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Drei Berliner flitzen durch Afrika

Drei Berliner in Afrika

Warum sie aus Berlin abgehauen sind, weiß ich nicht. Vielleicht suchten die drei Erholung von der Stadt der lächelnden Busfahrer oder flüchten vor der Kälte in Europa. Jedenfalls haben sich Christian, Guido und Olli im letzten Jahr einen alten Mercedes-Transporter gekauft und sind damit von Berlin aus nach Afrika gefahren. Ihr Fluchtweg liest sich wie nicht wie ein Paddel-Trip im Spreewald: Tschechien, Slowakai, Ungarn, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Syrien, Jordanien, Saudi-Arabien, Sudan, Äthiopien, Kenia, Uganda, Ruanda, Kongo, Uganda, Kenia. Nach einer kurzen Unterbrechung mit Rückflug nach Berlin ging’s weiter nach Tansania und im Moment reisen sie durch Malawi.

Dabei geraten sie in Stammesfehden, treffen Rastafaris und uneinsichtige Entwicklungshelfer. In Dörfern verschenken sie Fußbälle an Kinder, mit denen sie auch den ein oder anderen Wegelagerer bestechen können. Ihr Auto (Flitzer, hier ist ein wunderbares Video) bleibt dauernd irgendwo stecken und muss repariert werden. Aber es ist immer jemand da, der mit anpackt. Wenn ich hier, in Berlin, vor meinem Fenster zum Hof sitze und ihr Reise-Blog lese, werde ich einen Gedanken nicht los: Nochmal so einen Winter wie diesen in Berlin und ich pack meine Sachen!

Reisen bildet! Bildet Reisegruppen! Blog von Christian, Guido und Olli

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11 Kommentare zu “Drei Berliner flitzen durch Afrika”


  • Gutmenschenromantik.

    Wer einmal längerfristig in Afrika (war ich 3 Jahre in verschiedenen Ländern auch einigen der genannten) war verliert sehr schnell seine Sozialromantischen Vorstellungen von unwissenden Europäern.

    Wenn ich dann noch lese das diese Gruppe allein mit einem Auto durch z.B. Kongo, Ruanda und Uganda fährt (zusätzlich noch einen Reiseblog macht? (eine Landesteile haben kein Wasser/Strom/Telefon/Internet)) muss ich sagen sehr leichtsinnig.
    Ich hoffe diese Leute wissen was Sie tun.

    Unserer Gruppe von Helfern wäre es nie in den Sinn gekommen (war auch nicht empfohlen worden) eigenmächtig z.B. im Kongo oder Ruanda zu reisen. Viel zu gefährlich.
    Da werden auch gelegentlich mal “UN-Blauhelme” ermordet und die sind wenigstens bewaffnet.

    Dann lieber einen “lauwarmen oder nasskalten” Winter in Deutschland.


    • Gutmenschenromantik

      Sicher begeben sich die Jungs bei ihrer Reise auch in Gefahren, die man als Außenstehender kaum einschätzen kann. Aber sie sehen auch mehr als andere Afrika-Touristen, die aus ihren klimatisierten Hotels mal auf eine Safari gekarrt werden. Ich bin einigermaßen beruhigt, da sie erfahrene Traveller sind.

  • Leichtsinnige Jungs ist vielleicht ein passender Ausdruck.

    Die Gefahren kann man nicht nur kaum einschätzen sondern überhaupt nicht! Das können nicht mal die Einheimischen.
    Schon gar keine “Freizeittouristen” aus Deutschland.

    Ich empfehle Ihnen die einschlägigen Seiten Reiseempfehlungen z.B. zu den genannten afrikanischen Ländern Äthiopien, Uganda, Ruanda, Kongo, Uganda, Kenia mal anzuschauen.
    http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Sicherheitshinweise-Laenderauswahlseite.jsp

    Sie werden dann wohl auch feststellen das diese “Jungs” zwar mehr als Hotel und Pool sehen (sofern das alles wahr ist- was noch im Raum steht) aber auch ein Risiko eingehen dass Leichtsinniger nicht sein kann, da Sie 24h am Tag mit Ihrem Leben spielen.

    Wenn ich dann noch Jordanien lese fallen mir doch glatt die Bilder der vor einigen Jahren entführten Motorradtouristen ein, wie sie heulend in eine Kamera schluchzen “Man möge Sie doch freikaufen”….

    • Vermischen Sie da jetzt nicht zwei Geschichten? Was hat Jordanien mit den entführten Motorradfahrern zu tun? Die Entführung, die Sie ansprechen, hat sich in Algerien abgespielt, das ist ein paar Kilometer weiter westlich und jene Gegend außerdem mit ein paar weniger Polizisten ausgestattet.
      Ich habe, zufällig, einen der Entführten in Jordanien (ja tatsächlich, ich war schon mal in diesem “gefährlichen” Land) getroffen, er hat z.B. berichtet, dass die örtlichen Behörden von der Fahrt wussten und auch vor keinen konkreten Gefahren warnten. So viel zur Berichterstattung.
      Bevor Sie vor Reisen in bestimmte Länder warnen, sollten Sie sich etwas besser damit auseinandergesetzt haben und nicht einfach nur Medienberichte und “Hören-Sagen”-Geschichten weitergeben. Das erinnert mich ein bisschen an die Älteren in meinem Dorf: Meine kleine Schwester, die jetzt auf das Gymnasium kommt, hat meine etwas ältere Schwester in Indien, in Varanasi, besucht. Die Dorffrauen haben die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil doch in Mumbai der Anschlag war und jetzt Indien allgemein zum Terrorgebiet ernannt wurde…
      Glückwunsch, jeder der Arabisch spricht (oder zumindest eine Sprache, die vielleicht so klingen könnte – man hat es ja selbst noch nie gehört) ist Terrorist, jedes afrikanische Land von Räubern und Wegelagerern durchdrungen und in Europa schmeißen die Juden kleine Kinder in den Brunnen – sonst noch irgendwelche Vorurteile????? (Vorsicht – Sarkasmus!!)

  • Registhan Ka Rajkumar

    Ich möchte ja nun keine Realität verleumdnen (die in Teilen der Afrikanischen Ländern zu 100% besteht) und auch nicht behaupten, dass sich jeder Backpacker sorgenlos auf der 3. Reise nach Äthiopien oder Ruanda begeben kann.
    Aber wenn ich mir die Website des Auswärtigen Amtes ansehe, dann wird klar dass sie jedweden Realismus nichtmal ain annähernder weiße anspielt.
    Ich kann das gut beurteilen, ich habe schon mehrere Reisen durch Indien unternommen und lebe momentan dort. Seit meinem 12. Lebensjahr bin ich durch Nordindien unterwegs. 4 Jahre her nun.
    Ginge es nach dem Auswärtigen Amt oder den Botschaften, sollten alle Deutschen das Land seit dem Bombenanschlägen im letzten Jahr verlassen haben und seit dem “Christmas Terror in Mumbai” gelte Indien als “primäres Ziel terroristischer Aktivitäten in Südostasien”.

    Folgt man den Ratschlägen der “einschlägigen Seiten” ist die Einreise und noch mehr der längere Aufenthalt übrigens in 67% aller afrikanischen Länder nicht empfohlen, sondern es wird eher davon abgeraten.

    Wenn die 3 nicht zu leichtsinnig sind und sich so gut wie möglich nicht als unerfahrene Toursiten kennzeichnen dann haben sie durchaus gute Chancen wertvolle Erfahrungen in den Ländern Nordafrikas zu sammeln.

    Deßhalb möge Gott mit ihnen auf ihrem Weg sein und der Wind in ihrem Rücken…
    Nmashkar aus der Wüste Thar ;)

  • Nachtrag: Die Drei sind übrigens gesund und munter wieder in Berlin angekommen. ;-)

    • Registhan ka Rajkumar

      Danke für die Nachricht.
      Das ist interessant, jetzt sind die ganzen Kritiker bestimmt enttäuscht ;-)
      Wäre interessant ein bisschen mehr darüber zu erfahren.
      Je nachdem ob Interesse oder Mitteilungs-bedürfnis besteht natürlich ^^

      Ich muss mich nochmal für die Antwort bedanken.

      Grüße (mittlerweile wieder aus Deutschland)
      Michél (der Wüstenprinz)

  • Tja, das Leben kann so scheisse sein, mann muss sich nur mühe geben.
    Nikolaus Köln

  • Das Reiseteam plant gerade ein Anschlussprojekt. Sie wollen in afrikanischen Dörfern ohne Stromanschluss die WM übertragen.
    Dafür suchen sie auf better places nach Sponsoren:
    Hier der Link:
    http://de.betterplace.org/projects/search?q=wmkino

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