Ziemlich gruselig, was hier in der Nachbarschaft passiert: Mitten im beschaulichen Friedrichshain schlagen zwei Polizisten einen Radfahrer offenbar krankenhausreif, der ohne Licht auf dem Bürgersteig unterwegs ist und sich vor den Beamten in einen Hauseingang flüchtet. Der Radfahrer, ein Brite, ist nach Informationen der taz zuvor bereits einmal Opfer von Polizeigewalt geworden und soll aus Angst das Weite gesucht haben. Nach dem Zusammentreffen mit der Polizei musste er vier (!) Platzwunden behandeln lassen. Die Überschrift der Polizeimeldung, die überall zu lesen war, lautete lapidar: “Zwei Polizisten leicht verletzt”.
Nicht weniger befremdlich liest sich eine Meldung, die so nur die Springer-Presse bringen kann. Da feiern tatsächlich Leute eine Willkommensparty mit Solitresen für den ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar. Hallo? Klar war am 19. Dezember nach 26 Jahren Haft entlassen worden und hat sich von seiner RAF-Vergangenheit nicht distanziert.
Vielleicht steigt die nächste Soli-Party ja für Opfer von Polizeigewalt. Das ist weniger rückwärtsgewand und wohl auch eher mehrheitsfähig.
In diesem Sinne ein gutes neues Jahr.
Fotos von Plakaten aus Berlin









Bei Sat1 sieht das mit den Beiden Poliz immer ganz anders aus.
Spielt aber auch nicht in Friedrichshain.
Vielleicht sollte dieser Privatsender dann auch die Realitäten zeigen und nicht nur immer zwei spazierenfahrende Polizisten.
Hatten denn die 2 “netten” Ordnungshüter keine Namensschilder.
Das soll doch so sein, laut unserem “Vater Glietsch”.
Nun ja wenn der britische Täter, er hat ja eine Ordnungswidrigkeit begangen, vor der Polizei flüchtet kann das dabei rauskommen.
Das ist noch nicht gleich Polizeigewalt.
Die Beamten wissen ja in diesem Moment noch nicht weshalb dieser Mann flüchtet. Vielleicht wird er ja sowieso wegen was anderem gesucht? Drogen? Diebstahl? Mord?
Auch die Anzahl der Platzwunden sagt ohne genauen Tathergang nichts aus. Vielleicht ist der Mann da er ohne Licht auf dem Fahrrad floh gestürzt? Oder möglicherweise vorher?
Alles sehr dünnes Eis und viel Halbwissen + Hörensagen.
Tja das mit dem Klar ist schon ein starkes Stück.
Aber wenn er wirklich so Dumm und komisch ist, wie ehemalige Weggefährten sagen haben wir nicht allzu viel zu befürchten.
>>Die Beamten wissen ja in diesem Moment noch nicht weshalb dieser Mann flüchtet. Vielleicht wird er ja sowieso wegen was anderem gesucht? Drogen? Diebstahl? Mord?
Auch die Anzahl der Platzwunden sagt ohne genauen Tathergang nichts aus. Vielleicht ist der Mann da er ohne Licht auf dem Fahrrad floh gestürzt? Oder möglicherweise vorher?
Alles sehr dünnes Eis und viel Halbwissen + Hörensagen.<<
Genauso dünnes Eis, auf dem du wandelst!
Als Betroffener von polizeilichen Maßnahmen hat man als Einzelner immer schlechte Karten, zumal das mit den Namensschildern bei der Berliner Polizei nicht richtig voran kommt, trotz präsidialem Votum dafür.
@mattenb
Und was soll das Namenschild in solch einem Fall bringen?
Hier wird so getan als wenn dies das Allheilmittel gegen die Polizei ist.
Derzeit hast du bei Demos Nummern und die “normalen” Streifen können/müssen sich auf Verlangen aussweisen. Ausserdem wird jeder Vorgang ja dokumentiert.
Der “beschädigte” Engländer weiß sicher auch so wie diese Polizisten heißen.
Nur bringt Ihm das nichts, weil es ja sein Fehler und sein Fehlverhalten war.
Also was bringt in diesem Fall ein Namenschild?
Vor allem wer hat hier denn wohl Schuld? Wohl kaum die Polizei.
Ist es normal, dass man vier zu nähende Platzwunden bekommt, wenn ich versuche, mit einem Fahrrad zu flüchten (in einen Hauseingang!)? Verhältnismäßigkeit der Mittel? Wohl kaum!
Ist es normal vor der Polizei zu flüchten?
Wohl ebenfalls nicht- wenn man nichts “zu verbergen” hat.
Übrigens in England hätte er noch schlimmeres zu befürchten gehabt. Da hat er hier noch mal Glück gehabt.