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50 Schritte vom Fluss: Wem gehört das Spreeufer?

Heute wird abgestimmt über die Zukunft des Spreeufers. Das möchte man gern glauben, weil die Chancen der Media Spree-Gegner gut sind, mit ihrer Vorlage durch zu kommen. Eine Bebauung des Ufers mit Hochhäusern wäre dann vom Tisch, auch sollte mindestens ein 50 Meter breiter Uferstreifen unbebaut bleiben und eine neue Autobrücke würde es nicht geben.

Nur ist der Bürgerentscheid nicht bindend und die angeblichen Entschädigungszahlungen an die Investoren so hoch, dass ausgerechnet die Grünen und Linken in Friedrichshain-Kreuzberg das Projekt Media Spree nicht gefährden wollen. Das Geld würde dann an anderer Stelle im Bezirkshaushalt fehlen, heißt es. Auch wurde gemunkelt, dass der Senat das Projekt an sich ziehen könnte – unter dem Verweis, dass das Thema für ganz Berlin von Interesse sei. Es sieht jedenfalls nicht so aus, als wäre mit einer gewonnenen Abstimmung die letzte Schlacht geschlagen und die Bebauungspläne gänzlich verhindert.

Wie auch immer der Bürgerentscheid ausgehen sollte, die durchaus kreative Protest-Party dürfte weiter gehen. Hier einige Bilder von der gestrigen Demonstration der Gegner.

Fotos vom Spreeufer

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6 Kommentare zu “50 Schritte vom Fluss: Wem gehört das Spreeufer?”



  • Also derzeit gehört es leider auch nicht der Allgemeinheit.

    Das Ufer ist durch Bretter und Mauern abgetrennt und die so genannten Strandbars lassen mich (und alle anderen) auch nur zu festgelegten Zeiten und meist nur für Eintritt (oder ich muss was Trinken/Essen) an das Spreeufer. Auch die Qualität dieser Einrichtungen (oft Müll/Schrott oder so) läßt mich doch sehr an denen zweifeln.
    Besonders zwischen Jannowitzbrücke in Richtung Trepower Park (dort wohne ich und bin dort oft).

    Freier Zugang ist was anderes.

    Dann kommt man zum Zugang der O2 Arena und muss staunen was wirklicher freier Zugang ist.
    Dort ist das gut umgesetzt. Jeder kann ans Ufer wann er will. Ohne Zeiten ohne Geld.

    Allerdings ist rechts und links dort Schluß wo sich die nächste Strandbar mit Ihrer Mauer/Zaun/Bretterwand abschottet.


  • Mediaspree ist versenkt. und was nun? die Regierenden versuchen sich aus der Verantwortung zu ziehen und das Ergebnis der Abstimmung kleinzureden. Nur so ein paar Alternative, ja ja. Ich kann nur hoffen, das das Ergebnis respektiert wird, denn sonst verlieren wir ganz den Glauben an die Demokratie, und allen voran waren PDS und Grüne.


  • Nun ja, ob Berlin tatsächlich durch diese Begehren gewonnen oder verloren hat steht ja eigentlich noch nicht fest.

    Genehmigte Bauanträge sind ja weiterhin gültig. Ich als Bauherr würde jedenfalls darauf pochen und nix anders machen.

    Arbeitsplätze in Berlin schaffen sollte eigentlich vor jeder Alternativ-Kultur stehen.

    Erst recht wenn es um ungenutztes Brachland und Alternative- oder wilde Strandbars geht.


  • Hier gehts doch nun wohl nicht wirklich nur um olle Strandbars?
    die können se dann gleich mit versenken.
    Sollte das der einzige Grund sein, wäre die Initiative eine Kreuzberger/Friedrichshainer Lachnummer.


  • @Psule

    Doch leider. Es geht wirklich fast ausschließlich um diese Strandbars.
    Die Initiative wurde von deren Betreibern initiiert und stark unterstützt.
    Dieses Ufer ist ja sonst Brachland also unbebaut.


  • Was wollen die Gegner eigentlich dort machen? Mediaspree klingt zwar unsäglich scheiße, aber wenn die Alternative “Neue Bürogebäude oder nix” ist, sei die Frage erlaubt, warum “nix” (also wie bislang, eine hässliche, unbegehbare Brachfläche besser sein soll.

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Neue Kommentare

  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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