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Schmidt’s Corner: Raucher in Mitte und der Altkanzler

Helmut Schmidt genießt nun auch in Berlin Kultstatus: Raucher-Ecken werden zu Schmidt-Ecken wie hier in der Alten Schönhauser Straße – der Ex-Kanzler blickt wie eine Ikone auf die frierenden Raucher da draußen. “Vergesst die Statistiken”, scheint er zu flüstern, “die ein oder andere Zigarette hat noch niemandem geschadet.” Wohl wegen dieser Haltung wurde Schmidt Anfang des Jahres zum “coolsten Kerl Deutschlands” gewählt.

Weniger cool sind hingegen die Ergebnisse einer neuen Studie des Rostocker Max-Planck-Instituts für demografische Forschung: Die Lebenserwartung eines 50-Jährigen Rauchers verkürzt sich um 18 Jahre gegenüber einem gleichaltrigen Nichtraucher, ermittelten die Forscher anhand von Sterbedaten aus dem Sozioökonomischen Panel. Helmut Schmidt wird es nicht kümmern: Er ist mit seinen 89 so präsent wie lange nicht mehr.

Fotostrecke: Berliner Seitenblicke

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10 Kommentare zu “Schmidt’s Corner: Raucher in Mitte und der Altkanzler”



  • Der Altkanzler hat sich einen Namen gemacht , ist wegen seiner Politik, wegen Einmischungen zu aktuellen Themen… hoch geachtet. Meine Hochachtung wurde durch seine Einstellung zum Rauchen und seine rücksichtslose Aktivität in diesem Punkte leider reichlich angeknabbert.


  • Studien und Statistiken sind mit kritischer Beachtung zu bewerten.
    Noch ist kein Glaubwürdiger Beweis über diese Angelegenheit gebracht worden, sondern nur ein Undemokratisches draufhauen und Abschöpfern der Klientel!!


  • also bitte:
    mach was ihr wollt, findet euch cool, beruhigt euer gewissen.
    nur lasst meine lunge in ruhe!
    danke.


  • Anfang letzten Jahrhunderts hatte man noch hipp gefunden, neben exotischer heißer Schokolade Kokain zu schnupfen und Morphin zu spritzen oder gleich ein Mittel das man erst als Kopfschmerzmittel einsetzte und entsprechend seiner heroisch machenden Eigenschaften entsprechend benannte.
    Irgendwann haben die Menschen dann begriffen, dass nur die Schokolade zum dauerhaft befriedigenden Genussmittel taugt auch auch nur im paracelsischen Ansatz entsprechend der Dosierung. Die Menschen lernen und überleben oder eben nicht.
    Ein Genussmittel, welches einen auf dauer kaputt, krank und letztlich früher und wesentlich unangenehmer als nötig tot macht, taugt eigentlich nur in der Nachbetrachtung zum sonderbaren Anachronismus.

    Ich schreibe das als ehemaliger Raucher mit einer entsprechenden Prägungsphase zwischen dem 17. und ungefähr 28. Lebensjahr und ich betrachte mich nicht als militanten Nichtraucher. Aber ich bin auch nicht so tolerant, dass erkannter Schaden, den man sich und über die Umlagesozialsysteme auch anderen oder gleich direkt per quarzen auf Teufel komm raus anderen antut, einfach so durchwinken zu lassen. Wenn der Schaden bleibt wo der Schädiger längst den Planeten verlassen hat, dann ist der Trost überaus schwach.

    In zehn Jahren wird man sich fragen, wie bescheuert man gewesen sein konnte, trotz bekannte Auswirkungen diesem Blödsinn zu frönen.


  • Menschen wie Helmut Schmidt heben zwar das statistische Sterbealter von Rauchern nach oben. Nichtsdestotrotz sind Raucher, die es für ein Menschenrecht halten, anderen Menschen die Bronchien zu teeren, eine zügig aussterbende Art.


  • Ob Schmidt raucht oder nicht.

    Er ist einer der großen der deutschen Politik. Also ein gutes Aushängeschild!

    Ich denke jeder weiß dieses Schild zu deuten. Und das ist ja der Zweck. Also ein gutes Schild mit klarer Aussage.

    Alles andere ist das ewige Gejammere der Nichtraucher bzw. der Disput zwischen Rauchern und Nichtrauchern.

    Recht haben beide nicht immer.


  • Jeder Vertreter des gesetzlichen Rauchverbotes sollte sich vor Augen halten das er die Tolleranzgrenze der Demokratie mehr als Überschritten hat.
    Dies ist kein Problem sondern es wurde zu einem Problem Aufgeputscht.
    Verbote,zu irgendwelchen hochgetriebenen Problemen, wenn auch noch solche die ganz einfach im Gleichklang geklärt werden können haben noch nie zu einem Erfolg geführt.
    Es ist nur eine Zeitfrage!
    Die Leute der Antiraucherkampange haben sich ein gewaltiges Stück von der Demokratie entfernt !!!


  • Stimmt. Ein wirkliches Problem ist die Chose im Alltag nicht.

    Habe erst gestern wieder in einer rappelvollen rauchfreien Kneipe gesessen, in der die Raucher entspannt vor die Tür gegangen sind (statt im gemütlichen Raucherbereich zu sitzen, den hatte die Kneipe nämlich auch).

    Und ebenfalls richtig: Nichtraucherschutz als Angriff auf die Demokratie zu bewerten ist aufgeputscht und hochgetrieben.


  • Im Prinzip hat sich das Thema doch erledigt.

    Jeder raucht doch sowieso noch oder wieder dort wo er/sie will.

    Allerdings fällt genau das auf was von Anfang an gesagt wurde.
    Nichtraucher gehen eben nicht in Kneipen. Die gehen in Restaurants, Pizzerien oder solche Läden. Keine Kneipen. Und wenn – dann wissen die das dort geraucht wurde und wird.

    Also am einfachsten ist doch Kennzeichnen:
    Nichtraucher gehen in Nichtraucherlokale und Raucher in Raucherlokale.


  • Bei mind 50% der Raucher bin ich mir sicher, dass sie schmidt vorher nicht kannten weshalb diese hochjubeln des altkanzlers etwas lächerlich wirkt..

Die Kommentare sind zur Zeit geschlossen.

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  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
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  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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