Archive for Mai 16th, 2007

E-Mail aus Warschau

On 5/16/07, K. <k@polen-kritisch.pl> wrote:

Im Osten nichts Neues, aber Polen gruesst herzlich… Ich habe eine neue Geschichte fuer dich - der Kapitalismus hat einen “Psycho-Impakt”. Immer mehr Leute in Polen besuchen Psychoberater und es entwickelt sich ein Markt fuer unterschiedlichste Selbsthilfetrainings, Gefuehlsschulen usw. Die “armen” Polen aber vor allem Polinnen sind bereit, einen grossen Teil ihres Geldes dafuer auszugeben. Und wofuer eigentlich? Dass sie mal in aller Ruhe alles, was sie quaelt, erzaehlen duerfen.

Unglaublich, ich habe es aber letztens selbst erlebt - es hiess “non-violent communication” und sollte Leuten beibringen, wie sie eigene Gefuehle ausdruecken und kommunizieren koennen… Uhhh Anne, ich habe da gedolmetscht und manchmal wusste ich nicht, wie ich mein Laecheln unterdrucken sollte - obwohl die Tatsache, dass die Frauen so niedergeschlagen sind, ja nicht lustig ist. Das Training selbst war jedoch so so dumm, dass ich wirklich Probleme mit einem ersten Gesicht hatte… Mensch, wie verzweifelt wir uns selbst machen koennen.

Tschuesse, K.

Rausgekegelt?

Konzert in der Köpi - Foto: Christian HeteyBlase war einer der Ersten , die sich in dem baufälligen Haus einquartierten. Ein Sportclub war gerade ausgezogen und hatte Funktionärsräume, sozialistische Fahnen und mehrere Kegelbahnen hinterlassen. Das war 1990. Keiner der Besetzer, mit denen Blase das verlassene Gebäude in der Köpenicker Straße zum selbstverwalteten Kulturzentrum “Köpi” ausbaute und die schließlich sogar Miete zahlten, interessierte sich für’s Kegeln.

17 Jahre später droht dem Haus samt angrenzenden Wagenplatz nun die Räumung durch einen neuen Eigentümer, der ohne die bisherigen Bewohner plant. Vielleicht fallen vielen Berlinern kaum Gründe ein, warum hier nicht Bürobauten der “Media Spree” hochgezogen werden sollten. Die paar Gestalten mit bunten Haaren, die im Hof auf einem Autowrack sitzen, könnten sich ja genauso gut woanders sonnen..

Dennoch hat dieses Hausprojekt Fans in der ganzen Welt. Leute, die die Konzerte von Bands wie From the Ashes oder “No conforme” besucht haben - Knüppelpunk aus Finnland oder Grindcore aus Kalifornien, die man sonst in keinem der Berliner Clubs hätte hören können. Weiter lesen ‘Rausgekegelt?’




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