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Wo die wilden Kerle wohnen

Sie haben alle Prozesse gegen ihren Vermieter verloren, aber lassen die Köpfe nicht hängen: Die Bewohner des Friedrichshainer Hausprojekts in der Liebigstraße 14 reagieren mit einer Charmeoffensive auf die drohende Räumung. Mit Info-Veranstaltungen und Konzerten wollen sie seit Wochen zeigen, wie sie wirklich leben und warum ein Fortbestand der Wohngemeinschaft auch für andere Berliner von Bedeutung sein könnte. Das Haus, das oft wie eine Trutzburg wirkt, öffnet seine Türen einen Spalt breit.

Dazu zählt auch eine Freiluft-Galerie mit Fotos von drinnen, die jemand an die Hauswand geklebt hat. Auf den Bildern ist das dicht plakatierte Treppenhaus zu sehen, bunt bemalte Türen und Gemeinschaftsküchen. Für den Betrachter öffnen Bewohner ihre Zimmer – und siehe da: es ist aufgeräumt, sogar die Nietenlederjacke hängt ordentlich am Haken.

Ganz anders informierte die Bild-Zeitung ihre Leser nach der Räumung eines Hausprojekts in der Brunnenstraße. Das Boulevardblatt präsentierte eine Bildergalerie nach dem Motto: Schaut her, so verlottert hausten die Chaoten.

Bilder der Fotoausstellung Inside-Out

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13 Kommentare zu “Wo die wilden Kerle wohnen”



  • Diese Leute sollten sich lieber Gedanken machen, wo sie demnächst wohnen. Anstatt jetzt das Haus auch noch von außen vollzukleistern.


  • (da hat der tagesspiegel ja einmal mehr fuer sein entruestetes Sockenbuegler-Publikum die richtigen Illustrationen des Grauens gefunden, hoffentlich verschluckt da jemand seine fette Cremetorte)

  • Kritischer_Staatsnuerger


    Schon komisch welches “Rechtsverständnis” in Deutschland zu herrschen scheint. Man hat verloren will es aber nicht wahr haben. Man stelle sich diese “Rechtsauffassung” bitte schön mal an anderer Stelle vor. Also z.B. der Mörder der meint rechtens gehandelt zu haben oder ähnlich “kriminelle” Typen die ihre Urteile nicht akzeptieren wollen.

    Jaja, ich weis, jetzt kommt gleich die Anmerkung “KANN MAN NICHT MITEINANDER VERGLEICHEN”. Bescheidene Frage dazu: “Warum nicht”. Recht ist recht und muss Recht bleiben, egal ob Straf-, Zivil-, Verkehrs- oder ähnliches Recht”. Da gibt es keine Ausnahmeregelungen, für “NIEMANDEN”.

    Tscha, so ist das halt wenn man “linken” und “autonomen” Terror viel zu lange mit “Deeskallationstaktik” oder ähnlichen Dummfug verharmlost, anstatt zu zeigen wer im Staat das sagen hat und wie die Gewaltenteilung im Staat realisiert ist.

    Und wenn dann alles nichts geholfen hat, dann errichte man auch “brennende” Barrikaden (Zur Zeit zwar noch nicht, kommt aber mit Sicherheit auch noch) oder greift zu anderen Mitteln.

    Kennt man doch bereits zu genüge.


  • Die Sympathie für linke Rechtsbrecher und Gewalttäter ist ein Trend, der so sbsurd wie gefährlich ist.


  • Ich fand diesen Blog schon immer merkwürdig, aber das links-intellektuelle, pseudo-subkulturelle Geschmäckle nervt langsam wirklich. Tagesspiegel: Abschalten bitte!


    • Alles was nicht in Weltbild passt abschalten zu lassen wäre Ihrer Ansicht nach eine Lösung?
      Ein bisschen mehr Toleranz wäre vielleicht gut, wir halten Sie ja auch aus und wollen Sie nicht verbieten oder abschalten.


  • Ich glaube ja kaum, daß die Bewohner durch solche “freundlichen” Aktionen noch etwas für ihre Wohngemeinschaft tun können. Obohl sich sogar der Bürgermeister Franz Schulz gegen die Räumung stark macht. Der Hausbesitzer lässt sich aber sicher auch nichtdurch eine Ausstellung von seiner harten Haltung abbringen.


  • Ich muss ehrlich gesagt den oberen Meinungen beipflichten.

    Wir sind nicht mehr im Kommunismus/Sozialismus. Hier gehört nicht jedem alles nur weil mal es gern so hätte.

    Gerade der Fall dieses Hauses ist doch in den Medien gut dokumentiert worden.

    Es gibt einen Eigentümer und es gibt (Ex?)-Besetzer. Vor allem aber gibts ein Gerichtsurteil. Das kann man gut oder schlecht finden aber es steht.
    Es gibt in der Stadt genug Wohnraum den die Ex-Besetzer gern anmieten können. Der einzige Nachteil ist eben dort muss real Miete gezahlt werden.

    Für die Plakate sollte das Ordnungsamt noch eine Strafgebühr an die Verursacher stellen. Schließlich ist das aufhängen von Plakaten in der Stadt Genehmigungs- und Gebührenpflichtig.


  • ich frage mich grad, was das hier mit linker gewalt und terror zu tun hat…

    gerade durch solche aktionen wird evtl. mit vorurteilen aufgeräumt (im wahrsten sinn), ich finde das gut. aber mancher will seine vorurteile wohl gar nicht ablegen.


  • Die Weimarer Großmäuler über mir nerven doch sehr. Sie haben den Gedanken der Demokratie nie verstanden. Sind nichts weiter als typisch deutsche Speichellecker.
    Friedrichshain hat eine besondere geschichtliche Vergangenheit. Nicht nur, dass die Friedensbewegung im ehem. Osten hier besonders zum Umbruch, nein zur Revolution geführt hatte (der einzige demokr. Moment in Dland), nein, auch die Jahre danach waren richtungsweisend.
    Die Menschen in dem Haus zahlen seit jeher Miete. Von wegen Besetzer… Lüge! Das Gerichtsurteil, eine Farce.
    Dieses Rechts-verständnis kennen wir sehr gut: Was Gerichte sagen stimmt, egal wie. Dummerweise handelt das Gericht “im Namen des Volkes”, dazu gehören aber nunmal auch Menschen dazu, die anders leben wollen, wie die Bewohner/innen der Liebig14. Das passt, wie immer, solchen obrigkeitshörigen, nichtsbedeutenden Kommentatoren nicht. Tja. Willkommen in der Demokratie. Das ist ein Lernprozess, der leider mit den Bomben der Alliierten nicht fruchtete. Denk ich an Dland in der Nacht….
    Heult nicht rum, zieht doch nach P-berg und wenn Ihr schon keine Ahnung habt: einfach mal den Mund halten!


    • Viele Ausrufezeichen!!! Alle lügen außer Ihnen selber. Alle sind deutsche SpeichelleckerInnen, GroßmäulerInnen, nicht genügend plattgebombt. Oje oje…

      Schon klar, lieber Karlson. Lassen Sie uns gerne mal persönlich treffen, dann bringe ich Ihnen bei, was ich von Ihrem ungehobeltem Verhalten halte und zeige Ihnen dass es mehr braucht als eine große Klappe.

      Aus Berlin bin ich übrigens schon längst weggezogen. Wegen Gestalten wie Ihnen. Jeden Tag ertrage ich das nicht mehr. ;-)


  • Dass alle Kommentatoren außer einem unisono singen, zeigt doch ganz deutlich, was die Leute drumherum davon denken. Da nützt auch kein Spalt mehr, der sich öffnet oder Plakate von innen nach draußen gehängt…. Ich habe jahrelang in dieser Ecke gelebt…ausgehalten….ich musste gehen, weil ich von diesem Anblick Tag für Tag kaputtgegangen wäre….Wenn man ständig auf diese Ruinen und die Menschen, also die ganzen kleinen “NEUBERLINER” schaut, ne, da kriegste Spontandepressionen….diese Perspektivlosigkeit….im Sommer Tag f Tag TROMMELN AUF DER STRAßE….von Juni bis es scheit….neeeeeee!
    Friedensbewegung in Friedrichshain aus Friedrichshain, papperlapapp. Was hat das den mit diesen besetzen Häusern zu tun, welche hoffentlich bald alle geräumt und entkernt werden? Mir hat die Friedensbewegung mal was gebracht: ich hatte die Stasi vom Hals und ich habe seitdem Demokratie. Diejenigen, die in diesen Häusern leben, die haben doch zur Zeit der Friedensbewegung i Friedrichshain noch als Quark im Schaufenster gestanden.
    Mit dem Bezirksbürgermeister muss ich ooch noch mal nen Hühnchen rupfen! Der soll Politik machen!

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Neue Kommentare

  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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