
Im Schaufenster lief “Space Invaders” über die Bildschirme, eines der ersten Konsolenspiele. Innen stand alles voller Kramkisten mit alten Computerteilen. So kannte ich den Laden in der Niederbarnimstraße in Friedrichshain, der vor einiger Zeit dicht machte. Warum eigentlich? Was versetzte “Datenstooß” den letzten Stoß?
Nur 100 Meter weiter breiten sich kleine Geschäfte für allen erdenklichen Schnickschnack aus. Retro-Lampen, ausgefallene Schuhe, T-Shirts, die sonst keiner hat, Wasserpfeifen für Hanf-Freunde. Sie alle haben ihre Nische gefunden, in die vorläufig keine neuen Einkaufs-Arkaden eindringen können. Doch das geht schnell: Anna und Jürgens Bioladen wurde von Supermärkten gefressen, als Bio zum Mainstream wurde. Und auch der Computerladen lief wohl dem Zeitgeist hinterher, weil wir Rechner längst bei Aldi kaufen und anschließend wegwerfen.
Andere Läden scheitern dagegen, weil sie dem Zeitgeist voraus sind. So wie ein Geschäft für teure französische Baby-Moden in der Rigaer Straße. Das hätte am Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg glückliche Eltern begeistert, in Friedrichshain kam es einige Jahre zu früh.









Ist das im Ernst zu befürchten, dass Friedrichshain auch bald, also in absehbarer Zeit völlig “versnobt” sein wird?
Würde ich schon sagen. Wenn du dir Friedrichshain mal anguckst – in fünf Jahren ist das so beliebt wie der Prenzlauer Berg.
Friedrichshain find ich mittlerweile schon ziemlich ähnlich zu Prenzlauer Berg… deshalb bin ich weggezogen…