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Schwarz-Rot ohne Gold: Wenn Fahnenfänger zuschlagen

Schwarz-Rote Fahnen in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain - Foto: Henning Onken

Wer sein frisch ans Auto gehängten Deutschlandfähnchen vermisst, könnte zwischen zwei Ost-Laternen in Friedrichshain fündig werden. In der Rigaer Straße hängt eine Leine mit schwarz-roten Fahnen über die Straße. An dem ausgefransten Rot sieht man, dass hier ein Streifen entfernt wurde. Bei einigen klafft ein Loch, wo sich früher der Bundesadler stolz aufplusterte.

Das ist natürlich verboten: Wer bundesdeutsche Flaggen beschädigt oder “beschimpfenden Unfug daran verübt”, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, heißt es im Strafgesetzbuch.

Macht nichts, denken Aktivisten der linken Medienplattform Indymedia und haben einen Wettbewerb gestartet – mit dem Motto “Fang die Fahne 2008“. Eine kleine Deutschlandfahne gibt zwei Punkte, eine große drei und auch die gelben Streifen alleine zählen.

“Wer an meinem Auto rumfingert, kriegt n Arsch voll!”, warnt ein Leser die Fahnenklauer.

Fotostrecke: Berliner Seitenblicke

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12 Kommentare zu “Schwarz-Rot ohne Gold: Wenn Fahnenfänger zuschlagen”



  • Oh, wie originell…wird mal wieder was kaputt gemacht.
    Das ist politische Auseinandersetzung auf allerhöchstem Niveau: Ich mag Dein Fähnchen nicht- dann nehm ich es Dir weg und mach es kaputt, so!
    Solche Leute kennt jeder noch aus dem Sandkasten, und mit denen hat niemand gerne gespielt. Was vermutlich der Kern des Problems ist.

  • Namostatidis Nostopolis


    @Pete

    Quatsch, da steckt ein tieferer Sinn hinter, die rotlackierten Nazis machen doch nichts sinnloses, überall und bei jedem steckt ein Nazi ganz tief drinnen und den versuchen diese Heroen der Neuzeit uns auszutreiben.
    Wie das mit der Fahnenbeschädigung funktioniert wissen nur die schlauen(Anti-)Faschisten, aber es funktioniert bestimmt, ist nur zu hoch für den dummen deutschen Michel…
    Kannst ja mal diese nette Tante fragen, die ist in jungen Jahren schon ganz schlau und auch gebildet, die kann dir das wohl erklären wie das funktioniert, denn “Patriotimus kotzt sie total an” und wenn man so weitsichtig ist und dies auch offen ausspricht kann man nur zur guten Seite gehören…
    MdL Julia Bonk Bürgerbüro Julia Bonk

    PDS-Fraktion im Sächsischen Landtag “WIR AG”

    Bernhard-von-Lindenau-Platz 1 Martin-Luther-Strasse 21

    01067 Dresden 01099 Dresden

    Telefon: 0351 – 493 58 53 Telefon: 0351 – 821 47 92

    Fax: 0351 – 496 252 58 53 Fax: 0351 – 821 47 93

    P.S.: Linke kotzen mich total an!!!


  • Schau, schau, erst waren es die Nazis, die ein Problem mit schwarz, rot und gold hatten, und nun sind es im verstärkten Maße die Linken. Es wächst halt zusammen was zusammen gehört.


  • “Von einer Behörde öffentlich angebracht” heißt es im verlinkten Gesetz. Privatleute hingegen sollen keinen Bundesadler flaggen. Das regelt § 124 OwiG. Es ist eher staatstragend und fürsorgend, so was zu entfernen.


  • was ist denn hier los?!
    hier werden ernsthaft Linke mit Rechten gleichgesetzt?
    dieses Fahnenmeer zur WM ist unerträglich. Und das Entfernen von Flaggen hat nichts mit im Sandkasten spielenden Kindern zu tun. Die WM wird schon wieder instrumentalisiert um das Nationalgefühl und so indirekt die Fremdenfeindlichkeit und den Chauvinismus zu steigern. was hat den der_die Deutsche_r mit der deustchen Mannschaft zu tun, als nur die Gemeinsamkeit, dass “deutsch” im Perso steht?
    lieber mal das hier lesen: http://www.sueddeutsche.de/kultur/studie-zur-fussballweltmeisterschaft-fussballtaumel-und-fremdenfeindlichkeit-1.893255


    • Aber, mit Verlaub, das ist doch Schwachsinn. Erstens: Wer instrumentalisiert denn hier? Soweit ich das richtig beobachte, nutzen die Bundesbürger, und zwar auch viele mit Migrationshintergrund, freiwillig und gerne die Nationalflagge, ohne vom Staat dazu gezwungen zu sein. Zweitens hat Nationalgefühl im Sinne von Patriotismus nichts mit Chauvinismus und Fremdenfeindlichkeit zu tun. Viele Dänen und Schweden flaggen sogar direkt vor ihrem Haus, und niemand regt sich auf. Ich würde diese skandinavischen Länder weder als chauvinistisch noch als besonders fremdenfeindlich ansehen.
      Drittens hast du natürlich recht, dass die DFB-Auswahl nicht Deutschland als Staat repräsentiert, aber sportliche Großereignisse sind doch so angelegt, dass man als Fan einem Team zugeneigt ist, und das ist nunmal aus Deutschland. Es gibt ja auch eine Menge anderer Fans und ihre Flaggen in Berlin. Es sollte nur nicht soweit gehen, dass man die Fussballteams anderer Nationen (z.B. Niederlande wie aktuell in der Werbung) verachtet.
      Viertens: Wenn du Flaggen so verachtest, warum dann die Schwarz-Rote Beflaggung mit gestohlenen und beschädigten Deutschlandfahnen? Das ist doch Chauvinismus pur…


    • Das Fahnenmeer ist doch geil


  • Hab grad den Bericht in Brisant auf ARD gesehen. Muss sagen, RESPEKT!! Die Fahnendiebe sind doch auch sehr mutig, gehen offen ins Fernsehen und verteidigen ihre Ansichten. Nur sehen kann man sie nicht, weil sie alleine sind und die HOSEN GESTRICHEN voll haben. Kommt doch mal nach München und klaut unsere Fahne. Ich verspreche Euch, wir sind da!

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