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Poesie gegen brennende Autos

Poesie gegen brennende Autos in Friedrichshain - Foto: Henning Onken

“Willkommen im Chaotenbezirk” und “Why Not?” steht auf den Stickern. Abgebildet sind vermummte Steinewerfer und brennende Autos. Auf solche Grüße an Schildern und Türen in Friedrichshain und Kreuzberg antworten Anwohner jetzt mit einem Gedicht. “Du bist neidisch auf Wohlstand, weil Du selber Deinen Arsch nicht hochkriegst!”, heißt es an die Adresse von Brandstiftern gerichtet, die in Berlin schon mehr als 170 Autos in diesem Jahr abgefackelt haben.

Der schlimmste Vorwurf, den man einem “arm aber sexy” Berliner machen kann, steht gleich am Anfang: “Du hast keinen Stil!”

Fotos von interessanten Berliner Plakaten

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17 Kommentare zu “Poesie gegen brennende Autos”



  • nicht besonders kreativ, und nicht besonders bemüht um kommunikation (mit “neidisch auf wohlstand” werden die dahinterstehenden probleme kleingeredet).

    aber andererseits: wenigstens traut sich überhaupt mal jemand, dort vor ort öffentlich sich gegen diese “kiez-taliban” auszusprechen.
    auf welche weise auch immer.
    ist wie bei brennenden autos: der effekt ist zwar null, aber man setzt ein zeichen…


  • “Auf solche Grüße an Schildern und Türen in Friedrichshain und Kreuzberg antworten Anwohner jetzt mit einem Gedicht. ”
    Öhm. Ein Einzelner hat EINEN Zettel irgendwo hingeklebt. Jetzt einen “Millionen stehen hinter uns”-Background zu konstruieren, ist schon etwas flach. Und “weil du selber deinen Arsch nicht hochbekommst” ist doch das inflationär genutzte ‘Argument’ der Stammtische, FDP-Wähler und Volksdeutschen. Nicht, dass ich brennende Autos gerne sehe. Aber im Vergleich zu diesem Zettelchen haben diese noch Niveau.


    • welches niveau haben brennende autos, bitte?
      ungefähr dasselbe wie gewisse leute damals in den 30ern – das wollten sie doch sagen, oder?

      (mit den stammtischargumenten geb ich ihnen aber recht)


  • “Aber im Vergleich zu diesem Zettelchen haben diese [brennende Autos] noch Niveau.

    ????????????????????

    Acho so, na dann is ja allet klar……


  • Gedicht? Achja… Kunst ist ja breit interpretierbar. Sinnvoll finde ich diese Aktion nicht. Sinnvoll wäre eine kommunikativere Form der Auseinandersetzung. Jemand der in der Woche um 3 Uhr in der Früh Autos abfackelt kriegt ja immerhin seinen Arsch hoch, wenn auch für die falsche Aktivität ;)

    Und btw: Das mit dem Chaoten-Bezirk war ja nun die Boulevard-Presse. Da können BILD und Co. doch froh sein dass die das mit Humor nehmen und Sticker kleben anstatt die Büros abzufackeln.


    • abgesehen davon, dass es sehr kommunikativ ist, offensichtlich einen (!) zettel aufzuhängen, der dann durch einen multiplikator (blog) allerhand leuten bekannt wird, stellt sich die frage, wie man mit leuten, die des nächtens autos abfackeln, am besten in kontakt tritt …


  • “Kommunikative Form der Auseinandersetzung”?? Wie denn? Die Aufleber kleben im übrigen nicht an Springer-Türmen sondern an unseren Haustüren. Finde ich alles andere als kommunikativ, aber darum gehts wohl auch gar nicht.


  • als hätten diese chaoten keine rückendfeckung im bezirk…
    http://www.spiegel.de/video/video-1014335.html


  • ich hab das gestern auch an der Wand des Zimt und Zunders kleben sehn und musste schmunzeln.

    Vorallem wie kommen die auf Münchener Berlintouristen?
    Würde mich mal interessieren wo gerade dieser Vorfall war, was dahinter steckt und so?

    Hab leider nur beim Googlen gefunden, dass ein Münchner hier in Freidrichshain ein Auto angezündet hat[1] :-)
    verrückter Kiez jetzt stecken sich hier die Münchner gegenseitig in Brand, da kann ja nur die CSU dran Schuld sein.

    [1]
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Actions-Weeks-Autobraende;art126,2822088


  • Neun Kommentare, von denen mindestens vier tendenziell die Seite der Brandstifter einnehmen….hmmmm….

    Ich würde den Brandstiftern folgendes sagen: ihr wollt den Eigentümern der Luxusautos schaden, aber ihr erreicht genau das Gegenteil. Teure Autos sind in aller Regel vollkaskoversichert. Die Versicherung muss den Eigentümern also ein neuwertiges Ersatzauto hinstellen, da können sie sich doch nur freuen! Und nebenbei kurbelt ihr so auch die von euch so verhasste deutsche Wirtschaft an. Wollt ihr das?


    • Ihr habt alle das System dahint nicht erkannt. Die Immobilienmakler profitieren doch von den verbrannten Autos. Sucht mal im Netz nach dem Angebot sicherer Parkplätze. Da werden in Berlin sicher Parkplätze provisionsfrei schon für 59 Euro/Monat zur Miete angeboten. Darum gehts doch. Daraus folgt, dass nihct linke Chaoten hinter den Brandsätzen stecken, sondern ausgebuffte Wirtschaftler. Das erklärt auch, warum nur die teuren Autos abgefackelt werden. Die Besitzer der billigen Autos können sich die Stellplätze nämlich nicht leisten, auch provisionsfrei nicht. In anderen Großstädten Deutschlands hat man diesen Markt noch nicht erkannt.


    • Das ist immer das gleiche Problem mit diesen “politischen Aktivisten”: Sie stellen sich als Kämpfer für soziale Gerechtigkeit hin, zerstören aber fremder Leute Eigentum und fackeln Autos ab (wenns denn immer teure wären), weil diese schon irgendwelchen reichen Millionären gehören werden. Selbstverständlich dürften diese Leute ja auch garantiert in Kreuzberg oder Friedrichshain wohnen…
      Und nebenbei ist es auch komisch, dass es schon Autos von Streetworkern und Ausländern erwischt hat.


  • Scheint ja ne schöne Ecke zu sein http://www2.de.indymedia.org/2009/08/257795.shtml
    Finden die Anwohner das eigentlich gut oder flüchten die schon?

Die Kommentare sind zur Zeit geschlossen.

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