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Archiv für das 'Gesundheit'-tag

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Die Schergen sind überall

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“Schergen, überall Schergen. Sie sind hinter mir her, sie wollen mich manipulieren.” Verstohlen mustert eine junge Frau, die hier Sara heißen soll, die Leser an den Holztischen in einer geisteswissenschaftlichen Zweigbibliothek der Humboldt-Universität. Ratlosigkeit beim Bibliothekspersonal: Ob sie denn schon mit der Polizei gesprochen habe?, fragt eine Mitarbeiterin.

Einige Tage später hängt an der Pinnwand vor dem Lesesaal ein Pamphlet, das die Bibliothekarin abnehmen und in den Müll werfen wird. Ein Erklärungsversuch – vielleicht der letzte einer angehenden Geisteswissenschaftlerin, die lieber Schauspielerin geworden wäre.

Wie gehen Universitäten mit psychisch kranken Studierenden wie Sara um? “Wir sind überfordert”, sagt Corinna Jäger*, die als studentische Hilfskraft in der besagten HU-Zweigbibliothek arbeitet. Nicht selten käme sie sich mit ihrer Hilfskraftstelle wie eine Sozialarbeiterin oder Laien-Psychologin vor, so die 24-Jährige. “Es gibt einige Nutzer, die nicht so funktionieren, wie man es erwarten würde. Die brauchen professionelle Hilfe.” ‘Die Schergen sind überall’ weiterlesen

Die Pest

Mit den Ratten ist es in dieser Stadt so ein bisschen wie mit Stars und Sternchens: Jeder weiß, sie sind unter uns – näher, als man tatsächlich glaubt. Aber solange man ihnen nicht begegnet, ist das Thema nicht weiter interessant.

Heute hatte ich eine sehr unschöne Begegnung mit einer Ratte. Im Görlitzer Park. Das Vieh war der Prototyp der neuen Ratte: fett, behäbig und lahm. Fast hätte ich es überfahren – dabei dachte ich immer, die Tiere seien flink. Deutschland verfettet, seine Ratten auch. Eine Frau, die mir – ebenfalls auf dem Fahrrad – entgegenkam, lachte nur amüsiert über den Vorfall und rief mir zu, dies passiere ihr ständig. Absurd.

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Auf der anderen Seite des Parks, auf der Landwehrkanal-Seite, beschwerte sich der Bäcker, ein beleibter Mann von Ende 30. Die Laufkundschaft bliebe angesichts des schlechten Wetters aus, die Leute wollten sein Bio-Brot nicht. “Dabei geht es uns doch gut in Berlin, keiner muss verhungern.” Ich verabschiedete mich freundlich und wünschte ihm – wie in Berlin üblich – einen schönen Tag. Über die fette Ratte verlor ich kein Wort.

Der Zwischenfall mit der Ratte ließ mir aber keine Ruhe. Zu Hause befragte ich Google und erzielte 1.610.000 Treffer für die Suchanfrage “Ratte Berlin”.

Die städtischen Gesundheitsämter informieren auf ihren Websites ausführlich zum Thema Schädlingsbekämpfung: Darüber, dass keine Speisereste die Toilette heruntergespült werden dürfen, um das Ratten-Problem einzudämmen. Dass grippeähnliche Krankheiten übertragen werden können, durch Ratten-Urin in stehenden Gewässern. Ja iiiehh!

Weitere Ergebnisse: Promovierte Biologen leben in der Hauptstadt von der Schädlingsbekämpfung und bieten “Schädlingsmanagement” an, die neue Wohnung des Zeit-Autors Jochen Reinecke war anfangs rattenverseucht.

Die Berliner Subkultur scheint keine Probleme mit den Tieren zu haben, die Nager sollen ja durchaus intelligent zu sein: So nennt sich eine Obdachlosen-Theatergruppe – also C-Stars dieser Stadt – Die Ratten. Gegründet 1992 nach einer erfolgreichen Inszenierung von Albert Camus’ Die Pest, spielt das Ensemble heute Eugène Ionesco, also immer noch absurdes Theater.

Foto: mell242
Künstler: Bansky

Don’t hold your breath

It’s a Sunday evening at the beginning of an abnormally rainy July and I’m standing in a room filled with what can only be described as various shades of ‘Indie Rock fans’. The atmosphere is electric as the sound check is completed and through a cloud of smoke, emerges my favourite band ever, ‘Kings of Leon’.

You could be forgiven for thinking that this is a concert review and as much as I’d love to convert you all into ‘Kings of Leon’ fans, it’s the cloud of smoke that I’d like to discuss just now.
Not artificial smoke, mind you: We’re talking here about carcinogenic-filled second hand cigarette smoke from the ‘cancer sticks’ hanging out of the corners of the Indie kids mouths as they chant along to the (fantastic) music.

The most noticeable thing is that, as a non-smoker, I appear to be the MINORITY. This seems not only unbelievable but also grossly unfair, particularly since my fellow KoL fans in England will be enjoying the gig in Bournemouth, smoke-free.

On 1st July 2007, England followed most of the rest of Great Britain and made smoking in enclosed public places illegal. Smokers face a fine of 50GBP (74 Euro) if they light up in their local pub and business owners could be forced to pay out a maximum of 2500GBP (3691 Euro) for failing to prevent smoking in a smoke free place. Great news for non-smokers living in the UK but what about us lot in Germany?

In May, German politicians approved a ban on smoking in government buildings and on public transport that will take effect from 1st September of this year (though smoking is already apparently banned on regional trains).

In Berlin, smoking in a non-smoking area could lead to a 100 euro fine with pub-owners liable for up to 1000 euro, though in practice, many landlords say this is unenforceable and indeed it probably is if Sunday is anything to go by! Better to pay the fine than to stand up to a room full of angry smokers and lose business in doing so!

All in all, it’s a losing game for us clean-air breathers in Germany. Will the government forgo the 17 billion euro it generates through tobacco tax each year in order to improve the health of its’ citizens? Don’t hold your breath…

Photo: Stefano Mortellaro

—Deutsche Übersetzung— ‘Don’t hold your breath’ weiterlesen

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  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
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  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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