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Archiv für das 'Streetart'-tag

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Das Unglück beginnt mit einem Umzugslaster

Wientjes’ mobile bar from pz on Vimeo. via rebel:art

Zuerst hält eine Robbe und lädt feierwütige Studenten mit Ikea-Schreibtischen und Bücherkisten vor Altbauten ab. In der Öde verfallener Kieze gründen sie Kneipen, Cafés und Läden für seltsame Sachen, die keiner braucht. Dieses Gentrifizierungs-Szenario hat nun eine Berliner Künstlergruppe treffend persifliert: Auf den Pritschen von vier Umzugswagen haben sie eine Bar eingerichtet, stellen die Fahrzeuge an einem beliebigen Ort nebeneinander ab. Feiern mit allem, was für eine gute Kneipe dazugehört. Kaum hat sich der Standort herumgesprochen, düsen sie wieder davon – ohne die Mietpreise erhöht zu haben.

Soweit eine lustige Geschichte. Allerdings hätten die selbst ernannten Gentrifizierungs-Verhinderer ihre Kneipe woanders aufschlagen können als unter der Warschauer Brücke in Friedrichshain. Viele Berliner lassen dort ihre Bierflaschen fallen – auf dem Weg zu Clubs im südlichen Friedrichshain.  Dort gibt es nichts aufzuwerten.

Vielleicht hat Robben & Wientjes den Clip auch selbst gedreht. Aber Werbung braucht diese Firma eigentlich nicht. Wenn ich eine Robbe brauche, sind sie alle vermietet.

Aus Liebe zu Henry Miller: Ukrainer klebt seine Hosen an Berlins Wände

"Oh my Henry Miller" - Foto: Henning Onken

Über ganz Berlin verteilt hängen sieben Hosen mit sieben Briefen an Henry Miller. An ruhigen Plätzen, wie Sasha Shagi schreibt. Der ukrainische Künstler ist gekommen, um die Berliner mit seiner Begeisterung für den amerikanischen Autor anzustecken. Miller wird diese Briefe nicht mehr lesen können, denn er ist längst tot. Seine schriftstellerisch besten Jahre hatte er im Paris der 1930er Jahre, wo er so lebens- und liebeslustige Werke wie “Wendekreis des Krebses” schrieb.

Eine von Sashas Hosen habe ich in Friedrichshain gefunden, allerdings nicht an einer leisen Ecke. Den Brief hatte leider schon jemand mitgenommen. Ich hätte ihn gern gelesen. Also, falls jemand im Vorbeigehen irgendwo eine Hose auffällt, an die ein Brief geheftet ist, bitte melden!

Videos von Sasha Shagi, Projektblog und Fotos

Fototour: Berliner Streetart

Der Sieg eines stummen Freiheitskämpfers

Freiheitskämpfer im Volkspark Friedrichshain - Foto: Henning Onken

Er war eingesperrt wie ein Baby im Laufgitter. Tausende Mütter schoben ihre Kinderwagen an ihm vorbei. Jogger drehten endlos ihre Runden, während er auf die Freiheit wartete.

Wie der nackte Lanzenträger im Volkspark Friedrichshain schließlich die Fahne der Freiheit hisste, bleibt im Dunkeln. Sicher ist nur, dass dieser Ruf erhört wurde – das Gefängnis ist abgebaut. Jetzt ist er frei und trägt am selben Fleck einsam seine Lanze. “Krieg dem Kriege” hat ihm jemand auf den Bauch gepinselt.

Fotostrecke: Berliner Seitenblicke

Diese Bärenfamilie lebt an der Jannowitzbrücke

Berliner Bären an der Jannowitzbrücke - Foto: Henning Onken

Vater Bär hält Ausschau, die Mutter sucht nach Nahrung und die zwei Kleinen balgen sich unter den Gleisen. Seit einigen Tagen leben diese vier Braunbären am S-Bahnhof Jannowitzbrücke. Sie halten still und lassen sich streicheln, denn sie sind aus zerschnittenen Pelzmänteln. Wem diese Art der Wiederverwertung von Nerzen eingefallen ist, weiß ich nicht. Kunst ist es allemal, oder?

Fotostrecke: Berliner Streetart

Großes Kino vor dem Kino

Foto: Nicole Gräther

Im Intimes geht der Friedrichshainer Südkiez ein und aus, um günstig und gemütlich Filme wie “Willkommen bei den Sch`tis” zu schauen. Doch auch draußen gibt es was zu sehen: Da sich um die Wände des kleinen Kinos in der Boxhagener Straße kein gestrenger Hausmeister mit Farbeimer im Anschlag kümmert, tanzen dort seit Jahren kleine und große Monster, Pippi Langstrumpf und in jüngster Zeit ist sogar ein Hitler dazu gekommen, der dringend mal austreten muss. Dieser Ort ist eine Art inoffizielle Galerie geworden, die sich ständig verändert. Schauen Sie selbst!

Foto: Nicole Gräther

Hier wartet das hässliche Deutschland

Harald E. war der “Nazi-Pisser” von Rostock-Lichtenhagen: Der arbeitslose Baumaschinist hob 1992 während der schlimmsten ausländerfeindlichen Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte den Arm zum Hitlergruß. Das Bild des schnauzbärtigen Mannes in Deutschandtrikot und vollgepinkelter Jogginghose ging damals um die Welt, E. wurde zu einer Art Posterboy des neuen “Hässlichen Deutschen”. Darüber soll er sich so geärgert haben, dass er die Jogginghose verbrannte.

Dieses Graffito von Emess zeigt ihn in der Landsberger Allee in Friedrichshain.

Fotostrecke: Berliner Streetart

Neue Kommentare

  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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