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Ein neues Wendland, vor den Toren Berlins?

Protest bei Neutrebbin gegen die geplante CO2-Verpressung von Vattenfall - Foto: Anne Onken

Sie waren beeindruckend, die Proteste der Anti-Atom-Bewegung am Wochenende. Über 100.000 Leute sind in Schleswig-Holstein auf dem platten Land zusammen gekommen, um gegen eine Verlängerung der Kernkraftwerkslaufzeiten zu demonstrieren. Wäre so etwas auch in Brandenburg denkbar?

Seit einiger Zeit wird dort über eine Technologie gestritten, mit der das klimaschädliche CO2 aus Kohlekraftwerken abgeschieden und unterirdisch eingelagert werden soll.  CCS – Carbon Capture and Storage.  In Ketzin (Havelland) will Vattenfall im Sommer Kohlendioxid aus der Pilotanlage Schwarze Pumpe unterirdisch entsorgen. Auch in Neutrebbin (Märkisch-Oderland) und Beeskow (Oder-Spree) sollen Erkundungsarbeiten für mögliche Speicher beginnen.

Die Pläne sind umstritten: Umweltverbände und Bürgerinitiativen werfen den Energiekonzernen vor, an der schmutzigen Braunkohle festhalten und sie dank CCS als umweltfreundlich verkaufen zu wollen. Von CO2-Bomben und Versuchsdeponien ist da die Rede, mit Risiken,  die einfach nicht abzuschätzen seien. Die EU sollte Fördergelder für erneuerbare Technologien einsetzen,  fordert etwa die Initiative CO2 Endlager Stoppen.

Vielleicht wehren sich die Brandenburger ja wirklich mit Nachdruck. Setzen Parteien unter Druck, die Vattenfall freie Hand lassen. Protestieren, auch wenn viele der Dörfer wie ausgestorben wirken und nur an vereinzelten Häuser Plakate gegen die Vattenfall-Pläne hängen. In Gorleben haben sich die politisch Verantwortlichen und die AKW-Betreiber zunächst auch ziemlich verkalkuliert.

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2 Kommentare zu “Ein neues Wendland, vor den Toren Berlins?”



  • co2 unterirdisch lagern? wie soll man sich DAS denn vorstellen?! die sollen einfach nach und nach auf erneuerbare energien umstellen…


  • Die Frage ist doch warum wir, also Deutschland allein, uns beschränken sollten.

    Stichwort: AKWs. Wir Deutschen wollen keine mehr. Allerdings bauen unsere Nachbarstaaten wie z.B. Frankreich und Polen direkt an der Deutschen Grenze (die gibts ja trotz Europa noch) neue Atomkraftwerke hin.

    Klar, einer muss ja anfangen, nur ich sehe auch das sich keiner von uns im Energiesparen extrem beschränken möchte. Wir alle -weltweit- verbrauchen immer mehr Energie.
    Jeder will den neuesten Computer, neuesten Fernseher, neueste Handy, seinen Frühstückstoast (Toaster sind die Energieschleudern schlechthin), ggf. sein Auto oder seinen Haarföhn, ggf. elek. Zahnbürste, ….und und und.
    Das die meisten neuen Geräte mehr Strom verbrauchen als das Vorgängermodell wird meist nicht mal registriert.
    Da hilft es auch wenig wenn man Waschmaschinen, Kühlschränke mit AAA oder Energiesparlampen kauft.

    Auch wenn wir versuchen privat wegen der Kosten Energie zu sparen auf das Energielevel unserer Eltern von z.B. 1970 oder gar unserer Großeltern werden wir wohl nie mehr kommen.
    Beispiel: “Früher” hatte jedes Zimmer in einer Wohnung eine Steckdose.- Damit würden wir heute nicht mal im Bad auskommen.

    AKW, Braunkohle- Gaskraftwerke hin oder her. Strom brauchen wir alle und noch ist Alternativenergie eben zu wenig gegenüber unserem Verbrauch.

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