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Total temporär: Um den Schlossplatz wird bald wieder gekämpft

“Humboldt-Forum nach Klein-Machnow, Kunsthalle bleibt!” Die Bauarbeiter am Schlossplatz staunen, Touristen zücken ihre Digicams. Wir schreiben den 5. Januar 2010.  Selbsternannte Kunsthallen-Retter sind unbemerkt über die Absperrgitter geklettert und haben den White Cube mit Transparenten verhüllt. Ein paar Meter weiter warten die Bagger und an der Info-Box in der Nähe kann eine Gruppe von Schloss-Freunden den Abriss kaum erwarten.

So könnte die nächste Runde im Kampf um den Schlossplatz aussehen. Sie verliefe kaum anders als die letzte, an deren Ende wir jetzt stehen. Weg mit dem Palast der Republik, her mit einer Zwischenlösung. Bei politischen Zeitenwenden kracht es: Kaiserreich gegen Sozialismus, ein Schloss stürzt ein. Die Berliner Republik sucht sich selbst – der Volkspalast verschwindet. Man kann nur hoffen, dass es dieser Platz bald zu einer Form bringt, die vielen Interessen gerecht wird. Das kann auch der Weihnachtsmarkt sein, der hier nicht mehr stattfinden wird, die Camper oder der Fuchs aus der Palast-Ruine.

Fotostrecke: Bauen Sie den Palast wieder auf! Klick für Klick, Geschichte wird gemacht…

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4 Kommentare zu “Total temporär: Um den Schlossplatz wird bald wieder gekämpft”



  • Besser der Whitecube als das 100.Shopping-Center. Aber dafür interessiert sich dann eh kein Mensch, es dauert ne ganze Weile, bis Leute ne emotionale Bindung zu etwas Neuem aufbauen, selbst wenn im Whitecube einige interessante Ausstellungen zu sehen sein werden.


  • Den Fake-Namen Humboldforum zu nehmen wenn man die Kopie vom Stadtschloss meint ist auch nett gemeint.

    Der Name klingt viel günstiger.


  • Berlin braucht sicher keine weiteren “Kämpfe” sondern mehr Pragmatismus. Im Vordergrund zukünftiger Diskussionen sollte eine langfristige Wiederherstellung maßvoller und menschlicher Stadträume durch ein eher kleinteiligeres Straßen- und Bebauungsmuster in der Mitte von Berlin stehen. Das Humboldt-Forum im Berliner Stadtschloss ist meiner Auffassung nach ein vernünftiger und tragfähiger Kompromiss, der eine Grundlage für eine weitere Planung ist, die sicher auch die Lebensqualität für die Anwohner verbessern wird. Pardon, aber wenn Sie zwingend Ihren “Kampf” führen müssen machen Sie dies bitte privat und nicht öffentlich.


    • Natürlich möchte die Schloss-Lobby, dass nicht öffentlich kritisiert wird. Ein Humboldt-Forum ist alles andere als pragmatisch, daraus erklären sich ja auch die Verzögerungen. Der PdR ist nun Geschichte, auch ihn braucht nun niemand mehr. Ein später Zeitpunkt, aber nicht zu spät, um mit dem Denken beginnen zu können, sprich pragmatisch zu werden.

      Einen Schwindel nach dem anderen hat man propagiert. Das Humboldt-Forum wäre auch alles andere als eine “kleinteilige Bebauung” nebenher bemerkt.

      Was ich nicht verstehe, dass es eine ganze Reihe von Fachleuten gibt, die sich in Schweigen hüllen. Einer Gesellschaft, in der es schon als schick gilt sich gegenseitig vollzulügen, und Hass zu schüren, wird durch das Fiasko des “Polit-Theaters” nur ein Spiegel vorgehalten, denke ich. Lobbys sind auch nur so etwas wie “Ellenbögen”.

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Neue Kommentare

  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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