
“Es geht uns soweit gut, Polizisten muss man wie erwartet schmieren und die Gullydeckel fehlen überall”, schrieb mir ein Freund, der unlängst ein Auto von Deutschland in die Mongolei überführte und dabei durch die Ukraine fuhr. “Ab Tempo 80 rummst es aber kaum mehr”, so sein Fazit über einen “Sport”, der auch in Berlin immer beliebter wird.
Buntmetalldiebe luden sich am Sonntag in Pankow und Reinickendorf offenbar eine ganze Lkw-Pritsche mit den 80 Kilo schweren Gullydeckeln voll und kassierten beim Altmetallhändler zwischen sechs und zehn Euro pro Stück. Zudem haben es immer mehr Diebe auch auf die Kupferkabel aus Oberleitungen der Deutschen Bahn abgesehen. Das ist nicht mehr allzu weit weg von Verhältnissen in einigen Ländern Afrikas. Dort gibt es keine Festnetztelefonie, weil die frisch verlegten Kupferkabel statt zum Telefonieren immer wieder herausgerissen werden und als Bezäunung von Viehwiesen Verwendung finden. Die größte Altmetallquelle in Berlin dürfte die Palast-Ruine sein, die gerade professionell zerlegt wird.
Was also tun, um eine weitere Demontage unserer Infrastruktur zu verhindern? Schlösser für Gullydeckel, Kontrollen bei Altmetallhändlern oder Tempo 80 für die Innenstadt?
Foto: Gullydeckel aus aller Welt, der siebte von oben, links nach rechts, ist aus Berlin – Credit: Nuco



Seit Sonntag können sich Besucher und Einwohner von Paris über mehr Mieträder freuen – mehr als 10.000 Stück davon hat die Stadtverwaltung bereitgestellt. Nichts neues für europäische Großstädte, auch in Berlin stehen an jeder Ecke Mieträder der Deutschen Bahn herum. Doch für 30 Euro lassen sich die Pariser Fahrräder gleich 


Die Kottbusser Brücke ist ein Umschlagplatz für Autos, schon seit langem. Auf der Neuköllner Seite werden dienstags neuerdings auch gebrauchte Fahrräder verkauft. Wer leidenschaftslos ist, ob er mit einem roten Damen-Mountainbike oder einem silber-metallenen Herrenrad durch die Stadt kurvt, wird bestimmt fündig.






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