Sonderlich hübsch ist die Abriss-Platte in der Grunerstraße hinter dem Alex nicht gewesen. Seit der Deutschen Einheit stand der Betonklotz, der bis dahin Sitz des früheren DDR-Gesundheitsministeriums war, leer. Wenn das 14-geschossige Gebäude nun Platte für Platte abgetragen wird, werden es wohl allenfalls ein paar DDR-Nostalgiker vermissen. Wenn überhaupt.
Dabei ist dieser Abriss erst der Anfang, der Bezirk Mitte wird radikal umgestaltet. Der gesamte Straßenverlauf der Hauptverkehrsachse Grunerstraße, Mühlendamm, Getraudenstraße soll schmaler werden, Bauarbeiten haben bereits begonnen. Statt der rund 70 000 Fahrzeuge, die täglich diese Strecke passieren, sollen es künftig nur noch 50 000 sein.
Zudem wird in Kürze zwischen Rotem Rathaus und Altem Stadthaus ein neues Stadtviertel aus dem Boden gestampft. Ironie der Geschichte – die meisten Flächen des ehemaligen Zentrums der DDR will der Senat gewinnbringend an Investoren verkaufen. An der Stelle des DDR-Gesundheitministeriums soll ein Luxus-Hotel entstehen. Honecker hätte sich sicher im Grab umgedreht.










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