Künstler-Kita: Zusammen malen bis zum Abriss

Was lässt sich tun gegen Leerstand in Berlin? Von Anwohnern fast vergessen, rottete bis vor kurzem eine Plattenbau-Kindertagesstätte am Bersarinplatz in Friedrichshain vor sich hin. Im letzten Jahr versuchten einige Hausbesetzer, den dreigeschössigen Bau als Kulturzentrum zu nutzen, doch die Polizei setzte der Aktion schnell ein Ende.

Im Juni 2007 zogen 32 Künstler in die Kita und dürfen diese in Absprache mit dem Besitzer bis zum Abriss im nächsten Jahr nutzen. Bis dahin richten sie dort Ateliers ein, musizieren gemeinsam, malen und feiern Partys. Traurig über das nahende Ende des Projekts und den Verlust ihrer Räume sind sie nicht.

Das Temporäre sei Teil des Konzepts der Künstler-Kita, meint etwa Julian Ronnefeldt, der Gründer des Projekts. Wenn an gleicher Stelle im nächsten Jahr Loftwohnungen gebaut werden, werden er und seine Künstler-Kollegen mit etwas Glück schon woanders arbeiten können: Es gibt in Berlin noch viele baufällige Gebäude, um die sich niemand kümmert, darunter auch so manche Plattenbau-Kita…

Mehr Infos unter: www.k-ita.de

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10 Antworten zu “Künstler-Kita: Zusammen malen bis zum Abriss”


  1. 1 hans-peter

    wo soll das hinführen, wenn leute einfach so öffenliche gebäude beschlagnahmen und das ganze auch noch als kunst verkaufen? wenn ich meinen dackel ein rotes tuch umbinde, ihn fotografiere und zum abdruck freigebe - ist das auch kunst? ´die sollten miete zahlen, wie alle anderen auch. oder was richtiges arbeiten, aber dafür sind die sich wahrscheinlich zu schade.

  2. 2 Dorothee Seidel

    Tolle Idee, die Räume so zu nutzen. Nett von dem Besitzer, das Haus einfach zur Verägung zu stellen. Ich finde es gut, wenn Kunst nicht nur von öffentlicher Seite gefördert wird, sondern auch Privatpersonen solche Projekte unterstützen. Mit Steuerzahlern hat das wenig zu tun, sofern ich den Autor richig verstanden habe. Ob sich der Besitzer etwas von der Zwischennutzung verspricht?

  3. 3 Anke

    Was für eine Freiheit muss es bedeuten, in Räumen künstlerisch tätig zu sein, in denen nichts zu verderben ist, nicht durch Farben, Kleister, Wasser oder… Dazu hätte ich auch Lust.

  4. 4 Anonymous

    netter Link, hab ihn heut beim Durchstöbern gefunden… werd sicher mal dort vorbeischauen- Berlin ist ja ne Kunststadt, also wieso sollte man nicht auch alternative Möglichkeiten unterstützen??? Immerhin ist das, was rauskommt, ja nicht zu verachten…..

  5. 5 Anonymous

    …bloss sind da auch andere künstler mit ihren Arbeiten und verschiedenen Genres am start
    … sollten bei einer präsenz nicht fehlen
    ansonsten super idee

  6. 6 julian

    Hans Peter I love you!!
    And I love your Dackel too!

  7. 7 Julian

    Anke dann komm doch einfac mal vorbei. Z.B am 1. Dezember haben wir offene Türen.

  8. 8 Berufstaetigerkuenstler

    Der Besitzer bekommt natuerlich saemtliche anfallenden kosten waehrend der Zwischennutzung (Betriebskosten, Steuern…) erstattet! das erwartet er sich. Um die zu bezahlen geht mensch dann auch einer Arbeit nach, koennt ich mir denken.

  9. 9 Julian

    Ja so in die Richtung geht das. Was ist schon komplett umsonst?!

  1. 1 Von der Kaufhalle zum Sexdiscounter | Fenster zum Hof

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