Wir bloggen Berlin – Blog News Bezirke

Hier verschwindet ein Schandfleck – oder mal wieder etwas vom Osten

080320a.jpg

Sonderlich hübsch ist die Abriss-Platte in der Grunerstraße hinter dem Alex nicht gewesen. Seit der Deutschen Einheit stand der Betonklotz, der bis dahin Sitz des früheren DDR-Gesundheitsministeriums war, leer. Wenn das 14-geschossige Gebäude nun Platte für Platte abgetragen wird, werden es wohl allenfalls ein paar DDR-Nostalgiker vermissen. Wenn überhaupt.

Dabei ist dieser Abriss erst der Anfang, der Bezirk Mitte wird radikal umgestaltet. Der gesamte Straßenverlauf der Hauptverkehrsachse Grunerstraße, Mühlendamm, Getraudenstraße soll schmaler werden, Bauarbeiten haben bereits begonnen. Statt der rund 70 000 Fahrzeuge, die täglich diese Strecke passieren, sollen es künftig nur noch 50 000 sein.

Zudem wird in Kürze zwischen Rotem Rathaus und Altem Stadthaus ein neues Stadtviertel aus dem Boden gestampft. Ironie der Geschichte – die meisten Flächen des ehemaligen Zentrums der DDR will der Senat gewinnbringend an Investoren verkaufen. An der Stelle des DDR-Gesundheitministeriums soll ein Luxus-Hotel entstehen. Honecker hätte sich sicher im Grab umgedreht.

Fotostrecke: Fassaden der Hauptstadt

Auch lesenswert:

7 Kommentare zu “Hier verschwindet ein Schandfleck – oder mal wieder etwas vom Osten”



  • .. und was kommt danach? Wie nicht anders zu erwarten der nächste Kasten mit schiefen Balken.

    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/alexanderplatz/de/realisierung/goldstein/index.shtml


  • Ich weiß nicht was an billigster Industriearchitektur wie sie überall in Schwellenländern (nichts anderes war die DDR) noch heute anzutreffen ist. Das ist weder Kultur, noch Identität, oder gar etwas Erhaltenswertes. Maximal ein Stück Geschichte. Aber es braucht keine Museen die so groß wie Ostberlin sind… Sorry, aber Ostalgie nervt mich nur noch.

  • muss ausgefüllt sein


    @Eric
    übrigens Leute, die 18 Jahre nach dem Ende der DDR noch immer erklären müssen, warum jetzt alles viiiel besser ist, nerven deutlich mehr als Geschichtsbewusstsein…


  • wieso hätte honecker sich im grabe umgedreht? mit dem hotel stadt berlin/forum/park inn steht doch jetzt schon ein auch damals devisenbringender hotelbunker auf dem platz. und ostalgie hin oder her… der platz macht mittlerweile auch halbfertig mehr spass zum überqueren als noch vor 10 jahren…

  • @mussausgefülltsein


    Ich war beim Mauerfall gerade mal 3 Jahre alt, ich kann also gar nicht beurteilen was “besser” ist ich lebe aber im hier und jetzt.


  • Wann haette Honecker sich denn im Grabe umgedreht? Wenn er noch leben wuerde?


  • soviel besser sieht dieser neue klotz auch nicht aus, etwas aufgehübscht mehr nicht.
    eine typische fassade wie man sie im moment überall sehen kann.
    ein wenig mehr kreativität würde der stadt gut tun.

Die Kommentare sind zur Zeit geschlossen.

Neue Kommentare

  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

Zufallsfotos

Kostenlos abonnieren

Unser RSS-Feed enthält alle neuen Artikel. Ihr könnt sie auch bequem als E-Mail abonnieren
fensterzumhof.eu gibt es jetzt auch in einer Smartphone-Version

Anzeige

Berliner Streetart

Berlin bei Nacht

Fassaden der Hauptstadt

Berliner Hinterhöfe

Andere Blogs


Wenn Sie auf dieser Seite verbleiben, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr Informationen

Diese Website verwendet Cookies, um Anzeigen zu personalisieren. Informationen zu Ihrer Nutzung dieser Webseite werden an Werbepartner weitergegeben. Indem Sie weiter auf dieser Website navigieren, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers zu ändern, stimmen Sie dieser Verwendung von Cookies zu.

Schließen