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Ordnungsamt-Mitarbeiter: Wenn Jäger zu Gejagten werden

Leute in Uniform lösen Unbehagen aus, wahrscheinlich bei den meisten Menschen. Radfahrer hoffen, dass ihre Kopfhörer unbemerkt bleiben, Fußgänger, dass die Polizei ein Auge zudrückt, wenn sie eilig eine menschenleere Kreuzung bei Rot überquert haben. Nun bleiben viele Berliner gelassen, weil Polizisten bekanntlich Besseres zu tun haben, als vergleichsweise harmlose Verkehrssünder zu jagen. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, denen diese Aufgabe vor einiger Zeit übertragen wurde, scheinen auch nicht gerade zahlreich.

Sofern die Zahlen stimmen, die Innensenator Körting für die Bezirke Spandau und Friedrichshain Kreuzberg vorliegen, dürften bald nur noch Mitarbeiter mit Bodybuilder-Statur für den Job in Frage kommen: “Etwa ein Viertel der Angriffe auf die Beschäftigten der bezirklichen Ordnungsämter endete mit Körperverletzungen. In deren Folge fehlten die Beschäftigen meist zwei bis drei Wochen”, wird Körting von der Berliner Morgenpost zitiert.

Gereizt bis gewalttätig reagieren neben Falschparkern und Radfahrern offenbar vor allem Hundebesitzer. Nicht angeleinte Hunde würden ebenso wie Fahrräder als “Hilfsmittel” für Übergriffe benutzt. Ein Bild, das einem einige schräge Fantasie abverlangt. Sie mussten dennoch bei Einbruch der Dunkelheit wegen eines fehlenden Rücklichts zahlen? Vielleicht sahen Sie einfach zu arglos aus und waren eine leichtere Beute…

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6 Kommentare zu “Ordnungsamt-Mitarbeiter: Wenn Jäger zu Gejagten werden”



  • Wenn dieses Thema nicht zu ernst wäre und nicht so viel über die Verrohung unserer Gesellschaft und die Einhaltung unserer Gesetze aussagen würde, könnte ich über Ihren Artikel lächeln.

    So ist das echt ein Tatsachenbericht.


  • Gerade die angesprochene Regelung mit den Kopfhörern finde ich unverständlich. Andere Verkehrsteilnehmer sind sehr viel besser gegen Schall isoliert und fahren OWi-frei, ohne etwas zu hören. Ärgerlich finde ich zudem die starke Konzentrierung der Ordnungsamt-Tätigkeit auf Grünanlagen. Man könnte ja auch mal echte Unfallschwerpunkte kontrollieren – bei Radfahrern sind das die Kreuzungsbereiche bei sog. “Radwegen”. Wer Ordnungsamt-Mitarbeiter angreift, der hat allerdings ne Macke.


  • Wenn ich sehen würde wie Ordnungsamt-Mitarbeiter angegriffen werden würde ich mich daneben stellen und Beifall klatschen.

    Die haben doch alle einen an der Waffel. Demnächst bekommt man sicher auch ein Owi-Verfahren weil man in einem öffentlichen Park gepupst hat.

    Und vor allem sind diese ach so bemitleidenswerten Ordnungsamt-Mitarbeiter dermaßen frech, dreist und selber auch nicht besser, dass es einen nur noch ankotzt.


  • boa bei sonen leuten könnt ich kotzen wie “lieber nicht” ordnungsamtmitarbeiter sind auch nur menschen, die ihrer arbeit nachgehen, abends zu ihren eheleuten und zu de kinder möchten und einfach geld im leben verdienen möchten. dass die gestzliche lage nun mal so ist und diese mitarbeiter nach ihren arbeitsrichtlienen arbeiten müssen, kann man denen nicht üble nehmen. das hat mit dem menschen überhaupt nix zu tun. das ist so gesetz. also find ich es eine absolute katastrophe, dass es menschen gibt, die noch applaudieren, wenn diesen mitarbeitern (die übrigends ne schweinearbeit machen müssen) angegriffen werden. wenn sone leute mit den gesetz und den arbeitsbestimmungen vom ordnungsamt nicht klar kommen und nicht verstehen, dass dieser mensch einfach nur sein job macht und das diese bestimmungen nix mit dem menschen in der unform zu tun hat.
    schrecklich, dass es sone menschen gibt, die das nicht verstehen und diese sollten so schnell wie möglich von der bildfläche verschwinden. da kommt mir die wut hoch. natrlich find ich persönlich eine dinge auch überzogen, aber deshalb ist es noch LANGE kein grund menschen anzugreifen. das ändert an der sache überhaupt nix.
    sonen leuten sollte man lieber eine runterhauen, dann würden se endlich mal den kopf einschlaten und mal überlegen bevor sie arbeitstätige menschen angreifen. ich bin erst 21 jahre alt und wenn ich denke, dass diesen beitrag vielleicht jemand geschrieben hat der älter ist als ich, dann ist das nur peinlich. sehr peinlich


  • Es sind meist die Leute, die sich als furchtbar tolerant darstellen, solange sich die Anderen nach ihnen richten. Radfahrer vor allem, die ausblenden, dass es noch andere Leute auf den Straßen – und vor allem Fusswegen gibt! Regeln sind da unerwünscht. Teil einer Gesellschaft zu sein bedeutet nicht, mit physischer oder verbaler Gewalt sich “Recht” zu verschaffen… Auch, wenn wir in Berlin wohnen und jeder sich selbst der Nächste ist.
    Ich bin trotz allem kein Freund der Ordnungsamtmitarbeiter. Aber notwendig isses nun mal.


  • Das Gewalt in jeder Form abzulehnen ist, setze ich jetzt einfach mal voraus. Aber muss der Kassernenhof-Ton der Ordnungsamtmitarbeiter eigentlich sein? Ich wurde noch in keinem Zusammenhang von der Polizei derart unverschämt angegangen wie von diesen Menschen, bei denen sich mir immer der Eindruck aufdrängt, dass Uniform und markiges Auftreten einen gravierenden Mangel an Hirnsubstanz sowie Bedeutung und Einfluss im Leben kompensieren sollen. Man kann mir gerne Geld für ein fehlendes Rücklicht abknöpfen, so sind nun mal die Regeln, und zumindest im Winter riskieren Radfahrer dabei auch ihr Leben, was man spätestens merkt, wenn man das Ganze mal vom Fahrersitz eines Autos aus sieht. Insofern machen die eigentlich einen wichtigen Job. Ist aber alles kein Grund für beleidigendes Auftreten oder den Befehlston, den viele Ordnungsamt-Mitarbeiter am Leib haben…

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  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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