Gelöbnis-Alarm: Sechs Polizisten für einen Demonstranten

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Da sage mir jemand, wir lebten nicht in einem Polizeistaat: 1800 Polizisten aus mehreren Bundesländern passen heute auf vermutlich viel weniger Menschen auf, die sich gegen das öffentliche Gelöbnis von Bundeswehr-Rekruten am Reichstag engagieren. Die Rede ist von zwei Kundgebungen mit 300 bis 1000 Teilnehmern. Damit nicht wieder Nackte durchs Bild laufen oder Trillerpfeifen den Eid stören, bewachen bis zu sechs Beamte einen Demonstranten. Das wird nicht billig, 250.000 Euro soll der Spaß kosten.

Wer nicht denkt, das sei ein wenig übertrieben, schaue sich die Absperrungen ums Regierungsviertel an. Die waren anfangs sogar so großzügig geplant, dass der Bezirk die Veranstaltung fast hätte platzen lassen. Das kann man verstehen, denn schließlich wollen sich in diesem öffentlichen Raum auch andere Menschen frei bewegen als Angehörige der Bundeswehr, Sicherheitskräfte und die geladenen Gäste.

Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn Feldjäger ein paar “Flitzer” wieder einfangen müssen, wie dies in den letzten zehn Jahren mehrfach der Fall war?  Rekruten lernen ja auf dem Kasernenhof als erstes, Haltung zu bewahren, sich nicht nervös machen zu lassen bei einer so wichtigen Sache wie dem Eid auf die Verfassung. Außerdem sollte jeder sehen dürfen, was hier passiert. Die Bundeswehr ist ja kein Geheimbund. In den letzten Jahren ist das Interesse an den Veranstaltungen der Gegner ohnehin zurückgegangen.

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