Jeden Tag bricht da draußen eine Welt zusammen – aber uns kümmert’s nicht. So ungefähr liest sich der Spruch, den jemand auf ein Werbeplakat für eine Bank in der Köpenicker Straße in Mitte geklebt hat.
Dabei ahnt man gerade in Berlin, dass für die Finanzkrise am Ende die Bürger zahlen müssen, ganz wie nach der Berliner Bankenaffäre. Die Krise könnte Politiker an die Spitze spülen, gegen die sich Thilo Sarrazin mit seinem kargen Speiseplan für Hartz-IV-Empfänger wie ein Weichei ausnimmt. Schwimmbäder und Bibliotheken müssen schließen, Straßen verkommen zu Schlaglochpisten und die Schlangen vor den Ämtern werden länger.
It’s the End of the World as we know it – aber mein Bäcker scheint nichts davon zu wissen. Vielleicht freut er sich klammheimlich darüber, dass es zuerst diejenigen trifft, die mit Hubschraubern über Berlin geflogen sind und tausende Wohnungen für internationale Immobilienfonds zusammengekauft haben. Sicher hofft er auch darauf, dass mit den Immobilienpreisen die Mietpreise abstürzen.
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Fotostrecke: Berliner Seitenblicke










Der verlinkte Artikel ist ein Versuch gewesen private Verkäufer zu verunsichern und zu günstigen Angebotspreisen zu bewegen. Die Preise bei tatsächlich erfolgten Kauffällen sind nirgendswo in Berlin um 50 % gefallen. Die Statistik des Gutachterausschusses Berlin zeigt dies deutlich und kann wohl als seriösere Quelle gelten.
Warum bei erschwerteren Finanzierungsbedingungen für Investoren die Mieten fallen sollten erklärt sich mir weiterhin auch nicht. Das ganze Gegenteil ist realistischer, Investoren werden schneller versuchen die avisierten Gewinne zu realisieren da Anschlussfinanzierungen schwerer werden und deshalb auch mehr Einnahmen benötigen.
Und Objekte in der Insolvenz bzw. Zwangsverwaltung sind eigentlich auch für keinen Mieter vor allem von den Serviceleistungen aus gesehen besonders reizvoll.