
Hat sich heute recht frühlingshaft angefühlt in Berlin, Leute saßen vor den Cafés in der Sonne. Käseweiß, aber entspannt. Wirtschaftskrise? War da was? Und wenn schon: Am Kaffee zu sparen, macht depressiv und frischer Luft ist eh super.
Angenommen, man hat unendlich viel Zeit. Keine Arbeit, keine festen Termine, Kneipen-Besuche, wann immer man will, denn das Amt zahlt erst mal Arbeitslosengeld I. Der Vormittag im Lieblingscafé wird zum strukturierenden Element des Tages: die Zeitung wartet schon, sie wird dort gelesen. Das ist billiger, als das eigene Abo weiterlaufen zu lassen.
Bewerbungen schreibt man auch im Café, es gibt genug Leute, die Tipps geben können und mal drüber schauen. Wie lange lässt sich das aushalten ohne schlechte Laune, Anflüge von Depressionen? Glaubt man der SZ, nicht allzu lang. Aber bald kommt ja der Sommer. Und der neue Job. Oder in der anderen Reihenfolge.









Berlin als Stadt fast ohne große Industrie hat einen Vorteil.
Da man hier auch vom so genannten Aufschwung nie was merkt kommt hier auch eine Finanzkrise nicht groß an.
Berlin hat wie immer Schulden ohne Ende und 35-50 Prozent der Einwohner Berlins Arbeit.
Aus einigen Ländern bleiben ein paar Touristen weg – dafür kommen neue aus anderen Ländern.
Hier bleib im großen und ganzen alles wie gehabt.
Mal ehrlich: Wer jetzt seinen Job verloren hat, wird 2009 kaum was finden. Wir sind mitten in der Krise. Da helfen nur konjunkturunabhängige Berufe wie Lehrer oder Bestatter )-;
Krise hin oder her.
Der Arbeitsmarkt in Berlin verändert sich meist nur geringfügig. Oft nur saisonal was ja verständlich ist.
Wenn wir an die letzten Krisen denken weiß kaum jemand wann die in Berlin waren.
Anders als in Stuttgart, München, Wolfsburg oder Bielefeld gibts hier keine Abhängigkeiten von großer Industrie.
Das ist in einem Konjunktureinbruch ganz toll weil für die meisten alles gleich bleibt aber man bekommt leider auch von einem Aufschwung (inkl. dem Plus an Geld) wenig mit.