Es ist schon ärgerlich: Mit der Abwrackprämie sorgt der Staat dafür, dass Berlins Straßen dreckig, überfüllt, laut und gefährlich bleiben. Besitzer alter Autos erhalten beim Kauf einer neuen Blechbüchse 2500 Euro. Wer dagegen seit 20 Jahren mit einem klapprigen Damenrad unterwegs ist und sich endlich einen Drahtesel mit funktionierender Gangschaltung anschaffen will, erhält nichts von den Steuermilliarden.
Unter dem Motto “Neue Räder braucht das Land” hat deshalb der Verkehrsclub Deutschland (VCD) eine Aktion zur Einforderung einer Abwrackprämie für alte Fahrräder gestartet.
Aber was wäre Berlin ohne seine Kiezgurken, ohne die NSU-Räder aus Vorkriegszeiten, ohne die alten Diamant-Möhren der DDR. Nein, eine Verschrottung wäre schade. Schauen Sie sich die Berliner Kandidaten für die Fahrrad-Abwrackprämie mal näher an!












Ein Hohn ist es, dass die Abwrackprämie sogar “Umweltprämie” genannt wird. Man hört doch tatsächlich, dass neue Pkw effizienter und sauberer sind. Das ist Volksverarsche ohne Gnade.
Zum Thema Fahrrad: Der VCD hat natürlich einerseits Recht, was das Missverhältnis aus Förderung von Rad- und Autoverkehr anbetrifft. Der übermäßig geförderte Autoverkehr führt zu übermäßiger Autonutzung, alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen sich unterordnen und gefährden lassen.
Allerdings ist das Problem m.E. nicht der Besitz von Fahrrädern. Hätten die Haushalte mehr Fahrräder, würde trotzdem nicht mehr Rad gefahren werden.
Vielmehr sollte man in eine behinderungs- und vor allem angstfreie Infrastruktur für Radfahrer - und damit meine ich bitte keine “Radwege” - investieren. Aber eine Regierung, die aus Autofahrern besteht, ist nicht in der Lage, die Belange der Radfahrer zu erkennen und zu bedienen. Stattdessen setzt sie mit Prämien für “moderne” Autos auf Volksverdummung.
das ist ein gutes Stichwort - tatsächlich lässt sich das an vielen Stellen Berlins nur durch die Abschaffung von sogenannten Radwegen herstellen, die oft nur eine sinnlose Gefahrenquelle sind. Wir brauchen mehr markierte Fahrstreifen auf der Fahrbahn!
Sehr geehrtet herr Onken,
ich selbst bin gezwungen mit dem Rad zu fahren,wo ich wohne in Baden Würtemberg,da kann man schon Radwege sehen und auch gefahrlos
fahren, aber leider viel zu wenig. In den Großen Sädten ist es genau wie in Berlin,ob wohl man bei dem hohen Verkehraufkommen bestimmt günstiger und stressfreier an sein Ziel kommt und es ist
auch für die Figur nicht schlecht.Es wäre schon sehr gut wen es eine Gefahrfreihe Struchtur geben würde.Ob aber Fahrbahnstreifen, das Richtige wären, bezweifle ich ganz stark, den die würden ,vor allem im Hauptverkehr von den Autofahren genuzt. Richtige Radwege wären von meiner Sicht aus schon besser und sicherer.