Es ist halb zwei Uhr morgens und da ist ein Licht, ein gleißendes Leuchten vor dem Fenster. Es kommt näher. Senkt sich vom Himmel herab. Schau nicht hinein, lauf weg, sonst nehmen dich die Aliens mit nach Tralfamadore. Tschüss Berlin? – Nein, Schnitt! Noch einmal.
Sie stehen unter ihrem Ufo auf der Straße und sehen ziemlich menschlich aus, die Aliens. Das Licht fällt auf Fassaden und eine falsche Bushaltestelle, die sie von irgendwo her in die Rigaer Straße in Friedrichshain verfrachtet haben. Noch am Tag danach sieht man hier Menschen verwundert auf einen Bus nach Nirgendwo warten, aber das nur nebenbei.
“Nein, Sie können nicht durch, hier wird gedreht”. Den ganzen Abend geht das schon so und am meisten genervt sind die Helfer der Filmcrew, die den Frust von Anwohnern abbekommen. Schließlich knallt es – Böller fallen vom Dach, ein Mitarbeiter erleidet einen Hörschaden. Die Polizei schnappt zwei Verdächtige, von denen einer eine Hassi, also eine Sturmhaube trägt.
Die Aliens sind also mitten unter uns und sind nicht immer nur Banker. Manchmal tragen sie auch Sturmhauben oder flimmern und leuchten einem im Fernsehen entgegen. Gute Nacht!
Fotostrecke: Berlin bei Nacht
Foto: Christian Hetey










HUCH!dreharbeiten in der rigaer,nicht am chamisso oder ludwigkirchplatz,
nein in der alten nutte rigaer…ich glaube die anwohner sind eher wegen hundescheiße,sternburgglasscherben,farbeutel usw. genervt.
Was wäre eine Hauptstadt ohne unbekannte Flugobjekte,
ohne rasierte Grünlackierte, ohne Riesenameisen, ohne Seiltänzer
und kahlen Sängern, jonglierenden Robben, dressierten Bären, müden Löwen und traurigen Clowns?
Vermutlich nur eine öde, triste Wüste besiedelt von Geiern und Skorpionen.