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Archiv für das 'Mitte'-tag

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Köpi-Bewohner: Rausgekegelt?

Konzert in der Köpi - Foto: Christian HeteyBlase war einer der Ersten , die sich in dem baufälligen Haus einquartierten. Ein Sportclub war gerade ausgezogen und hatte Funktionärsräume, sozialistische Fahnen und mehrere Kegelbahnen hinterlassen. Das war 1990. Keiner der Besetzer, mit denen Blase das verlassene Gebäude in der Köpenicker Straße zum selbstverwalteten Kulturzentrum “Köpi” ausbaute und die schließlich sogar Miete zahlten, interessierte sich für’s Kegeln.

17 Jahre später droht dem Haus samt angrenzenden Wagenplatz nun die Räumung durch einen neuen Eigentümer, der ohne die bisherigen Bewohner plant. Vielleicht fallen vielen Berlinern kaum Gründe ein, warum hier nicht Bürobauten der “Media Spree” hochgezogen werden sollten. Die paar Gestalten mit bunten Haaren, die im Hof auf einem Autowrack sitzen, könnten sich ja genauso gut woanders sonnen..

Dennoch hat dieses Hausprojekt Fans in der ganzen Welt. Leute, die die Konzerte von Bands wie From the Ashes oder “No conforme” besucht haben – Knüppelpunk aus Finnland oder Grindcore aus Kalifornien, die man sonst in keinem der Berliner Clubs hätte hören können. ‘Köpi-Bewohner: Rausgekegelt?’ weiterlesen

Bev Lee Harling im Abo

Foto: promoBev Lee Harling ist heute wieder in Berlin und spielt um 24 Uhr im Bohannon. Die Mitbewohnerin sitzt an der Quelle, sie steht immer ganz früh auf der Gästeliste. Eintritt zahlt S. fast nie – das Pay-Nothing-Abo. Wie ist das mit Gästelisten? Er könne sich nicht mehr daran erinnern, wann er zuletzt Karten für ein Konzert gekauft habe, sagt ein Bekannter, der ziemlich gut vernetzt ist. Er scheint alle Clubbetreiber und Konzertveranstalter Berlins zu kennen. “Hauptsache der Laden ist voll, die verdienen vor allem an den Getränken.” Daher käme fast die Hälfte der Konzertbesucher über Gästelisten umsonst rein. Klingt plausibel. Etwas ähnliches erzählte letzte Woche eine Frau, die für ein Warschauer Stadtmagazin schreibt. “Wer Eintritt zahlt, hat etwas falsch gemacht.”

Wieso also zu Bev Lee Harling – zum dritten Mal innerhalb des letzten halben Jahres? Die Künstlerin umsonst sehen, was das Konzert vielleicht sogar entwertet? Harlings Musik ist entspannt, eine Mischung aus Pop, Folk und Jazz. Die Songwriterin aus London ist studierte Jazzmusikerin und kommt weitgehend ohne musikalische Begleitung aus. Sie spielt selbst Keyboard und Viola. Harling sei “eine der aufregensten Persönlichkeiten, die Genregrenzen überwindet” und nicht in eine Schublade einzuordnen sei, schreiben die Veranstalter. Eine Hörprobe gibt es bei MySpace.

Bev Lee Harling, Bohannon Soul Club, Dircksenstraße 40, S-Bahn Hackescher Markt, Eintritt 7 Euro.

Schlossplatz: Haie in der Spree

Palast der Republik - Schloßplatz

Hallo, was machen Sie denn da?”, ruft eine Frauenstimme. “Fotos”, sage ich in die Dunkelheit hinein, und sehe schemenhaft, wie sich wenige Meter von mir eine Person aufrichtet. Offenbar beruhigt diese Antwort, sie kuschelt sich wieder in ihren Schlafsack und erzählt mir im Liegen von Berlin: Historische Gebäude verschwimmen mit Museen und unendlich vielen Gesichtern in der U-Bahn – Nachtgedanken einer Touristin aus Koblenz, die erst am Mittag angereist ist. Vom Palast der Republik hat Ines nichts gehört, obwohl sie mit ihrer Freundin direkt am Bauzaun pennt. Es ist drei Uhr morgens und Vollmond, wir sind allein auf dem Schlossplatz.

Still ist es hier um diese Zeit, wie so oft an Orten, die verfallen. Aus Ruinen auferstanden, das war die DDR, denke ich. Und irgendwo dort, wo jetzt ein riesiges Loch im Stahlgerippe klafft, hat einst Honecker auf dem Balkon gestanden und lahm gewunken. Nimmermehr, statt 40 Jahren DDR feiert hier wohl bald das Kaiserreich mit einer stolzen Fassade eine kleine Wiederkehr. Aber das ist eine andere Geschichte, denn ich rede nicht über neue Träume von einem alten Schloss. Ich bin wie gebannt von der Ästhetik der Zerstörung. ‘Schlossplatz: Haie in der Spree’ weiterlesen

Neue Kommentare

  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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