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Das kalte Leuchten einer gottlosen Stadt

“Wenn ich abends aus dem Fenster meines Hotels schaue, sehe ich im ganzen Straßenzug überhaupt nichts festlich leuchten”, beklagt sich ein Gast, der für ein paar Tage in Berlin ist. Keine Lichterketten, keine Leuchtgirlanden. Es hängt nicht mal ein einsames Terror-Blink-Gesteck in Nachbars Fenster.

Ja, das ist bitter für den Gast, der in so hoch weihnachtlicher Stimmung Halt in der Dunkelheit sucht und nur das kalte Licht von Energiesparlampen findet. Wie anders sei das in seiner Kleinstadt, jammert er weiter und erzählt von liebevoll gebastelten Krippen,  von Sternen, Lichterbögen und Erzengeln. Die Menschen in Berlin hätten halt keine Werte mehr.

Dabei hat er Unrecht. Das Weihnachtsgeblinke breitet sich auch in Berlin aus, springt von Fenster zu Fenster. Das kann man nur einen Block weiter besichtigen. Und wenn nicht: Es gibt Energiesparlampen längst auch in warmweiß. Die strahlen fast so festlich wie eine Kerze.

Fotostrecke: Berlin bei Nacht

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8 Kommentare zu “Das kalte Leuchten einer gottlosen Stadt”


  • Das kalte Leuchten einer gottlosen Staqdt?
    Was für ein toller Weihnachtsartikel im blog. Man muß nur genau hinschaun und tatsächlich. Kein äußerlicher Weihnachtsschmuck in den Fenstern, aber da leuchten die Fensterkreuze. Sowohl in den erleuchteten, als auch in den dunklen Fenstern. Vielleicht hat ja Weinachten etwas mit Karfreitag zu tun und ich wußte es noch nicht!

    Ein Weihnachtsmann, der genau hingesehen hat! Danke…………….

  • Das kalte Leuchten einer gottlosen Stadt!
    Danke für den weihnachtlichen Tip! Ich ahbe mir gerade Energiesparlampen zum Fest geleistet. OSRAM-Relax-WARMWHITE, passend für die Krippenbeleuchtung
    Giselle

  • Kalte Leuchten in Berlin!
    Ich war gerade dort. Auf dem Früstücksbüffet im Hotel stand ein roter und ein blauer Weihnachtsbaum. “Damit Ihnen warm ums Herz wird” – sagte der Gastwirt. Fand ich irgendwie gut.
    Claus-Peter

  • Kaltes Leuchten
    Das ganze Bild irgendwie wie ein Adventskalender……..genial
    Monique
    Super

  • Das mit den Energiesparlampen Marke sonstwer, ist eine Klasse Idee.
    Unsere Regierung schafft die normalo Glühbirne per Gesetz einfach ab.
    Der Verbraucher hat mit diesem Sondermüll- Energiespar – Dingern ein reines Gewissen und die Energie Konzerne können die Preise weiter nach oben treiben.
    Der Verbraucher verbraucht weniger Energie und alle bezahlen genauso viel wie mit der guten alten Glühfunzelbirne.
    Und die Verblödung ist perfekt.

  • Weihnachten ist schon nervend genug. Es muss ja nicht jeder Häuserblock aussehen wie ein Weihnachtsmarkt. Mal von den Stromkosten abgesehen.

    Das Berlin nicht katholisch ist ist auch bekannt.
    Gott spielt in Berlin nunmal eine untergeordnete Rolle. Der macht hier höchstens mal Kurzurlaub um auch mal Spaß zu haben.

  • Sarah, eine witzige Vorstellung, Gott mache in Berlin Kurzurlaub, um Spaß zu haben.
    Ich sehe das anders. Für mich hat Weihnachtsbeleuchtung nichts mit “katholisch” zu tun. Und zweitens ist Gott nicht deshalb abwesend, weil wir ihn nicht sehen oder wahrhaben wollen.
    Gott sei Dank!

  • @Annowanno:

    Das Glühlampenverbot bedeutet eben nicht, dass der Gesetzgeber den Bürger dazu zwingt, Energiesparlampen zu nutzen. Jedwede Berichterstattung lässt (absichtlich?) aus, dass Halogenglühlampen weiterhin genutzt werden dürfen, und diese haben bekanntlich dieselben Lichteigenschaften wie herkömmliche Glühlampen. Bei etwas weniger Verbrauch. Die ganze Aufgeregtheit ist doch unsinnig.

    Mehr verbrauchen, damit die Stromanbieter die Preise nicht erhöhen? Schon heute steht man damit im Abseits, da viele Häuser ihren Energieverbrauch bereits gesenkt haben. Das Argument, dass ich lieber 100 Euro im Jahr mehr ausgeben soll, damit die Preise nicht steigen, scheint mir besonders schwer vermittelbar.

    Häufig liest man auch, dass sich viele mit Glühlampen eindecken wollen. In Anbetracht der Möglichkeit, neben Sparlampen auch Halogenglühlampen zu benutzen, ist das eine recht seltsame Trotzreaktion: mehr Ausgeben, um es dem Gesetzgeber zu zeigen. Schon bei einer funzeligen 40-Watt-Lampe gebe ich in ihrer Lebensdauer 2,60 Eurp mehr aus als für eine Halogenglühlampe (Standard) und sogar 4 Euro mehr als bei der besten Halogenglühlampe. Und 6,50 Euro mehr als bei einer Sparlampe. Der eine gönnt es dem Stromanbieter, der andere sich selbst.

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