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Archiv für das 'Journalismus'-tag

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Tschüss, Herr Actionfotograf!

“New York is a friendly town”, heißt es auf einer Leuchtreklame, an der hin und wieder jemand vorbei geht und in die Nacht verschwindet. Weegee, der Fotograf, muss gelacht haben als er abdrückte. Denn die meisten seiner Bilder zeigen die Abgründe New Yorks: Jugendliche Banditen, Erschossene im Rinnstein, Mörder in Handschellen auf der Polizeistation. Oder die Fotografierten sind in einen grausamen Verkehrsunfall verwickelt. Fast immer sind es Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt gerieten.

An dieser Ausstellung im Berliner Postfuhramt sind mir nicht nur interessante Bilder aufgefallen, sondern auch eigene Vorurteile bewusst geworden: Der Mann, der in seiner Blutrache lag, musste ein Schwarzer sein. Jemand, der irgendwie den HipHop Gangsta Style von heute mit dem Look von damals kultivierte. Stattdessen tragen die Leichen im New York der 30er Jahre gepflegte Anzüge, italienische Schuhe und meistens liegt auch noch ein Hut in Reichweite. Kurz, es sind oft Menschen die aussehen, als seien sie gerade auf dem Weg ins Theater. ‘Tschüss, Herr Actionfotograf!’ weiterlesen

1. Mai: Die Spur der Steine

PflastersteineAn diesem schönen Tag sind wir aufs Dach geklettert und spielen Schach, als unten langsam eine “Wanne” vorbeirattert. “Früher haben die noch ihre Dachluken zugemacht, als sie durch den Kiez fuhren”, erzählt ein Freund nachdenklich. Und so zerbeult wie damals sind die neuen Mannschaftstransporter der Berliner Polizei auch nicht.

Eine Woche vor dem 1. Mai deutet wenig auf die anschwellende Wut hin, die fast jedes Jahr zusammen mit dem Frühling erwacht und – wie vor 20 Jahren – einen ganzen Stadtteil in ein Schlachtfeld aus brennenden Autos, geplünderten Geschäften und vermummten Kämpfern auf beiden Seiten verwandeln kann. Da wollen Leute leben, um etwas zu erleben, könnte man böse sagen, oder: sie wollen leben, um etwas zu verändern. Jedenfalls ist diese Art von Energie- und Ladungsaustausch zwischen Polizei und gewissen Menschenansammlungen seit dem Auftakt vor 20 Jahren auch in Friedrichshain zu einer Begleiterscheinung des “Kapuzenkarnevals” geworden. Auch im letzten Jahr flogen den Beamten wieder Steine und Flaschen um die Ohren, wenn auch weniger als an den Maydays der Vorjahre. Ein paar umgekippte Autos, eine zerstörte Bushaltestelle – die Bilanz-Pressekonferenzen des Senats wurden kürzer. ’1. Mai: Die Spur der Steine’ weiterlesen

Neue Kommentare

  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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