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Don’t hold your breath

It’s a Sunday evening at the beginning of an abnormally rainy July and I’m standing in a room filled with what can only be described as various shades of ‘Indie Rock fans’. The atmosphere is electric as the sound check is completed and through a cloud of smoke, emerges my favourite band ever, ‘Kings of Leon’.

You could be forgiven for thinking that this is a concert review and as much as I’d love to convert you all into ‘Kings of Leon’ fans, it’s the cloud of smoke that I’d like to discuss just now.
Not artificial smoke, mind you: We’re talking here about carcinogenic-filled second hand cigarette smoke from the ‘cancer sticks’ hanging out of the corners of the Indie kids mouths as they chant along to the (fantastic) music.

The most noticeable thing is that, as a non-smoker, I appear to be the MINORITY. This seems not only unbelievable but also grossly unfair, particularly since my fellow KoL fans in England will be enjoying the gig in Bournemouth, smoke-free.

On 1st July 2007, England followed most of the rest of Great Britain and made smoking in enclosed public places illegal. Smokers face a fine of 50GBP (74 Euro) if they light up in their local pub and business owners could be forced to pay out a maximum of 2500GBP (3691 Euro) for failing to prevent smoking in a smoke free place. Great news for non-smokers living in the UK but what about us lot in Germany?

In May, German politicians approved a ban on smoking in government buildings and on public transport that will take effect from 1st September of this year (though smoking is already apparently banned on regional trains).

In Berlin, smoking in a non-smoking area could lead to a 100 euro fine with pub-owners liable for up to 1000 euro, though in practice, many landlords say this is unenforceable and indeed it probably is if Sunday is anything to go by! Better to pay the fine than to stand up to a room full of angry smokers and lose business in doing so!

All in all, it’s a losing game for us clean-air breathers in Germany. Will the government forgo the 17 billion euro it generates through tobacco tax each year in order to improve the health of its’ citizens? Don’t hold your breath…

Photo: Stefano Mortellaro

—Deutsche Übersetzung—

Ein Sonntag Abend eines verdammt verregneten Julis. Ich inmitten einer Menge von “Indie Rock Fans”. Der Sound-Check ist beendet, die Atmosphäre elektrisierend. Aus dem Rauch tauchen sie plötzlich auf, meine Helden, die “Kings of Leon”.

Ich kann Ihnen nicht verübeln, dass Sie jetzt eine Konzert-Kritik erwarten – und ich würde Sie liebend gern als “Kings of Leon” Fans sehen, aber der Rauch ist mir an dieser Stelle wichtiger. Ich will über Rauch schreiben.

Nicht künstlichen: Wir sprechen hier über den krebserregenden Rauch der “Krebs-Sticks” in den Mundwinkeln dieser Indie-Kids; Glimmstängel, die die Fans nicht daran hindern, lauthals mitzusingen.

Am stärksten befremdend an der Situation: ich bin als Nichtraucherin in der MINDERHEIT. Das finde ich nicht nur verblüffend, sondern es erscheint mir auch sehr unfair, inbesondere da meine englischen Mit-Fans das KoL-Konzert in Bournemouth rauchfrei erleben dürfen.

Seit dem 1. Juli ist Rauchen in England verboten. England folgte damit den anderen Ländern Großbritanniens, in denen ein Rauchverbot in geschlossenen öffentlichen Räumlichkeiten bereits besteht. Raucher müssen ein Bußgeld in Höhe von 50 Pfund (74 Euro) zahlen, wenn sie sich in der Kneipe eine Zigarette anstecken. Betriebe müssen mit einer Strafe von bis zu 2500 GBP (3691 Euro) rechnen, wenn sie Rauchen nicht unterbinden. Gute Neuigkeiten für die Nichtraucher in Großbritannien – aber was ist mit uns, den in Deutschland lebenden Briten?

Im Mai verständigten sich deutsche Politiker auf ein Rauchverbot in sämtlichen Einrichtungen des Bundes und in öffentlichen Verkehrsmitteln, es wird zum 1. September 2007 in Kraft treten (obwohl Rauchen bereits heute im ÖPNV und Regionalzügen offiziell verboten ist).
In Berlin wird in Nichtraucher-Zonen ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro fällig und Kneipenbesitzer müssen bis zu 1000 Euro zahlen. Die meisten Wirte weisen diese Neuregelung als unrealistisch zurück, was ich nach diesem Sonntag nachvollziehen kann. Besser die Strafe zahlen, als sich mit lauter rauchenden Gästen anzulegen und sich so das Geschäft vermiesen zu lassen…

Insgesamt sieht es wohl eher nach einem verlorenen Spiel für uns Saubere-Luft-Atmer in Deutschland aus. Würde die Regierung auf die 17 Milliarden Euro aus Tabaksteuer-Einnahmen verzichten – der Gesundheit ihrer Bürger willen? Halten Sie nicht den Atem an…

(Übersetzung: Anne Grieger)

Foto: Stefano Mortellaro

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