“Rosinen ohne Bomber”? Ja, es gibt sie noch, die Bergpartei, und sie beteiligt sich an der Debatte um Tempelhof. Während Tempelhof-Gegner und Befürworter seit Monaten hoch emotionale Kampagnen zur Zukunft des Flughafens führen, mobilisiert die Friedrichshainer Partei mit mehr oder weniger subtilen Spitzen gegen den Volksentscheid. “Nur Schweine können fliegen” heißt es auf einem anderen Plakat.
Man wolle keine Empfehlungen für die Abstimmung geben, aber allein schon die Tatsache, dass die CDU eine Offenhaltung des Flughafens befürwortet, sei Grund genug, am kommenden Sonntag dagegen zu stimmen. Andererseits seien auch die Pläne von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD), einen neuen Stadtteil aus dem Boden zu stampfen, “Schmetterlinge aus Beton”. Die Wahl zwischen Pest und Cholera sozusagen – oder mit den Worten der Bergpartei – zwischen “blöd und bescheuert”. Von steigenden Mieten und verbauten Aussichten für die Anwohner ist da die Rede.
Natürlich ist die Bergpartei nicht nur dagegen, auch wenn sich der Eindruck durchaus aufdrängt. Neben einem absoluten Bauverbot und einer Einstellung des Flugbetriebs wollen die Leute um Hauke Stiewe, dass jeder Berliner einen Baum auf dem Flughafengelände pflanzt. Da es wohl nicht dazu kommen wird, muss an dieser Stelle nicht nachgerechnet werden, ob die 386 Hektar Freifläche überhaupt ausreichen würden. Eine Anleitung zum Baum pflanzen gibt ansonsten das Männermagazin Men’s Health: “Drei Dinge muss der Mann bekanntlich im Leben vollbringen: Einen Sohn zeugen, ein Haus bauen und einen Baum pflanzen. Letzteres wird in unserem überbauten Land langsam zur schwierigsten Aufgabe [...].”
Foto: Henning Onken









Selten so einen Unsinn gelesen.
Die Stadt spinnt langsam wegen Tempelhof.
Wird Zeit das der geschlossen wird. Ob da allerdings jeder Bäume pflanzen kann wage ich zu bezweifeln.
Das die Jugend heute auch zu blöd zum Kinder kriegen ist zeigt uns ja die Demografie. Also fällt der Sohn auch aus.
finde die tempelhofmanie auch lächerlich. andereseits: dass gerade die union die direkte demokratie für sich entdeckt, ist schon lustig.
Dumm ist nur das seinerzeit Eberhard Diepken aus der CDU die Schließung unterschrieben und beschlossen hat.
Herr W. hat das “Pech” dieses jetzt umsetzen zu müssen. Wobei er ja auch einige etwas arrogant klingende Aussagen gemacht hat.