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Ekel-Restaurants: Die Negativliste beginnt im Kopf

Nach dem Gammelfleischskandal nun eine Liste mit Pankower Gaststätten und Bäckereien, in denen untragbare hygienische Verhältnisse herrschen. Der Aufschrei ist groß – zurecht. Aber hätte man es nicht ahnen können? Wer sich über verstopfte Toiletten oder fehlende Seife in Restaurants ärgert, kann nicht erwarten, dass es in der Küche groß anders aussieht. Gammelige Auberginen und klebrige Regale scheinen angesichts der oftmals niedrigen Preise in Berliner Gaststätten nicht weiter verwunderlich.

Leute, die auf Lammfleisch von Aldi verzichten, weil es zu teuer ist, sich dann aber über Lamm in Currysauce für 4,50 Euro beim Pakistaner freuen, haben leider eine selektive Wahrnehmung. Im Bioladen kosten 400 Gramm Hähnchenfleisch knapp zehn Euro, aber das nur am Rande. Natürlich verdrängen wir, was in der Küche unserer Lieblingscafés vor sich geht: Wenn von den besagten 4,50 Euro für das Lamm-Curry nicht mal das Fleisch bezahlt werden kann – was bleibt dann den Küchenhelfern und Kellnern, geschweige denn den Reinigungsleuten? Wie kann der Eigentümer überhaupt das Geld für die Miete aufbringen?

Unbequeme Fragen, die man sich grundsätzlich stellen sollte, Negativliste hin oder her.

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6 Kommentare zu “Ekel-Restaurants: Die Negativliste beginnt im Kopf”



  • Preiskampf hin oder her, aber bevor ich mir in meinem Restaurant Ärger mit dem Gesundheitsamt einhandle, würde ich notfalls selbst putzen.
    Und eine vergammelte Auberginge wegzuwerfen, statt sie in der Küche liegen zu lassen, hat wohl auch kaum was mit dem Einkaufspreis von Fleisch zu tun.


  • @ Kursal

    Gut argumentiert, aber auch die besten Argumente werden bei Frau Onken nicht ankommen, weil nach Frau Onken’s Ansicht das Leben nur vom schnoeden Geld bestimmt wird. Materialisten denken eben halt nur eingleisig.


  • Unterscheiden ist wichtig.

    Preiskampf ist nicht immer schlecht.

    Wenn Ihr Pakistaner z.B. am Tag 100 Portionen oder mehr verkauft kann er ja sehr günstig seine Waren einkaufen. Da ist dann 4,50 Euro ein guter Preis für ein gutes Produkt.
    Ein günstiger Preis heißt ja nicht zwangsläufig das Schimmel und Dreck die Küche beherrschen oder schlechte Produkte/Waren verwendet werden.

    Bei mir an der Ecke ist ein Dönerimbiss der pro Tag immer um die 2 komplette Fleischspieße verkauft. Da kostet ein Döner eben “nur” 1,50 Euro weil es sich scheinbar über die Masse rechnet.

    Das qualitativ ordentliche Ware nicht immer teuer sein muss sieht mal ja an den großen (McDon..+BurgerK..) oder kleinen (Konopke) Fast-Food Ketten. Da macht es zwar auch die Masse aber es geht.

    Über die teilweise unverschämten Preise der Bioläden brauchen wir nicht zu reden. Das Biozeug ist oft bei Stiftung Warentest oder Ökotest durchgefallen das dies keinesfalls diese Preise rechtfertigt.

    Ich finde diese “Ekel-Liste” wichtig für uns Verbraucher.

    Viele Mängel sind eben nicht nur in der billig (günstig) Gastronomie sondern einige auch in “teureren” Restaurants.
    Das ist eher bedenklich weil man sich dort ja “sicherer” fühlt.


  • Ja immer diese ideologisch durchwachsene Argumentation, wir sollen doch alle zu Yuppipreisen im Bioladen kaufen. Das täte ich gerne, wenn nicht weite Kreise angstneurotisch ihr Geld hier für Dienstleistungen zusammenhalten würden, um es dann für den 2.Wohnsitz in der Toskana (z.B.) und für Reisen in die weite Welt rauszuwerfen. Da wird dann bei MediaMarkt die billigste Elektronik gekauft, den Umzug macht ein Billigunternehmer, der sein Auto nicht reparieren lassen kann, bei den Preisen usw. Wussten Sie, dass die Klientel der Partei der Grünen mehr verdient, als die der FDP? Ich würde gerne mein Geld in grossen Packeten rauswerfen, wenn hier jemand anständige Arbeit auch noch anständig bezahlen würde. Viel Gruss H.


  • Nun, der Preisvergleich mit Bioware ist wohl nicht ganz so angebracht, aber ansonsten ist es natürlich klar, dass zu den Preisen, die viele Berliner Imbisse haben, nicht mal ansatzweise Qualität geboten werden kann.
    Man kann es sich dann auch nicht leisten, nicht verkaufte Ware einfach wegzuschmeißen. Die Kalkulation geht nur dann halbwegs auf, wenn alles verkauft wird. Dazu hat das Personal oder die Familie, die den Laden betreibt auch noch Hungerlöhne zu ertragen…


  • ich für meinen teil finde diese liste gut. auch wenn man sich eigentlich schon vorher hätte denken müssen, dass ein all-you-can-eat für 6€ pP nicht gerade durch qualität überzeugen kann. aber das ist ja eine sache,die jeder mit sich selber vereinbaren muss. ich für meinen teil gehe lieber seltener essen, dann aber auch so, dass ich dies mit einem guten gewissen tue und es auch etwas besonderes bleibt. dass qualitativ gute ware nicht immer teuer sein muss, stimmt. aber dafür als beispiel mc donalds zu nehmen, ist ja wohl der lacher schlecht hin. und günstig ist in meinen augen auhc etwas anderes.ein so n “super” leckeres menü für 6,50€ oder was das kostet finde ich persönlich ne frechheit. aber na ja, genug doofe gehen ja dahin, also können sie sich solche preise erlauben. aber das dann viele sich hinstellen und sagen, sie können es sich nicht leisten, im bioladen zu kaufen oder wenigstens ansatzweise gesund essen,und somit ihren mcdonalds-konsum rechtfertigen wollen, ist meines erachtens nach pure augenwischerei und eine schlechte ausrede. für 6,50 kann man ein superleckeres und dazu noch gesundes abendbrot für ne 4köpfige familie kochen.aber ich denke, solange die leute immer weiter möglichst billigbillig essen wollen und das auch noch im restaurant, muss sich meiner meinung nach niemand über die oft desolaten zustände wundern!ich denke, sparsamkeit ist gut, aber das sollte sich zu allerletzt auf die ernährung auswirken!

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