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Berlin brutal #9: Achtlos von der Brücke gestürzt

Fahrradleiche an der Warschauer Brücke - Foto: Henning Onken

Sie baumeln lange an alten Schlössern über dem Geländer wie an einem Galgen, manchmal mehrere Monate lang. Dann und wann stürzt wieder eins in die Tiefe: Die Gleise unter der Fußgängerbrücke am S-Bahnhof Warschauer Straße sind eine Müllhalde und ein kleiner Friedhof für Fahrräder.

Jeden Tag eilen hier tausende Berliner vorbei, wechseln von der S- zur U-Bahn, wenn die nicht wieder streikt. Viele kommen aber auch mit dem Rad hierher und schließen es für ein paar Stunden am Geländer an. Gerade jetzt, wo das Wetter endlich wieder wärmer wird, schrumpft der Platz und die “Galerie der gehängten Brückenräder” wächst.

Eigentlich ist so ein Bild eine Anklage, denn sicher werden viele Velos über das Geländer gehoben, um Platz zu schaffen. Ein fieses Geschubse um die besten Anschließplätze also. Das ist ein wirklich blödes Verhalten. Es zeigt aber auch, dass diesem Bahnhof, der mit Millionenaufwand saniert wird, noch etwas fehlt, an das ganz Berlin nicht denkt- mehr Platz für Fahrräder!

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16 Kommentare zu “Berlin brutal #9: Achtlos von der Brücke gestürzt”


  • “Es zeigt aber auch, dass diesem mit Millionenaufwand sanierten Bahnhof immer noch etwas fehlt,…”

    prüft eigentlich niemand mal die blogs hier vor der veröffentlichung? der bahnhof wurde weder mit millionen noch überhaupt saniert… er ist vielmehr seit 3 jahren ein provisorium, das besteht, bis ostkreuz saniert und die strecken auf richtungsbetrieb umgestellt wurden.

    und wer sein fahrrdad dort anschliesst muss entweder noch nicht lange im kiez wohnen oder ein grosses urvertrauen darin haben, dass es abends immer noch in gleicher weise dort steht.

    vielleicht solltest du aber uch mal auf die rücksichtlosen radfahrer eingehen, die kreuz und quer über den bürgersteig radeln, während sich gerade halb friedrichshain auf den weg zur arbeit macht…

  • benutzernamenversager

    @anja
    Tach! Hier ging´s um die fehlenden Fahrradabstellplätze, nicht um rücksichtslose Radfahrer…Also: Falsche Antwort!

  • ….noch etwas fehlt, an das ganz Berlin nicht denkt- mehr Platz für Fahrräder!

    das halte ich für keine allzu clevere aussage.
    was fehlt sind leute die rücksicht auf ihre mitmenschen nehmen und nicht aus freude an der zerstörung sinnlos fahrräder über ein geländer werfen…

  • mehr platz für fahrräder – ja, vor allem auf den straßen. nicht nur abstellmöglichkeiten fehlen in dieser stadt, auch radspuren auf der fahrbahn, die nciht so lebensgefährlich sind, wie die meisten miesen radwege. ohne helm fahr ich seit langem nicht mehr

  • Wer stellt denn in dieser Gegend freiwillig sein eigenes “bezahltes” Fahrrad ab und dann schon am diesem Bahnhof? Nur Deppen und Personen die es loswerden wollen.

    Zur Info an den unwissenden Schreiberling: Der Bahnhof wird übrigens die nächsten Jahre für viel Geld erst umgebaut. Danach werden ausreichend Fahrradstellplätze vorhanden sein.

    Aber auch dann sollten sie vorher gut überlegen ob Sie da was anschließen wollen. Oder gleich davon ausgehen das es weg ist.
    Das ist Köpi-Gegend und mit dem Geld für Ihr Fahrrad finanzieren sich diese Leute Ihr Essen.

  • @Peter: schon klar, der bahnhof wird gerade umgebaut und das wird unübersehbar noch eine ganze weile dauern. aber wer weiß jetzt, ob es danach genug platz für fahrräder geben wird?

  • @Henning Onken

    Ich erzähle Ihnen sicher nichts neues dass es bevor (!) man einen Bahnhof/Gebäude/Straße…. saniert oder umbaut schon einen Plan gibt wie es später fertig aussieht oder?

    Sie können also, etwas Recherche vorausgesetzt, heute schon sehen wie es später mal aussehen wird.

  • ja, geplant wird in berlin viel… (-;

  • abgesehen, dass es schon sehr unüberlegt erscheint, sein Fahrrad neuerdings im freien Fall neben dem Brückengeländer zu hängen …,
    ein hohes Sicherheitsrisiko ist das, was scheinbar weder Verursacher noch irgend jemand anderes interessiert.

    Punkto Sauberkeit der Bahnhöfe:
    wenn man über Brücken geht, wo unten sich ein S-Bahnhof befindet, ist nicht nur der Bahnhof Warschauer Str. eine Müllhalde.
    Am Ende oder Anfang vieler Bahnhöfe sieht es dort aus wie im Schweinestall.
    Aber das scheint der Verwaltung S-Bahn völlig schnurz zu sein.
    Hat nur noch keiner gemerkt.
    Jeder sollte anfangen, vor seiner eigenen Haustür zu kehren.

  • fahrer hat wahrscheinlich recht mit dem kehren, aber das wär ganz schön ekelig. vor unserer haustür, d.h. im treppenhaus, wird regelmäßig ein schwarzer hund gekämpt. sehe nicht ein, weshalb ich das wegmachen soll. die besitzer sind alkoholiker und ständig bekifft. mit denen zu streiten erscheint sinnlos, wenn nicht gefährlich, mit messern hantiert der typ auch schon mal rum. letztens rief jemand aus der wohnung um hilfe, er würde mit einem messer bedroht.

  • ach Leute… Ihr redet über Fahrräder und jeden Tag gehen mindestens 10 Autoparkplätze flöten. Durch Parkraumsanierung und Fahrrad-Tussen die in den Ämtern in den kleinen Büros Frust schieben. Es ist glaub ich allgemein wichtig jeglichen platz “gut” zu planen ! Da sollte an den richtigen Plätzen im Straßenamt mal jemand ausgetauscht werden ! Also viel spaß noch !

  • …Zap hat recht, denn ich sehe immer wieder angetrunkene Idioten, die meinen müssen die Fahrräder über die Brüstung zu werfen.
    Und noch etwas….eingeschritten bin ich nicht, aus Furcht gleich hinterher geschmissen zu werden. Der Ton wird leider rauher in F’hain.

  • @onokha: Nicht wirklich, oder? Kann ja wohl nicht sein, dass da zu jeder Uhrzeit Hunderte von Leuten vorbeikommen und man sich trotzdem bedroht fühlt.

  • Wenn es nach mir ginge, würde ich sämtliche private PKW aus dem S-Bahnring ausschließen. Fahren dürften nur noch Busse und Fahrzeuge des öffentlichen Dienstes und auf das Auto angewiesene. Berlin muss noch viel Fahrrad freundlicher werden. Ein Anfang wäre zumindest, wenn man die Parkplatzgebühren hier auf 4 Euro pro Stunde heraufsetzt.

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