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Kämpfen Aktivbürger so gegen Hundehaufen?

Militante Hundehasser machen mobil: In Friedrichshain kleben an vielen Straßenschildern und Laternen schockierende Sticker: Ein Männchen mit Pistole setzt seine Waffe auf einen Hund an, der gerade einen Haufen vor seine Füße setzt. “Die Zeit ist reif’”, steht darunter. Wer hat diese brutale Kampagne gestartet und greifen hier frustrierte Mitbürger wirklich zur Selbstjustiz?

“Die Hundekacke muss bleiben, damit Yuppies gleich bei ihrer Suche nach Dachgeschosswohnungen hineintreten und sich dann einen anderen Bezirk suchen”, meint ein kiezbekannter Punk. Auch gegen Touristenschwärme auf der Suche nach Szene-Cafés und Streetart-Ecken seien die Haufen noch eine Barriere. Die werden es also nicht gewesen sein. Dann also verärgerte Eltern, die es satt haben, ihre Kinder um Tretminen herumzulotsen? Doch gerade junge Familien haben in Bürgerinitiativen in den letzten Jahren mit anderen Mitteln einiges erreicht: Selbst in Friedrichshain können Hunde nicht mehr überall frei herumlaufen. So etwa am Boxhagener- und Forckenbeckplatz, die mit viel Aufwand umgestaltet wurden.

Außen vor bleiben bei dieser Art des Protests die Hundehalter. Jene nachlässigen Herrchen und Frauchen, die ihre Tiere den ganzen Tag lang in der Wohnung einsperren, um dann mit ihrem Rex eine Runde um den Block zu drehen – damit er sein Geschäft auf dem Bürgersteig verrichtet.

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26 Kommentare zu “Kämpfen Aktivbürger so gegen Hundehaufen?”



  • Na super, ein Schutzwall aus Hundemist, um vermeintliche Yuppies abzuschrecken, das ist mal eine ganz andere Perspektive.. Trotzdem bleibt die Frage offen: Wer klebt den solche Aufkleber? Vielleicht Yuppies aus der Werbebranche, die sich nach außen hin friedfertig geben? Wer kann helfen?


  • wie war das denn eigentich in friedrishain vor der deutschen einheit? seit wann ist der stadtteil hundehochburg ostberlins?


  • Na ja, verstehen kann ich solche Schilder schon, obwohl anstelle des Hundes wohl eher das Herrchen abgebildet sein sollte. Wie dem auch sei, die Hundehaufen sind doch wohl eher ein gesamtberliner Problem,gell.
    Ein Hundebesitzer, der natürlich den Kot wegräumt


  • Schön wär´s, wenn das Wegräumen wirklich und allgemein “natürlich” wäre! An der Stelle sollte es Nachhilfeunterricht geben!


  • Ich mag Hunde sehr, würde mir in der Stadt keinen halten wollen, kann aber den Ärger über die vielen haufen verstehen. Verstehen kann ich dagegen nicht warum zu Wenige die Verursacher am anderen Ende der Leine anspricht.


  • Richtig ist, dass nicht die Hunde dran Schuld sind sondern die Halter/innen. Wenn ich so sehe wie in Berlin die Tretminen zunehmen und sich keiner daran hält den Kot per Beutel zu entsorgen, dann ist es schon verständlich wenn sich Bürger darüber aufregen. Spricht man Hundehalter auf ihr Verhalten an bekommt man von denen (egal welches Alter 18 – 80) och dumme fresche Antworten. Daher ist es einfach erforderlich, dass die Hundesteuer so hoch gesetzt wird, dass die Stadt entsprechende Reinigungen täglic durchführen kann. Wenn dann der Kot zurück geht kann man die Steuer wieder senken.
    Grundsätzlich darf man weder auf Tier noch Mensch eine Waffe richten.


    • Steuern sind nicht an einen Zweck gebunden. Und das Ammenmärchen dass “Hundesteuer” zur Beseitigung von Hinterlassenschaften verwendet wird, hält sich hartnäckig. Würde von der KFZ-Steuer dahingehend Gebrauch gemacht werden, dass man sich um die Strassen kümmert hätten wir auch keine Schotterpisten als Haupstrassen. Nur Gebühren sind an einen Zweck gebunden (die eingenommene Rundfunkgebühr muss also wieder für den Rundfunk ausgegeben werden.) Eine eingenommene Steuer (also auch Hundesteuer) kann also völlig legal benutzt werden, um zum Beispiel einen neuen Kugelschreiber für den Bürgermeister zu kaufen. Sinnvoll wäre eine Umwandlung der Hundesteuer in eine “Hundegebühr” .. damit würde eine Zweckbindung einhergehen …. aber, will man das?


  • ich teile anonymus einschätzung, auch wenn ich nicht ganz glauben kann, dass er selbst leute anspricht, wenn er sich hier als anonymus einlogt. egal.

    finanzielle sanktionen wie von dieter vorgeschlagen finde ich auch sinnvoll. ob tumben hundebesitzern der zusammenhang allerdings allein über eine höhere hundesteuer einleuchtet, wage ich zu bezweifeln. bußgelder und verärgerte nachbarn scheinen mir ein wirkungsvolleres mittel zu sein.


  • DIE ZEIT IST REIF FÜR TOLERANZ, Leute! Ey was für Sprüche sind das denn hier von Hundehassern? Ich habe selbst ein Mischlingswelpen udn was der an Liebe und Wärme ausstrahlt ist mehr, als ich je von einem Mensch bekam. Wenn der mal auf die Straße macht, kann das doch mal passieren. Die Straße ist doch wohl nicht das Wohnzimmer eurer Eltern mit parkettboden?


  • Ach, Hundemist als Markenzeichen? Wie originell. Patent anmelden, schnell schnell.


  • gothgirl malice, ich kann verstehen, dass du nicht mit allen idioten in einen topf geworfen werden willst. du bist sicher gut zu deinen hunden. nur viele eben nicht. wenn ein rinnsaal im treppenhaus darauf hindeutet, dass es nachbarn mal wieder nicht geschafft haben, mit ihren kötern vor die tür zu gehen ist das ein fall fürs tieramt. nur sehen es die meisten hundehalter anders..


  • Hallo, ich bin auch Hundebesitzerin. Auch ich möchte, dass die Hundehaufen weggeräumt werden vom Halter, gar keine Frage.
    Auch das Ansprechen des Hundesbesitzers finde ich richtig, wenn der die Tretminen nicht wegräumt. Manche Menschen rasten aber regelrecht aus, so müssen wir leider immer öfter erleben, dass wir ohne Vorwarnung angekeift und beschuldigt werden, dass wir den Hundehaufen nicht wegmachen.Das passt schon in dem Moment, wo der Hund überhaupt erst anfängt sich hinzusetzen und zu drücken, damit sein Häufchen rauskommt.Schon dann stürmen panische Menschen auf uns zu und beschimpfen uns.Ihr müßt Euch vorstellen, wie abartig das ist.Du stehst mit einer Plastiktüte um die Hand neben dem Hund (bestes Zeichen dafür das Du den Haufen aufheben willst),aber Dein Hund hat diesen noch gar nicht rausgedrückt, durch die Panik mit dem pöbelnden Mitbürger kann der Hund dann auch nicht mehr und läuft weiter. Diese Situation ist wirklich grotesk. Der Hund darf heute nicht mal überhaupt seinen Haufen in Ruhe machen und der Hundebesitzer hat nicht mal die Chance sich mit seiner Tüte zu bücken. Das ist uns jetzt in der letzten Zeit schon mehrfach und nicht nur einmal passiert. Es sind die Menschen, die Schuld sind, ob als Halter, der den Haufen nicht wegräumt, als auch die Menschen,
    die hyperventilieren, weil sie einen Hund sehen, den sie nicht mögen.Für ein berechtigtes miteinander leben von Mensch und Tier, sollten alle die Vernunft und nicht die Agressivität auf der Straße walten lassen. Die Aufkleber sind deutlich kriminelles Gedankengut von Menschen, die haben deutlich nicht nur ein Problem mit Hunden und Hundehaufen.


  • Videoüberwachung ist die Lösung: Wenn ein Hund sein Bein hebt, geht eine rote Lampe an und es ertönt ein Signalton. Dann wird Herrchen oder Frauchen schon sehen, wie er/sie den Mist wegmacht.


  • Tja, wenn sie denn nur pissen würden, wäre das ja alles halb so wild. Ansonsten: Hunde raus aus der Stadt (=Lebensraum der Menschen und nicht der Tiere) oder zumindest Hundesteuer vor allem in Berlin so erhöhen, dass es richtig wehtut. Ach ja, und mehr als ein Hund pro Haushalt sowie Schwarzhaltung von Hunden sollte Straftatbestand werden.

    Kann ja nicht sein, dass man seinen Kindern verbieten muss, raschelnd durch das Herbstlaub zu laufen, weil man nicht weiss, was sich unter dem Laub so alles verbirgt. Oder selbst ständig mit gesenktem Blick durch die Stadt zu laufen, damit’s einen nicht erwischt.


  • Einen Punk als Zitatengeber, für die Ordnung nicht mal mehr ein Fremdwort, sondern gänzlich unbekannt ist (siehe z.B. Alexanderplatz) zu diesem Thema ist etwas arg daneben.
    Da kann ich genauso gut den Papst nach Empfängnisverhütung befragen.
    Die Einstellung(en) dieser Elemente entspricht, Gott sei Dank, nicht dem Meinungsquerschnitt der übrigen Bevölkerung.

    Für das Wegräumen von Hundkothaufen gibt es ganz klare Regeln in der Stadtordnung. Solange aber die Strafen bei der lässig zur Schau getragener Ignoranz und der oftmals pöbelnden Hundebesitzer Lachnummerncharakter haben und sich die zuständigen Behörden lieber um Sachen kümmern, die den geringsten Widerstand erwarten lassen, wird sich nichts ändern. Also braucht man sich nicht wundern, wenn Bürger zur Selbsthilfe greifen. Das sollten sie eigentlich viel öfter machen. Ob die die Mittel und Methoden gerechtfertigt sind, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.

    Ich wohne direkt am Volkspark Friedrichshain. Dort spazieren zu gehen, ist mir schon lange vergangen.


  • Ich bin auch für Videoüberwachung. Ich denke man könnte die Hunde mit einem aktiven RFID-Transponder versehen. Dann könnten diese Information ausgelesen werden und das Knöllchen gibt es gleich nach Hause. Vielleicht bekommt man dieses abartige Problem in den Griff.


  • Ich verstehe auch, dass die Leute sich über Hundehaufen ärgern; aber bedenklich finde ich es, wenn Bürger zur “Selbsthilfe” greifen. Es gibt m. E. schon viel zu viele selbst ernannte “Tugendwächter”, die auf so eine Gelegenheit warten, um einmal ordentlich Dampf abzulassen. Dass Hundebesitzer dann zurückpöbeln, braucht einen nicht zu wundern.


  • Frieden, auch Hundefrieden – ach, wär das schön!


  • man kann auch anders kämpfen!! ich sag nur: haufen-sucht-herrchen.de :-)


  • Ich sage nur: shit happens.de


    • Katrin, hab mir shit happens angesehn, netter Versuch aus Scheisse Geld zu machen ..


    • Oder das Original “haufen-sucht-herrchen.de” könnt Ihr kostenfrei Fähnchen ordern!!!


      • Ein Freund von mir hat sich angewöhnt, Hundehalter, die den Kot nicht wegräumen, nach ihrer Adresse zu fragen. Meist fragen die dann zurück, weshalb er die wissen wolle. Er antwortet dann darauf: “damit ich Ihnen auch mal vor die Haustür scheissen kann…”


  • Mich ärgert diese Arroganz, die Hundehaufen einfach dort zu lassen, wo sie hingemacht worden sind auch!
    Aber den Oberkopfer finde ich diesen spiessigen Punk! Spiesser sind nämlich nicht von Natur aus Nicht-Punks, Nicht-Anarchisten und ähnliches…sondern welche, die mit Clischees arbeiten und keine andere Meinung zulassen. Wie dieser Vogel, der wenn er so viel Zeit hat, dann ja unsere blinden Mitbürger gerne um die Hundehaufen herumführen führen kann. Dann hätte sein jämmerliches Leben endlich mal einen Sinn! Wie oft ein Freund von mir gewisse Verdauungsprodukte von Hunden in der Sohle seiner Schuhe in seine Wohnung trägt ist einfach beschämend.

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