Wientjes’ mobile bar from pz on Vimeo. via rebel:art
Zuerst hält eine Robbe und lädt feierwütige Studenten mit Ikea-Schreibtischen und Bücherkisten vor Altbauten ab. In der Öde verfallener Kieze gründen sie Kneipen, Cafés und Läden für seltsame Sachen, die keiner braucht. Dieses Gentrifizierungs-Szenario hat nun eine Berliner Künstlergruppe treffend persifliert: Auf den Pritschen von vier Umzugswagen haben sie eine Bar eingerichtet, stellen die Fahrzeuge an einem beliebigen Ort nebeneinander ab. Feiern mit allem, was für eine gute Kneipe dazugehört. Kaum hat sich der Standort herumgesprochen, düsen sie wieder davon – ohne die Mietpreise erhöht zu haben.
Soweit eine lustige Geschichte. Allerdings hätten die selbst ernannten Gentrifizierungs-Verhinderer ihre Kneipe woanders aufschlagen können als unter der Warschauer Brücke in Friedrichshain. Viele Berliner lassen dort ihre Bierflaschen fallen – auf dem Weg zu Clubs im südlichen Friedrichshain. Dort gibt es nichts aufzuwerten.
Vielleicht hat Robben & Wientjes den Clip auch selbst gedreht. Aber Werbung braucht diese Firma eigentlich nicht. Wenn ich eine Robbe brauche, sind sie alle vermietet.









coole idee mit der party, vielleicht etwas selbstreferentiell. ob da wirklich jemand, der an den lastern vorbei läuft schnallt, worum es geht? ich hätte da so meine probleme
Das ist eher Eigenwerbung von R+W.
Laut Vermietbedingungen ist das Verboten und ebenso wie R+W wird auch die Konkurrenz schön schauen das so etwas nicht passiert.
Vermietungsbedingungen hin oder her: Wer überprüft schon,wie Laster genutzt werden? Wenn die Fahrzeuge hinterher aussehen, wie immer, total egal. Robben und Wientjes müssen in Berlin keine Werbung machen. Die sind eh Kult.
Was ist an den Dingern Kult? Das sind einfach Mietwagen. Oft nicht mal günstige (je nach dem).
Auf der anderen Seite wenn ich einen Laden/Döner/Bar hätte und diese Dinger auftauchen würden und mir das Geschäft versauen würden weil die Null-Kosten (was kostet schon das Ding? 100,- Euro?) – wäre wohl der Spaß für die Leute vorbei.
Kann schon sein, dass es billigere Autoverleiher gibt in Berlin. Aber gefühlte 8 von 10 Umzügen werden num mal mit Robben gemacht. Kannten Sie den den Eisverkäufer, der 2006/07 vor dem Café Maybach die Brücke abends in eine Partylocation verwandelt hat? Windlichter auf das Brückengeländer gestellt hat, ein paar Liegestühle und schon war der Ort perfekt. Das Café hat meines Wissens den Wagen mit Strom versorgt. Also vielleicht ist das nicht so schlecht für’s Geschäft.
Schicke Idee, vor allem im Winter…die mobile Bar. Aber ob es hier wirklich um die Gentrifizierungsidee ging oder einfach nur ne Schnappsidee war
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