Für den Wiederaufbau der Berliner Mauer werden jetzt Reservierungen angenommen. Dabei handelt es sich nicht um eine Aktion Margot Honeckers oder der letzten Garde des Politbüros des ZK der SED. Nein, wer am 9. November bei dem Projekt des britischen Aktionskünstlers Martin Butler mitmacht, setzt ein Zeichen gegen Mauern und ideologische Grenzen in aller Welt.
Am Tag des Mauerfalls sollen für ungefähr eine Viertelstunde 33.000 Menschen in 330 Gruppen den Grenzverlauf nachstellen, vom Tegeler Fließ bis zur Landesgrenze im Süden. Eine Woche vor dem Ereignis haben erst 4385 Menschen ihre Teilnahme zugesagt, darunter viele Ausländer. Am Abschnitt Köppchensee im äußersten Norden sind außer Deutschland auch China, Norwegen, Spanien, Portugal, Kroatien, Chile und die Vereinigten Staaten vertreten.
Doch es reicht nicht. Wenn nicht noch ein Ruck durch die Netzgemeinde geht, wird dieser Mauerbau scheitern. Die Flashmobber werden am Tag des Mauerfalls einsam an der Ex-Sektorengrenze stehen, fast wie dieses von Thierry Noir bemalte Mauersegment in der Wilhelmstraße. Schade, keiner da zum Händchen halten!
Wer dabei sein möchte: www.mauer-mob.com









Sie sollten froh sein das die Mauer weg ist.
Sie waren “vermutlich” noch ein Kind als die Mauer gefallen ist und wissen nicht was sie das reden. Wenn doch wäre das schlimm für Sie.
Es gibt kein Ost oder West mehr. Ausser als Himmelsrichtung.
Nicht mal mehr für 15 Minuten!
Aber die meisten Menschen freuen sich doch durch Aktionen wie diese darüber, dass die Mauer gefallen ist. Auch am Brandenburger Tor wird wohl schon am Donnerstag niemand mehr von Ost nach West kommen, weil dort die Mauer wieder aufgebaut wird – in Form von Dominosteinen, die am 9. November umfallen werden. Das sind symbolische Aktionen. Gerade Menschen, die damals noch nicht geboren waren, haben dadurch eine Chance Geschichte zu verstehen.
“Gerade Menschen, die damals noch nicht geboren waren, haben dadurch eine Chance Geschichte zu verstehen.”
Bezweifle ich sehr stark… und im übrigen sind auch Rechtsradikale mit dabei ,(siehe Google), die jetzt auch schon dazu aufrufen mitzumachen.
Das Ganze hat mit Flashmob auch kaum was tun oder was soll bei dieser “Aktion” spontan sein?
Wenn Rechtsextreme zu diesem Ereignis mobilisieren erscheint es mir umso wichtiger, dass viele Normalbürger kommen und ihnen deutlich machen, dass sie den Mauerfall nicht für sich in Anspruch nehmen können.