gepinkelt, dass versuchen die im tacheles zu kopieren.

            alexander w. boese


          • ja rockdamost… man merkt, dass dir deine Drogenzeit echt zugesetzt hat. Rede mal weiter deine Drogen gut! Was ich erschreckend finde, dass Du nicht der Einzigste aus der Ecke bist, der diese Meinung vertritt. Hast du mal an die Menschen/ Jugendliche gedacht, die dadurch abstürzen oder sterben? Nein, sicherlich nicht… kommen die doch immer zu euch, damit ihr aus Ihnen die “Finsternis” vertreibt.

            Aber solange euer Sekten- Prinzip noch funktioniert (” Nur wir sind die einzigst Wahren und Andersdenkende—vernichten” … solange bin ich auch der Meinung und Hoffnung, dass ihr endlich mal den Platz räumt! An die Tacheles eV: Ich drücke euch die Daumen!!! Kunst soll weiterleben und auch die nächsten Generationen begeistern!

            Und an rockdamost: So blöde bin ich nicht, mich in einem Forum mit Namen zu nennen. Deshalb ist es ja auch ein Forum. Hier zählt alleine die Meinung und ich will hier nicht zum Ringkampf treten. Oder soll ich dir gleich eine Kopie meines Perso´s und meine Bankverbindungen rüberschicken, damit du weißt, wer sich hinter Didi verbirgt und damit dein inneres, unsicheres Gefühl beruhigt?

            Wenn du mich als Hochmutig, Streitsüchtig und Unwissend betitelst, obwohl dir nur meine Meinung nicht passt, zeigt es doch nur von deiner Intelligenz…aber is OK!


        • es ist ein unterschied, eine meinung zu kritisieren oder jemandem persönlich dinge zu unterstellen. was du in deinen posts getan hast ist und bleibt rufmord. mir ist es sehr egal wer du bist und ob du dir da nur dein dope holst oder den kunst-ramschladen im erdgeschoß führst. ich werd den verdacht nicht los du führst deinen persönlichen rachefeldzug und ach ja: es liegt auch in deinen händen!


          • MEINE JUTE!!! Komm mal klar! Das ist doch ein Forum oder nicht? Und genau mit solchen Sachen muss man in einem Forum nun mal rechnen. Und wer macht hier bitte ein Rufmord? Ich schreibe nur das, was ich bei vollem Bewustsein so erlebe/ erlebt habe, nicht mehr und nicht weniger. Aber das passt dir wohl nicht. Mit dem was du schreibst, schädigst auch nur DU alleine den Ruf. Aber du bist bestimmt voll der krasse Freidenker und voll aus der Kunstszene und soooo…
            Und wenn du echt taktisch Klug denken würdest (gerade als Mitarbeiter oder ehemaliger von Zapata, dann würde ich auf deiner Stelle den Mund halten was Tacheles eV. angeht um nicht noch mehr die Kluft bei euch bestätigen. Denk mal drüber nach. Ich denke, ich weiß wer du bist… und außerdem kannst du niemals wissen, ob ich nicht wohl möglich ein Redakteur bin. …Nur so für´s nächste Mal ;)


  • Die Gebäude gehören nun einmal jemanden (wer auch immer) der dafür bezahlt hat und damit (im Rahmen der Gesetze) machen kann was er will.

    Wenn Berlin schuldefrei wäre und nicht vom Kitaplatz bis zur Schulsanierung etc… es überall fehlen würde, wäre sicher eine Unterstützung OK. Aber es gibt weit wichtigere Dinge als für eine paar Künstler Millionen auszugeben. Von dem geld könnte man auch viel preiswerter an anderer Stelle Atelliers erstellen. Kultur in jeder Form gibt es genug in Mitte. Diesmal sitzen die Lobbyisten nicht in der Politik sondern im Tacheles.

    Ich sehe es auch bei weitem nicht alles als Kunst an was dort gemacht wird. IDies Haus ist eine Ruine und maximal als Torso für ein neues Objekt nutzbar.

    Ideal wäre doch ein Neubau unter Sanierung des Fragments der Ruine und eine Teilnutzung für den Sant als Jugenprojekt oder wirklich wichtiger Dinge (Schule, Kita etc)

    Aber am Ende iste s so, das Haus, das Grundstück gehört irgend jemand und sebst wenn jede Form von Bebauung sinnlos wäre, so bringt allein der Bau erstmal hunderte Jobs für ein jahr und Länger und das ist wichtiger wie einige Künstler, von denen sich die meisten nur selber als Künstler bezeichnen aber in Wirklichkeit Sozialschmarotzer sind.


    • Eigentümer ist (noch) Fundus Fonds, da dieser Investor jedoch zahlungsunfähig ist, steht das Haus unter Zwangsverwaltung auf Antrag des Gläubigers, der HSH Nordbank. Die HSH ist allerdings so pleite, das deren Eigentümer mit Milliarden bürgen müssen, damit sie nicht Konkurs geht. Derweil zahlen sich der Bankervorstand nach wievor Millionengehälter aus… Im Prinzip gehört das Gebäude also dem Staat, der es nun für’n Apel und ‘n Ei zwangsversteigern lassen wird. Die Bank ist damit eine Altlast los, der Altinvestor ist seine Schulden los. Er kann dann wieder frisch einen neuen Kredit beantragen und das Haus wieder zurückkaufen, damit er seine Taschen weiter füllen kann. Ähm, WER ist hier der Sozialschmarotzer?
      Die Künstler wohl kaum! Die Meisten bekommenn nämlich keine staatliche Unterstützung, sondern leben vom Verkauf ihrer Kunst.


      • Zum vorigen Kommentar…

        ja, da haste mich erwischt :D Ich meine tatsächlich das Zapata und das Kino. (*** entfernte Passage **)
        Ich muss zugeben, dass ich die ganze Diskussion auch aus der “Zapata-Kino- Sicht” beurteilt habe. Und wenn ich mich so an die Sommertage im Tacheles erinnere: (*** entfernte Passage **) uff. Ich bin FÜR Kunst und Kulturerhalt in Berlin. Dann sag ich´s mal so: Tacheles kann bleiben, aber bitte, das Kino und Zapata einfach mal neu Besetzen lassen. Vielleicht gibt es ja dann nicht mehr so viele Machtkämpfchen unter der gesammten Crew von Tacheles und die Kultur kann sich mit Frieden und ohne Drogen besser entfallten ;) )


        • hallo, bitte bei solchen Anschuldigungen keine Namen nennen. Das gilt als Verleumdung und muss entfernt werden.


        • Entschuldigung, es ist spät und dieses hatte ich wohl nicht bedacht. Aber danke für die Korrektur. Ich will ja schließlich keine Verschwörungen breit treten.Nur meine Meinung kundgeben.


          • ach und es heisst der einzige, nicht einzigste. einziger als einzig geht nicht. und zeugt von deiner inteligenz. a.d.r.


          • hahahahahhahaa… Geil! Wenn einem die Argumente fehlen, dann als Notlösung die Rechtschreibung korrigieren. Hier extra für dich: Zwitschers Fitz frischt frische Fitze! hahahahhahahaa


        • Ja, das ist ein Dilemma in dem der Tacheles e.V. seit nunmehr 8 Jahren steckt, mit diesen Leuten in einen Topf geschmissen zu werden. Vor Gericht kämpft der Tacheles e.V. mit über 100 Verfahren direkt wie indrekt dagegen an und die Gerichtverfahren zur Räumung des Zapata laufen immer noch (obwohl der Mietvertrag des Tacheles e.V. mittlerweile ausgelaufen ist). Es ist zum verzweifeln.
          Im Gegensatz zu diesen Untermietern steht der Verein diesem Treiben mittelos und nahezu ohnmächtig gegenüber.

          Ohne verbindiche Rechtsgrundlage und ohne Verlängerung des Mietverhältnisses ist der Trägerverein nun am Ende. Die Tacheles Crew (Verein) selbst ist übrigens nicht zerstritten. Im Gegenteil, der jahrelange Überlebenskampf hat ihn eher noch stärker zusammengeschweisst.


        • Nun gut, wenn Sie selbst von der Tacheles e.V. sind, dann kann ich das nur so hinnehmen. Ich kann nur als Außenstehender berichten, was ich gesehen und erlebt habe. Ich drücke Ihnen natürlich die Daumen, jedoch würde es mich auch freuen, wenn man das gesamte Gebäude sanieren und säubern würde. Ich als Künstler freue mich immer auf Kulturgut und dessen Erhalt und Förderung.

          Ps. Sie müssen doch zugeben, dass sich das gesamte Tacheles-Gebäude in einem sehr schlechten Zustand befindet. Kunst hin oder her. Wenn man dem Häuschen eine kleine Sanierungskur verpassen würde, würde es sich auch im Allgemeinen länger halten.


        • darf ich dazu noch anmerken, dass der jetzige vorstand seit 1999, ein not-vorstand ist, der die demokratischen instanzen abgesägt und unliebsame mitglieder vor die tür gesetzt hat. es ist nicht schwarz-weiß. ich hätte nach 11 jahren gerne neuwahlen, ordentliche mitgliedervollversammlungen und ein montagsplenum. café zapata macht seit 20 jahren kulturprogramm und bietet menschen einen arbeitsplatz und künstlern einen ausstellungsraum. für viele war und ist das zapata eine startrampe und die chefs fahren nicht mit dem mercedes vor!


        • Also da meldet sich doch gerade der/die Richtige! Jetzt den bösen Buben anderen anrechnen!!! Als ob es dort mit klaren Dingen zugeht (hahaha)

          Ja, sicherlich kommen dort diverse Künstler hin, aber dieses ist doch um wiederum Geld zu verdienen. *EINTRITT* Und irgendwie muss man ja sein RUF wahren…Es geht da doch nur ums Geld! Auch die Touristen wissen, wo sie ihre Drogen bekommen können und da scheren Sie sich nicht mal an der Bar zu fragen.Dann können komischerweise Drogen- Ticker rein, die im Allgemeinem kriminelle Züge haben (Schlägerei, Raub)…dazu bemerkt, naürlich nur die Ticker des Vertrauens ;) Aber die Mitarbeiter halten schon zusammen. Ob das nun alles so toll ist, will ich hier nicht äußern. Also ist doch schon mal was :) ) Fremdenfeindlich ( alles was die Umgebung vom Kino oder Zapata betrifft) sind die Leutchens da leider, leider auch.
          Und wie kommt es denn, wenn alles so sauber abläuft, dass wenn man in Berlin nach wirklich, so wirklich kaputten, kranken Seelen sucht, dort Fündig wird? Aber egal…mit etwas Schnee lassen sich alle Sorgen vergessen….*Meine Meinung*


        • du checkst ma garnichts, ich hab mit drogen nichts am hut! ironie, schon gehört! die drogen und urin diskussion hier geht mal voll am thema vorbei.
          in der kluft zwischen den zerstrittenen parteien sammelt sich der dreck.
          früher ist man das gemeinsam angegangen, heute schiebt man es auf den anderen.
          ich finde deine argumentationsweise einfach scheiße polemisch und du wirst persönlich. was ich nicht mit eigenem namen unteschreiben kann, schreib ich nicht. mich würde nur interessieren wo deine quellen liegen und wie du zu so einer einseitigen meinung kommst. oder ist das dieses, ich werf ne kontroverse auf um zum kern zu kommen? vieleicht fehlt mir die inteligenz das zu erkennen.
          leg dich wieder hin.


          • Zu dem hier: “..ich finde deine argumentationsweise einfach
            —scheiße polemisch und du wirst persönlich—-.” Ähm, joaaa!!! Ich werde persönlich ;) Du nicht!

            Ich habe meine Meinung aus Erfahrungen Engelchen. Ich kann mir meine Meinung nur aus MEINEN EIGENEN Erfahrungen bilden! Wer weiß wer ich bin…vielleicht bin ich ja der Käpt´n Blaubär- Man oder der dicke Gangster mit dem Pitbull? Vieleicht nur ein aktueller Mitarbeiter oder Gast oder vielleicht die Grinse Frau die verpennert nach Pfandflaschen sucht…deine Fantasie kann sich entfallten :D

            Ob es Dir nun passt oder nicht… ich habe Gründe warum ich so denke wie ich denke. Also bleib in deiner Welt und deiner Meinung… was mit Tacheles nun passiert, liegt nicht in meinen Händen. Also gute Nacht!


      • … ach ja… muss aber auch zugeben, dass es ein “paar” Mitarbeiter vom Kino/ Zapata gibt, die wirklich tolle Menschen sind :) ist sicherlich sehr persönlich das Ganze, aber ich bin ja auch kein Anwalt…


        • …nee beileibe nich, nur ein wenig ein rufmörder, der in bildmanier abledert. respekt.


        • jez ma wida zuhm temha zurük!

          Wie kannst Du, diese Deine Behauptungen untermauern:

          DIDI:
          “Die (***) haben schon alles genausten unter Kontrolle. Damit sie ihre tägliche Line ziehen können, lassen sie ihre Dealer des Vertrauens rein und machen saubere, ehrliche Geschäfte. Das heißt, die Dealer können ihr Zeug an Touristen und Jugendliche verticken (***)
          Janz einfache Jeschichte :)

          (***)

          Die Tachelesleute kennen ihre Pappenheimer ganz genau…und wo Geld fließt ( im Tacheles enorm viel) da wird auch´n dicker Eimer zum Fangen vorgehalten ;)
          …Es geht da doch nur ums Geld! Auch die Touristen wissen, wo sie ihre Drogen bekommen können und da scheren Sie sich nicht mal an der Bar zu fragen.Dann können komischerweise Drogen- Ticker rein, die im Allgemeinem kriminelle Züge haben (Schlägerei, Raub)…dazu bemerkt, naürlich nur die Ticker des Vertrauens ;) Aber die Mitarbeiter halten schon zusammen. Ob das nun alles so toll ist, will ich hier nicht äußern. Also ist doch schon mal was :) ) Fremdenfeindlich ( alles was die Umgebung vom Kino oder Zapata betrifft) sind die Leutchens da leider, leider auch.” Zitat Ende.

          Fremdenfeindlichkeit? Du meinst die Chilenen und anderen Nationalitäten, die dort arbeiten, haben was gegen die Deutschen?


          • Junge Junge, der große Rechtschreibeaufmerksammacherbeianderen hat selber zugeschlagen. Schön nach dem Motto: “Die größten Kritiker der Elche, sind selber welche”
            Also Rechtschreibmaster rockdamost, Ihre fantasievolle Darlegung der Tacheles-Drogenerungenschaften muss weder ich noch irgendjemand kommentieren, da zu abstrus.
            Doch kommen wir auf den kritiker der Elche in Ihnen zurück.

            1. Es heißt nicht: “genausten” sondern genauestens.
            2. Es geht keinesfalls: “zahlen die Besitzer halben Preis”, nee,
            die zahlen den halben Preis.
            3. Weiter im Text: “neben bei” konnte noch Luther schreiben, Sie
            müssen sich heute entscheiden zwischen neben oder bei. In
            Ihrem Fall wär nebenbei richtig gewesen.

            Auch hier greift sie wieder, die totale Gebührenfreiheit für Sie. Sehn set destewejen jemütlich, is ja nur, damit set nechtns bei andan bessa vabessan könn.


          • @rockdamost: … ich füge noch hinzu: … GETROFFENE HUNDE BELLEN!!!

            Ey, wenn Du deiner Sache doch sooo sicher bist, dann ignoriere doch einfach meine Aussage!!! Wir leben in einer Demokratie, dass heißt auch MEINUNGSFREIHEIT! Korrigiere lieber Deine Rechtschreibung beim Verfassen eines Briefes an Wowereit!!!(Wenn Dir die Sache wirklich am Herzen liegt) …


          • (hihihihi :D ) Ist euch schon mal aufgefallen, dass es in jedem Forum, wo heiß diskutiert wird, am Ende es ja doch immer nur auf die rEchTscHReBunG zurückfällt? (hihihihihii)

            Schönes Restwochenende noch :)


          • heiße diskussion??
            glaub eher die rechtschreibdabatte ist eine willkommene ablenkung von deiner sehr einseitigen betrachtungsweise!

            http://de.wikipedia.org/wiki/Kunsthaus_Tacheles


          • Uiuiuijj…sage mal, bist Du immer so gestresst? Du meckerst und meckerst und regst dich auf…

            Mal so ne Frage… machst Du Deine Rechtschreibefehler absichtlich, oder…? Ich habe keine “böse”,einseitige Sicht. Ich erzähle von meinen Erfahrungen,Mausi.Wenn ich mich schneide und es blutet, dann kann niemand zu mir kommen und sagen: ” Du, pass mal auf! Du blutest nicht und das tut gar nicht weh, das bildest du dir nur ein!” Ich bleibe trotz deiner Aggroanfälle auf meinem Standpunkt der Dinge, ok!!! ( Warum ist dein BerlinBadBoys- Bruder bloß so anders als Du?..*grübel*…)


  • Kunst und Kultur sind für die Stadt Berlin von herausragender Bedeutung. Die Einzigartigkeit und Vielfalt des Angebotes locken jedes Jahr Millionen Menschen aus der ganzen Welt in unsere Stadt, welche hier ihr Geld ausgeben. Kunst und Kultur vermitteln deshalb der Stadt eine reale, wenn nicht die bedeutsamste Chance, den Schuldenberg eines Tages zu bewältigen.

    Das Kunsthaus Tacheles ist eine enorm wichtige Institution in der Berliner Kunstszene. In einigen Kommentaren wurde diese Bedeutung angezweifelt, ja sogar bestritten, dass es sich bei den im Haus zu sehenden Objekte und Darbietungen überhaupt um Kunst handelt. Diese Meinungen sind jedoch in keiner Weise haltbar und ausgesprochen respektlos gegenüber den im Haus arbeitenden Künstlern. Ich verweise allein auf die Werke des angesehenen Malers Alex Rodin sowie des deutschen Malers Volker Witte, die beide seit Jahren in dem Kunsthaus arbeiten:

    http://www.bellabelarus.com/en/component/option,com_jsgallery/mode,by_artist/artist_id,23/Itemid,49/

    http://www.wittekunst.de/arbeiten7.htm

    Kunst ist die freie schöpferische Gestaltung, in der Eindrücke, Erfahrungen, Erlebnisse des Künstlers durch das Medium einer bestimmten Formensprache zur unmittelbaren Anschauung gebracht werden (so das Bundesverfassungsgericht). Was Kunst ist und was nicht, darüber entscheiden (gott sei Dank) nicht die ästhetischen Vorstellungen einzelner Personen. Ich nehme an, die betreffenden Kommentatoren haben im Tacheles nichts gefunden, was ihrem individuellen Kunstgeschack entspricht, bzw. ihnen fehlt der Zugang zu der Kunst des Hauses oder zur Kunst überhaupt. Denn Qualität und Vielfalt der im Haus dargebotenen Kuturgüter stehen außer Zweifel. Das bezeugen Millionen von Besuchern aus aller Welt, die das Tacheles seit fast 20 Jahren magisch anzieht.

    Aber das Tacheles ist nicht nur ein Ort, an dem Kunst geschaffen und gelebt wird, es ist auch ein Netzwerk vor allem für junge Künstler, welche dort Erfahrungen sammeln und wichtige Kontakte knüpfen können. Das Haus bietet die Möglichkeit für kreativen Austausch und ist deshalb eine wahre Quelle der Inspiration.

    Auch besitzt es eine starke kulturelle Ausstrahlungskraft auf die nähere Umgebung, denn es ist kein Zufall, das sich in den benachbarten Straßen, vor allem in der Auguststraße, welche direkt auf das Haus zuführt, seit seiner Entstehung dutzende Gallerien angesiedelt haben.

    Wenn auch der Zustand des Hauses in vielerlei Hinsicht verbesserungsfähig sein mag, ist seine Bedeutung als Katalysator von Kunst und Kultur unserer Stadt nicht von der Hand zu weisen und deshalb erhaltungswürdig für Berlin, welches sich einen Abbau im kulturellen Bereich nicht leisten kann.


  • Wenn man manches hier so liest, kann man sich nur wundern.

    Was mich wundert ist, dass diese Schmuddelecke so viele Jahre schon geduldet wird. Bedauerlich ist, dass das Zapata z.B. nicht im Bezirk Pankow liegt und man somit nicht das Vergnügen haben kann, den Bericht des Gesundheitsamtes zu lesen. Wenn ich mir die hygienischen Zustände dort ansehe: Etwas essen dort? Nie! Auch nicht in den Außenanlagen.

    Es wird Zeit, diese Gegend in Ordnung zu bringen.

    JS


    • ja, wie brauchen wieder einen führer. voll…..


      • Sein Sie mich bitte nich böse rockdamost,

        doch Sie haben in Ihrem bereicherndem Beitrag, unter dem 23.01.10 um 00:04 Uhr, bei Ihrer Intelligenz versäumt ein zweites l einzufügen.
        Dieser Hinweis ist und bleibt Gebührenfrei.


        • nein nein das war schon rixtig, hier das beweiszeugnis:

          http://www.thomas-schneiders.de/i_test01.htm

          is ja gut, wer schreibfehler findet darfse behalt´n aber “einzigste”, dass geht doch nicht. das ist totalitourismus pur. das ist schwer albanisch.


          • ;) Nobody is perfect … ich bin wohl der “einzigste”, der sich sooo beim Schnellschreiben verschreibt :p

            Und Intelligenz hin oder her… es geht nicht darum, seine Intelligenz zu behaupten, sondern zu seine Fehler zu erkennen. Denn nur daraus kann man wachsen…

            Das war mein Wort zum (inzwischen) Sonntag ;) )


          • hahahaha…. (scheiße wenn man schnell schreibt. Ich will rockdamost nicht noch ein Grund geben. Also hier die Korrektur…)

            …” sondern seine Fehler zu erkennen”… (und ditte hab ick jetzt wohl gemacht :p) …hahahahahaa


        • das problem einiger vollblogger: nicht richtig lesen aber voll in die kiste greifen.
          “…..” zitat ende


    • js. du wirst die ecke jut kennen, wa? bock uff ne persönliches jespräch?


  • meene fresse, wat ne frage. klar soll dit tacheles bleiben. und wat den nein-button angeht, bin ick janz klar für diktatur, wa. abschaffen, dit ding. nordbank – wat auch immer, wer auch immer; kommt und versucht euch zu holen, wat noch nie euer war und auch nie sein wird. ick werde dasein, mich entgegenstellen – kämpfen nein, aber widerstand leisten. und wat würde es mir freuen, wenn ihr selbst kommen würdet und nicht die vermummten staatsbeamten. aber weeßte: ooch vor denen hab ick keene angst und werde kunst verteidigen. und dit nicht nur an diesem ort. rinjehauen.


  • mir geht dit selbstzerfleischen hier uff’n geist, wa. immer dit selbe. immer dit gleiche. worum geht’s jezze? um die erhaltung von räumen für kunst oder um pädagogische studien über besucher und arbeiter vor ort?. ick hab keen bock mehr uff irgendwelche plenen. keen bock mehr uff jesappel. rafft euch endlich auf…


  • stellen wir es uns mal vor: die bullen stehen vor der tür und die künstler sind noch drin. wie wirds ablaufen? sind die werke vorher raus, weil keen – verständlichen – bock uff zerstörung? sind sie drin, wegen optimismus, daß es alles jut verläuft? wat gibt mir die kunst? een jefühl von freiheit, wa? oder? ODER?. wat redet ihr von dealern, drogen und scheiß?. dit is ne thema, wat jezze nicht zur sache tut. uff jutes gelingen bei politischem verhandeln, im zweifel jedoch immer: für den widerstand.


    • poitisch verhandeln ist im Fall Tacheles, auch schon widerstand…

      Momentane Bräuche: Protestmails an….

      dirk.jens.nonnenmacher@hsh-nordbank.com
      ole.vonbeust@sk.hamburg.de
      landesregierung@schleswig-holstein.de
      klaus.wowereit@spd.de
      ronald.titz@stt-hh.de
      bernd.neumann@bundestag.de
      internetpost@bund…eskanzlerin.de
      poststelle@bpra.bund.de
      fundus@fundus.de
      christian.hanke@ba-mitte.verwalt-berlin.de

      ……senden, höflich aber bestimmt, die Rettung des Tacheles fordern. wir haben ja alle Kultur……Du hast echt, die Schmuddeldebatte wird nur wieder gegen das Kunsthaus verwendet.

      Die Frage “am” Tacheles ist die Problematik um Privatisierung, öffentlichen Raum, Neuliberalismus und betrügerische Finanzpraktiken.

      Wenn sich Hoteliers, heute, “legal” eine deutsche Regierung kaufen können und FDP Mitglieder 10% Rabatt auf private Krankenversicherungen bekommen, dann ist die Diskussion um die kreative Mitte Berlins ein schönes Fallbeispiel mehr.


      • ick werde nix höfflich fordern. nein. all die köppe hinter den email-adressen haben augen und verstand. sie sollten sich uff ihrem menschenverstand verlassen und für dit tachelches entscheiden und helfen. ich werd da nicht ausschlaggebend sein. ick werde für dit tachelches da sein. und machen. agieren. – worauf es letztendlich hinausläuft wissen wir alle. oder?.


        • Na sehnse thorre, und ick werd für det Tacheles nich da sein.
          Eena liebt kuchenbacken der andre Aschbacken, so is det nu ma.
          Se lassen sich nich vollquatschen, ick ooch nich, und nu?
          Nu ham wa den Salat!
          Bleim se schön heiter, det Leben jeht och ohne weita.


          • jep

            klare meinung
            -hoffen du bist tolerant genug


          • tolerant? icke?
            na, an einigen stellen meenes inneren muß ick da sicherlich noch uffpassen.
            denke aber auch, es geht hier nicht wirklich um toleranz. oder? wo is denne die toleranz den tachelches-menschen gegenüber? die fehlt doch vollkommen. in so eenem fall, verzichte ick gerne uff meene toleranzreserven dem staat, dem fundus und und und gegenüber. ja, ja. so is dit.


  • Ich finde, eine Starbucks Filiale wäre eine wünschenswerte Alternative zu diesem stinkenden Loch, damit sich der geneigte Berlin Bersucher auf dem Weg vom Hackeschen Markt zum Lafayette stärken kann. Acud, Berghain, Bar25, RAW Tempel….alles Schandflecke einer prosperierenden Stadt. Sozialschmarotzer allerorten. Diese Stadt braucht eine schwarz-gelbe Regierung. Dann kommen die Investoren scharenweise. Alles muss glänzen, wie der Potsdamer Platz, wie Quariers an der Friedrichstr. Gebt mir noch ein Schloss für eine halbe Mrd. und meine ästhetische Lust wäre befriedigt.


    • der potsdamer platz glänzt nicht. sieht nur von weitem so aus ;-)

      ihre satire könnte man auch umdrehen, wissen sie.
      “igitt, häuser mit intakten fenstern und sauberen fassaden! alles was nicht einsturzgefährdet oder zumindest runtergekommen ist und keinen rostig-alten charme versprüht, wo der müll sich nicht meterhoch stapelt und einem nicht der herzhafte duft frischen urins um die nase weht:
      kalt, leblos, steril!!!! da fühlt sich doch keiner wohl außer touristen (igitt, touristen!) -
      wenn wir nichts unternehmen, besteht die ganze stadt bald nur noch aus latte oder bionadetrinkenden zombies.”

      aber ich bin ja nicht so. gibt nämlich nicht nur schwarz und weiß, was bei solchen debatten immer wieder gern vergessen wird.

      das haus sollte bestehen bleiben, denn es passt nicht nur kulturell sondern auch optisch sehr gut in diese ansonsten “schicke” ecke (berlin ist stadt der kontraste). aber im eigenen interesse der betreiber müsste es ein wenig saniert (und ich meine nicht luxus!) werden. wär schade drum, wenn es irgendwann in sich zusammenfällt. ;-)


  • Das Tacheles muss gerettet werden!


  • Das Tacheles muss bleiben!!!
    Die, die´s nicht mögen, können gern fernbleiben. Die, die helfen wollen, werden sicherlich willkommend begrüßt.

    Hier im Forum sollte vielleicht genauso gehalten werden.(heißt nicht das nicht eine konstruktive Diskussion geführt werden soll)
    Ist nur mein ganz persönlicher Wunsch…


  • Das Tacheles wird weit überschätzt wie eben Berlin auch. Im Tacheles arbeiten keine Künstler, sondern bestenfalls Kunsthandwerker, die sich keck als Künstler ausgeben. Diese Künstler haben in der Vergangenheit zu einem Teil auf Kosten des Eigentümers gelebt und der oder die finanzierende Bank haben nun keine Lust dies fortzuführen. Auch als ausgesprochener Kunstliebhaber braucht so etwas Pseudohaftes nicht. Eine öffentliche Subvention lehne ich strickt weg ab. Das Tacheles hat lange genug existiert, hat sich überlebt und jetzt ist eben Schluss.


    • kommt nachher noch jemand und behauptet grafiti sei kunst und überhaupt wird beuys mit seinem kunstbegriff absolut überschätzt. wahre meister wie monét und chagall bis bisky heut, rkennt mandoch.
      überschätze.


  • Schade das dieser Artikel und die Abstimmung dazu genutzt werden, sich gegenseitig vollzulabern. Meiner Meinung nach sollte das Tacheles bestehen bleiben können. Und ja, die Stadt könnte dazu ihren Beitrag leisten. Denn wie sollen wir in Zukunft alle noch “Berlin sein” wenn Berlin als eigentliches nicht mehr besteht? Wenn der Mauerpark auf Grund von Anwohnerbeschwerden nur noch bis 20.00 Uhr betreten werden darf (inkl. Mittagsruhe 13.00 bis 15.00 Uhr jeden Sonntag); wenn das Knaack schließen muss weil Eigentumswohnungsbesitzer sich vorm Kauf nicht in ihrem zukünftigen Viertel umschauen und dann erbost sind, dass sie ihre Schlafzimmerwand mit einem Club teilen (dasselbe gilt natürlich fürs SO36 und in naher Zukunft für die Columbiahalle?); oder wenn eben das Tacheles verschwinden muss, dann frag ich mich schon wie Berlin mal aussehen wird. Ich gehöre nicht zu den Leuten die jede Veränderung beweinen und bin immer offen für neues, aber es ist schon schade, dass Berlin sich zu einer Hochglanzmetropole ohne Ecken und Kanten und eigene Persönlichkeit entwickelt. Ich mag das Tacheles, bin kein Stammgast habe aber schon oft die lauen Sommernächte im Garten verbracht und mich an der Internationalität und den wirren Skulpturen und Kunstwerken erfreut. Ich weiß nicht ob mein Fokus da einfach anders ist aber ich hab weder Uringestank noch Ratten wahrgenommen, anders als auf dem blankgeputzten Alexanderplatz zum Beispiel.


    • Verehrte/r Be Berlin,

      Grundsätzlich: Ihre persönliche Wertung des Tacheles ist zu respektieren.
      Und, Sie haben recht, das Für und das Wider ist eine Sache die jede/r für sich entscheiden muß. Gelaber hierzu ist also überflüssig, wie Sie es sagen.

      Die andere Sache jedoch ist die Finanzierung des Objektes und dessen bauliche Sicherstellung.
      Dafür wiederum wäre es unzulässig, die Allgemeinheit und/oder die Steuerzahler in Anspruch zu nehmen.
      Sie werden den Sachverhalt, nehm ich an, ählich bei Zahlungsschwierigkeiten anderer Wirtschaftsunternehmen, so sehen.

      Also, setzen Sie da an, helfen Sie die Finanzprobleme der Künstler und Gastronomen im Tacheles wohlwollend zu beseitigen.
      Wenn der Punkt erledigt ist, erledigt sich gleichzeitig die öffentliche Diskusion über den Bestand des Tacheles, wie es ist.


      • Mit Verlaub, aber Ihre These, es sei unzulässig, die Allgemeinheit oder die Steuerzahler in Anspruch zu nehmen, ist nicht haltbar.

        Zunächst wird der Steuerzahler sowieso nicht in Anspruch genommen, die Höhe der Steuern bestimmt sich nach den geltenden Steuergesetzen und steht damit genau fest, eine Tacheles-Steuer wird sicher nicht eingeführt werden. Was der Staat mit den Steuereinnahmen tut, ist allein seine Sache, den Steuerzahler geht das nichts an, so ist das in der repräsentativen Demokratie.

        Ob der Staat, in diesem Fall der Senat und ggf. das Abgeordnetenhaus sich dazu entschließen, das Tacheles zu unterstützen, liegt allein in deren Ermessen. Das Abgeordnetenhaus beschließt den Haushalt, und kann darin auch Ausgaben zur Förderung des Tacheles vorsehen. Der Senat hat ebenfalls die Macht, dem Tacheles unter die Arme zu greifen, ggf. mit Hilfe des Parlamentes, eine politische Entscheidung pro Tacheles aus Gründen der Erhaltung des für Berlin so wichtigen Kultursektors wäre in jeder Hinsicht – sowohl politisch als auch rechtlich – vertretbar.


  • Aber Koxx,

    selbstverständlich kann ein Senat per Ordre de Mufti Steuergelder, z.B. in das Tacheles einbringen. Was ändert die Beschreibung dieses Sachverhaltes, dass ich ein solches Vorgehen für unzulässig halte. Meine Steuerabgaben möchte ich eben nicht zum Erhalt des Tacheles, so wie von den Betreibern gewünscht, eingesetzt wissen.

    Nun die Crux des ganzen: Selbstverständlich würde ich die Finanzierung des Tacheles aus Steuermitteln dann auch zum Anlass nehmen, den Parteien die das vorhaben oder ungenügend autorisiert durchsetzen möchten, nicht mehr meine Wahlstimme zu geben.

    Sie sehen, Ihr Verweis auf die repräsentative Demokratie war zwar richtig, jedoch überflüssig, da seit langem verinnerlicht.

    Im übrigen dürfen Sie davon ausgehen, dass auch mir der berliner Kultursektor am Herzen liegt.
    Und schon wären wir wieder beim Eigentlichen: Eine Ihrer Vorlieben im Blick auf Kultur bevorzugt dabei offensichtlich das Tacheles, meiner jedoch schließt das Tacheles in dieser Gestaltung aus.
    So und nicht anders ist das eben nur in einer Demokratie möglich.

    Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und gönne Ihnen dabei jederzeit und gern Ihre Sicht auf Kultur.
    Alles weitere wird sich finden, schließlich befinden wir uns in einer Demokratie.


    • Der Rat für die Künste gratuliert dem Kunsthaus Tacheles
      Berlin, 12. Februar 2010

      Der Rat für die Künste gratuliert dem Kunsthaus Tacheles zu seinem 20. Geburtstag am 13. Februar.
      Heiner Müller bezeichnete 1991 das Tacheles als das neue Symbol des zusammenwachsenden Berlins
      – neben dem Brandenburger Tor.
      20 Jahre nach dem Fall der Mauer und 20 Jahre nach der Gründung des Kunsthauses steht das Projekt
      vor dem Aus, das wie kaum ein anderes modellhaft für den Aufbruch einer jungen Generation
      von Künstlerinnen und Künstlern steht, die sich in den wilden 90er Jahren Freiräume erschlossen,
      um sie kreativ mit Leben und Arbeiten auszufüllen. Das Credo hieß damals: „Die Ideale sind ruiniert,
      rettet die Ruine!“ Das Tacheles hatte als utopischer Raum der Zusammenführung von internationalen
      Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten auch eine wichtige Funktion als Katalysator für
      die urbane Entwicklung des gesamten Umfeldes in Berlin Mitte.
      Jetzt droht das Projekt selbst Opfer der Gentrifizierung zu werden, die es mit verursacht hat: Es
      droht die Zwangsräumung des Gebäudes nach Kündigung des Mietvertrages durch den Eigentümer.
      Der Verkauf des Gesamtgrundstücks, insbesondere der Freifläche, an einen neuen Investor soll offenbar
      ohne die „Belastung“ einer Kulturnutzung durchgeführt werden. Schon seit einigen Jahren
      steht das Projekt zwar nicht mehr auf der Förderliste des Senats, setzt aber hartnäckig sein Kulturprogramm
      fort. Obwohl das Projekt im Kulturleben der Stadt eine schwindende Rolle gespielt hat
      und eher von Touristen als von Berlinern frequentiert wurde, stellt sich dennoch die Frage, welche
      Lücke eine Räumung des Tacheles in Berlin hinterlassen würde. Der Verlust wäre unschätzbar groß
      und sollte unbedingt verhindert werden! Bezahlbare Räume für Künstlerinnen und Künstler in zentraler
      Lage sind mittlerweile rar, hier könnte das Tacheles künftig eine wichtige Ankerfunktion darstellen.
      Darüber hinaus hat das Land Berlin bereits zu viel Fördermittel in das Projekt investiert, als
      dass es diesen 6.000 qm umfassenden Kulturraum im Herzen der Stadt einfach der Räumung Preis
      geben sollte.
      Das Tacheles muss unbedingt ein öffentlicher Kulturraum bleiben! Es reicht aber nicht aus, das Gebäude
      aus dem Grundstück herauszulösen und in eine gemeinnützige Stiftung zu überführen, so wie
      der Verein dies jetzt anregt. Das Tacheles muss neu erfunden, muss wieder mit frischen Ideen besetzt
      werden. Die Zukunft des Kunsthaus Tacheles wird in erster Linie davon abhängen, ob es diesen
      utopischen Raum, den es einmal geschaffen hat, wieder beleben kann. Der Rat für die Künste ist
      der Meinung, dass es genauso wichtig ist, das Existierende zu erhalten wie die Gründung neuer
      Projekte zu ermöglichen, und setzt sich daher ein für ein Tacheles, das bewusst diesen Weg in die
      Zukunft wählt. Berlin möchte nach den Worten des Regierenden Bürgermeisters eine „Modellstadt“
      sein, ein Labor für Experimente. Daher ist jetzt auch die Politik gefragt, entsprechende Weichen zu
      stellen.

      quelle:
      http://www.rat-fuer-die-kuenste.de/dokumente/RdfK%2010%20-%20PM%20Tacheles.pdf


      • Wer hinter Rat für die Künste steckt? Zum Beispiel sind deren Sprecher Leonie Baumann, Geschäftsführerin der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst, und Bernd Scherer, Intendant Haus der Kulturen der Welt.

        Und folgende Institutionen: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, NGBK, TanzWerkStatt, Freie Volksbühne Berlin, Arena und Admiralspalast, Neuköllner Oper, KunstWerke, Kulturamt Neukölln, HAU 1,2,3, Berliner Philharmonie, BFS, Maerzmusik, Transmediale, Haus der Kulturen, Freunde der Deutschen Kinemathek, Theater an der Parkaue.


        • Na dann rockdamost,

          ist doch alles in den besten Händen. Durchweg integre, finanzgepolsterte Partner und Förderer des Tacheles.

          Wo ist das Problem? Warum stellt der Rat der Künste seine finanziellen Mittel nicht zuerst und umgehend zur Grundsicherung, Sanierung und Unterstützung der Ideen zur Verfügung?
          Zusätzliche Möglichkeiten bieten da zum Beispiel öffentliche Aufrufe, Strassensammlungen, Benefizveranstaltungen etc.pp .

          Das würde sicher nicht nur mich beeindrucken, das hätte dann auch Symphatieeffekte zur Folge.


  • Insbesondere für den zeitgenössischen Tanz in Berlin wäre der Verlust der Spielstätte ein schwerer Schlag. Aber so unaufgeräumt das Gelände auch wirkt – Berlin-Besucher sind von dem maroden Charme dieses Gebäudes begeistert.

    Der Senat sollte sich – auch finanziell – für einen Erhalt einsetzen. Für die Kultur in Berlin, für die Tourismusförderung und für die Künstler.


    • Nette, neue Idee tiXclub,

      Sie meinten sicher, der Senat sollte sich “nur” noch finanziell für den Erhalt einsetzen, nicht “auch”.
      Denn das “auch” ist ja bereits vielfach geschehen.

      Nun würd mich noch interessieren welche Kultur Sie da als, mit öffentlichen Geldern, erhaltenswert betrachten.

      Und:

      Wie gestaltet sich Ihr finanzieller Beitrag für den Erhalt des Tacheles?

Die Kommentare sind zur Zeit geschlossen.

Neue Kommentare

  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

Zufallsfotos

Kostenlos abonnieren

Unser RSS-Feed enthält alle neuen Artikel. Ihr könnt sie auch bequem als E-Mail abonnieren
fensterzumhof.eu gibt es jetzt auch in einer Smartphone-Version

Anzeige

Berliner Streetart

Berlin bei Nacht

Fassaden der Hauptstadt

Berliner Hinterhöfe

Andere Blogs


Wenn Sie auf dieser Seite verbleiben, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr Informationen

Diese Website verwendet Cookies, um Anzeigen zu personalisieren. Informationen zu Ihrer Nutzung dieser Webseite werden an Werbepartner weitergegeben. Indem Sie weiter auf dieser Website navigieren, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers zu ändern, stimmen Sie dieser Verwendung von Cookies zu.

Schließen