Wir bloggen Berlin – Blog News Bezirke

Pub Crawl – das organisierte Komasaufen

Flatrate-Trinken für englischsprachige Touristen: Inzwischen gibt es in Berlin mehrere Anbieter, die Besucher gruppenweise durch Kneipen und Clubs schleusen. Fünf Locations an einem Abend in einer Gruppe von bis zu zwanzig Leuten und das alles für zwölf Euro. Es sei nett, aber etwas stressig gewesen, meint die englische Mitbewohnerin, als sie wieder bei Kräften ist. Der Abend begann in der Revaler Straße in Friedrichshain und endete an einem unbestimmten Ort. “Ach, keine Ahnung, ich habe ein Taxi genommen”.
Pub Crawling in Berlin ist längst kein Geheimtipp mehr, das mag auch damit zusammenhängen, dass Lonely Planet, der beliebte englischsprachige Reiseführer, dieses Angebot inzwischen als Insider-Tipp aufgenommen hat. Gastwirte in Mitte sind genervt – einige wollen keine Gruppen mehr reinlassen.

In England sei es tabu, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken, erzählt die Mitbewohnerin weiter. Leute, die sich auf dem Weg zur Party noch schnell ein Becks kippen, gäbe es nicht. Dennoch sei “binge drinking” in Kneipen weit verbreitet. An Freitagen und Samstagen sollen einem Bericht des Guardian zufolge zwei Drittel aller Krankenwagen-Einsätze in London auf Alkohol-Exzesse zurückzuführen seien.
Die Erfinder der Kneipentouren in Berlin, ein australisches Ehepaar, haben so eine lukrative Nische im Berlin-Tourismus gefunden. Die Branche wächst, Pub Crawl Berlin stellt inzwischen neue Leute ein.

Website: Insider Tours
Täglich Pub Crawls in Mitte, Treffpunkt Hackescher Markt um 20.30 Uhr, 10/12 Euro

Website: Pub Crawl Berlin
Freitag bis Sonntag um 20 Uhr, Treffpunkt S-Bhf Warschauer Straße, 10/12 Euro

Auch lesenswert:

7 Kommentare zu “Pub Crawl – das organisierte Komasaufen”



  • das organisierte komasaufen????

    bitte, warst du selbst mal auf einer tour eines seriösen anbieters?
    sind jetzt die tour anbieter, die, natürlich auch pub crawls anbieten, schuld an allem übel? daran, das deutsche (!!!!), minderjährige (!!!) kids so viel trinken, das sie im krankenhaus landen oder sich gar zu tode saufen? (wie wäre es zum beispiel mal damit über die deutschen….nein, nicht die lehrer, nicht die barkeeper, aber….mmmmhhhh die ELTERN, die ihre gören erziehen sollten zu reden???)

    die gäste der tour anbieter (zumindest der guten, die ich kenne, und ich arbeite für eine von 2 sehr guten firmen in berlin) müssen 18 jahre alt sein. damit scheidet es aus das wir minderjährige “abfüllen”. dann haben diese touren extrem selten deutsche gäste, und wenn, dann nur nach einem ach-so-spektakulärem-tv-auftritt einer oder mehrerer firmen. das die presse die bilder immer so zurechtschneidet, wie sie es gerade braucht, glauben nämlich die wenigsten. am ende der nacht sind die deustchen gäste enttäuscht, nach dem motto “wie, ich kann ja noch gerade laufen, ich dachte, auf dieser tour kotze ich die ganze zeit und lande dann um spätestens 22:00uhr im krankenwagen?!”

    davon abgesehen, das gute anbieter noch nie (nie!!) flatrate sachen angeboten haben…..wofür ist das berliner nachtleben bekannt? genau: 24 stunden feiern, und das sollen die berlin besucher auch durchhalten können….

    also: bitte ein bischen objektivität bewahren, mitkommen, anschauen, mitfeiern, lustig, fröhlich, ausgelassen, mit alkohol, ohne kotzen, ohne koma, nur feiern. sich ein eigenes uteil bilden.

    jeden abend am hackeschen markt, 20:30

    simone


  • Nun gut, ich finde auch, dass es derzeit ein wenig hysterisch zugeht, sobald Jugendliche und Alkohol in Verbindung gebracht werden. Als sei es ein Ergebnis unserer Zeit, dass Jugendliche am Wochenende sturzbesoffen seien. Schon mein Opa erzählte aus seiner Studienzeit von zünftigen Gelagen, die heutzutage sicher als Komasaufen oder Flatrate durchgehen würden.

    Dennoch, beste Simone, fällt mir bei dir das Sprichwort “Getroffene Hunde bellen” ein. Alles was ich bei an mir vorbeiziehen Crawlings gesehen habe, waren sturzbesoffene junge Angelsachsen, die spätestens am Tacheles nicht mehr wussten wo vorn und hinten ist, aber noch immer fein per Wodka-Irgendwas abgefüllt werden. Es geht bei Euch nun mal um´s “Trinken” und nicht um Sightseeing. Und am Ende tun die Teilnehmer halt das, was der Name der Tour aussagt – crawling. Ganz so harmlos ist die Tour also sicher nicht, auch wenn es bestimmt ein riesen Spaß für die Teilnehmer ist.


  • mic, diese tour soll nach meiner meinung auch garnicht als harmlos bezeichnet werden..
    ..allerdings gibt es zwischen harmlos und total krank noch eine feine mitte..

    pubcrawling sollte ein bestandteil der nacht- und clubszene berlins darstellen und keinesfalls jugendgefaehrdende flatrate-koma-sauf-gelager..
    ich selbst habe pubcrawling und alle teilnehmer als total lustig und friedlich kennengelernt..

    ..ich bin wie simone fest der einstellung, dass sich jeder eine eigene meinung bilden sollte, bevor dieses thema (wie durch die medien) als jugendgefaehrdend abgehakt wird..

    ..ich haette es nicht besser formulieren koennen:

    >>”bitte ein bischen objektivität bewahren, mitkommen, anschauen, mitfeiern, lustig, fröhlich, ausgelassen, mit alkohol, ohne kotzen, ohne koma, nur feiern. sich ein eigenes uteil bilden!”<<


  • Ich finde PubCrawling nervig. Ich selbst wohne in Mitte und darf mir jede Nacht sturzbetrunkene, schreiende und flaschenwerfende englischsprachige Touris anhören. Ganz klasse. Zumal die Touren von verschiedenen Anbietern erfolgen und ich das gleiche Gebrülle alle 20 Minuten höre. Ich finde es eine Frechheit das sowas angeboten wird und die Tourguides nicht annähernd mal die dauerbesoffenen Touris auffordern sich gemäßigt zu verhalten!

    So was gehört abgeschafft


  • Hm..ich war selber ein paar Mal auf einem Pub Crawl und fand es damals nett. Nette Australier und Amerikaner kennengelernt und eher waren die Briten für mich grenzwertig wenn der Alkoholpegel anstieg. Die Guides haben aber immer versucht die Trinkmeute zu beruhigen und, ja, es geht zum großen Teil ums Saufen. Das aber insgesamt Touristen der Respekt vor wöchentlicher Nachtruhe von Anwohnern am Arsch vorbeigeht, kann ich man schön auf der gehypten Admiralbrücke sehen. Selbst nach Aufforderung von der Polizei wird selbst noch um 23 Uhr getrommelt was das Zeug hält.


  • Irgendwie ist es ja verständlich, dass hier die Veranstalter der Sauftouren (siehe Kommentar Nr. 1) ihr grandioses Konzept verteidigen. Schließlich leben die nicht schlecht davon. Vielleicht sollte man sich aber mal die Mühe machen die Anwohner zu fragen, die Nacht für Nacht, JEDEN Tag, das Gegröle von 20-50 sturzbetrunkenen Menschen ertragen müssen. Rund um die Oranienburger Straße bis zur Rosenthaler kann man inzwischen im Sommer wegen des Lärms nicht mehr bei offenem Fenster schlafen…. Dank Leuten wie Simone. Danke. Danke. Danke!

Die Kommentare sind zur Zeit geschlossen.

Neue Kommentare

  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

Zufallsfotos

Kostenlos abonnieren

Unser RSS-Feed enthält alle neuen Artikel. Ihr könnt sie auch bequem als E-Mail abonnieren
fensterzumhof.eu gibt es jetzt auch in einer Smartphone-Version

Anzeige

Berliner Streetart

Berlin bei Nacht

Fassaden der Hauptstadt

Berliner Hinterhöfe

Andere Blogs


Wenn Sie auf dieser Seite verbleiben, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr Informationen

Diese Website verwendet Cookies, um Anzeigen zu personalisieren. Informationen zu Ihrer Nutzung dieser Webseite werden an Werbepartner weitergegeben. Indem Sie weiter auf dieser Website navigieren, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers zu ändern, stimmen Sie dieser Verwendung von Cookies zu.

Schließen