Mehr Sicherheit beim Gerüstbau

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    Wenn die Fassade neu gestrichen werden muss, dann bietet sich ein Gerüst an. Doch es gilt hier einige Sicherheitsaspekte zu beachten, denn sonst könnte es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen. Das wichtigste haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

    Normalerweise übernimmt die Aufgabe sowieso ein Fachbetrieb. Es gibt aber durchaus auch Personen, die das selbst machen wollen. Insbesondere für Bauern kommt es nur selten infrage, dass jemand anderes sich um diese Aufgabe kümmert.

    Schutzkleidung

    Im Arbeitssicherheitsgesetz ist geregelt, dass jeder eine Schutzkleidung benötigt. Das sollten Personen außerhalb von Fachbetrieben ebenfalls berücksichtigen. Zusätzlich sollte die Gebrauchsanweisung berücksichtigt werden, die jeder Hersteller zum Gerüst mitliefert. Hier wird beschrieben, wie die Arbeitsmaterialien zu behandeln sich und welche Kleidungsstücke unverzichtbar sind.

    Es empfiehlt sich das Tragen von Sicherheitssuchen, ein Helm (nach DIN-Norm EN 397) und je nach Arbeit eben auch eine Schutzbrille.

    Der richtige Aufbau des Gerüsts

    Ein Gerüst kann sehr empfindlich sein, daher sollte sich stets an die Herstelleranleitung gerichtet werden. Schon eine Fehlsetzung könnte die Sicherheit gefährden. Daher sollte die Arbeit generell unter gegenseitiger Kontrolle erfolgen.

    Bei fehlenden Bauteilen ist sogar ganz davon Abstand zu nehmen, denn auch Versicherungstechnisch würde es hierbei zu Problemen kommen. Sollte das Gerücht geliehen werden, dann sollte eine Dokumentation erfolgen mit allen Problemen und eventuellen Mängeln. Bauteile müssen aber direkt ersetzt werden.

    Der Arbeitsbereich

    Das Gerüst muss entsprechend abgesichert und markiert werden. Als Handwerker wird ein fester Stand benötigt, der ansonsten nicht gewährleistet ist. Der Boden muss auch zwingend mit einem festem Material versehen sein.

    Zur Absicherung zählt ein entsprechender Seitenschutz, der bei Gleichgewichtsverlust helfen kann. Zu sichern sind auch Wandöffnungen und frei stehende Treppenabsätze. Alle Faktoren, welche die Sicherheit gefährden könnten, sind unbedingt zu korrigieren.

    Das Gerüst während der Arbeit

    Eine klare Regelung schützt ebenfalls vor schweren Verletzungen. Hilfsmaterial, Farbe oder andere Gegenstände dürfen nicht wahllos auf der Fläche stehen, sondern müssen auf markierten Teilen abgestellt werden. Gegenstände sollten auch niemals auf dem Seitengerüst gelagert werden.

    Wenn die Arbeit mit mehreren Personen erfolgt, dann gilt es die Arbeiten versetzt auszuführen. Über dem Handwerker und unter dem Handwerker darf sich demnach keine weitere Person befinden. Herabfallende Gegenstände treffen so niemals eine Person. Insbesondere bei Fassadenarbeiten könnte dies durchaus passieren.

    Baustellenaufsicht

    Wenn die Arbeit im Team erfolgt, dann kann nicht jeder auf den anderen Rücksicht nehmen. Die Zeit drängt und jeder weitere Tag kostet nun mal auch Geld. Für dieses Hindernis gibt es zwei Personen, die für Aufsicht und Sicherheit zuständig sind und entsprechend alle Arbeitsabläufe einsehen.

    Diese Arbeit kann aber nicht jeder erledigen. Die Person benötigt hierfür eine Ausbildung inklusive einer Prüfung. Hinzu müssen die Personen in den Baubestimmungen unbedingt geschult sein. Im Falle eines Schadens würde eine Versicherung diesen Makel ansprechen. Der jeweilige Verantwortliche würde demnach ebenfalls haftbar gemacht werden.

    Weitere Tipps und Tricks

    Der Gerüstbau und auch die Arbeiten auf dem Gerüst sind nicht zu unterschätzen. Laien haben die Problematik, dass die Schulung dem hinsichtlich fehlt und Schäden an Gegenständen oder Personen sind damit nur eine Frage der Zeit.

    Damit niemanden etwas passiert, sollte ein Experte für Gerüstbau beauftragt werden. Ein solcher Dienstleister hat stets die passenden Gerüstarten parat. Ob Fassadengerüst, Raumgerüst oder eine Sonderkonstruktion.

    Bei kurzfristigen Projekten kann auch das Wetter ein Problem darstellen. Hierfür gibt es die sogenannten Wetterdächer. Diese ermöglichen ein witterungsunabhängiges Arbeiten. Dabei wird eine Seite des Hauses komplett bedeckt über eine Konstruktion aus Gitterträger.

    Sofern die Arbeiten über einen Dienstleister erfolgen, muss sich nicht um die kleinen Details gekümmert werden. Entsprechende Firmen sorgen für die notwendigen Schulungen, Hilfsmaterialien und für eine persönliche und individuelle Schutzkleidung. Durch jahrelange Erfahrung hat sich eine Fachkompetenz gebildet, die sich selbstverständlich keiner innerhalb von wenigen Stunden aneignen kann.