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Motz kaufen statt Bier trinken?

Foto: Henning Onken

Foto: Henning Onken

“Will jemand eine Motz kaufen?” Diesen Spruch von Verkäufern der Obdachlosenzeitung Motz kennt jeder, der schon mal in der Hauptstadt war und ein paar Mal die U-Bahn benutzt hat. Seit kurzem wird auch an Wänden für das Magazin geworben: Im Bezirk Mitte formen Collagen aus Artikeln der Zeitung einen Mantel, einen Suppenteller oder ein Bett.

Die Plakate dieser Spendenkampgagne werden auch über Werbung für Bier oder Kulturereignisse geklebt, was man gemeinhin Adbusting nennt. Dabei erhält die Werbung im Hintergrund oft einen lächerlichen oder subversiven Einschlag. Ob es dem Verein hilft, bei der Berliner Bevölkerung mehr Geld für Obdachlosen-Übernachtungsplätze locker zu machen?

Mehr Infos: Motz Online

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12 Kommentare zu “Motz kaufen statt Bier trinken?”


  • potentieller Zeitungskäufer


    Leider sind die Verkäufer immer erst unterwegs wenn ich wieder anch Hause fahre oder mal Spätdienst habe. Der erste der mir morgends kurz nach sechs eine anbietet bekommt glatt noch nen Euro extra.


  • mitleid ja, schwer erträglich finde ich die meisten verkäufer trotzdem. allein schon der jämmerliche tonfall..


  • Hallo!

    Da ich es generell gut finde, dass sich diese Leute engagieren, um für ihren Lebensunterhalt aufzukommen, unterstütze ich den Verkäufer oft mit 1-2 Euro, ohne die Zeitung abzunehmen.
    Meist hat man ja dafür doch keine Zeit, auch wenn ich Artikel oft nicht uninteressant fand, wenn ich doch mal geblättert habe.

    Ich fahre selten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern beziehe mich hier auf die Verkäufer, die bei dieser Kälte vor Discountern ausharren und sich immer freuen, wenn ich mind. meinen Einkaufswagen-Euro spende.


  • Motz kaufen hilft nicht nur, sondern ermöglicht auch das Lesen von nicht uninteressanten Themen. :) Da geb ich gern das doppelte und verteile die Zeitung dann bei mir im Bekanntenkreis.
    Ich bin selten in Berlin, bekomme aber meistens eine an den S-Bahn Sitzplatz geliefert.

    PS: Der hier kreative Mensch (oder sog. ‘Ad-buster’) nennt sich MAD und stammt aus dem südlichen Berlin. Schön, dass die Aktion jemanden aufgefallen ist.


  • warum verkaufen nur noch Ausländer Obdachlosenzeitungen? Wo sind die deutschen Verkäufer geblieben? Früher standen außschließlich deutsche Verkäufer da und auch nicht vor jedem Supermarkt Post und Bank von der BVG ganz zu schweigen.


    • Haste schon mal was von Harz4 gehört?
      Wenn du so viel Geld fürs Nichtstun bekommst brauchst du nicht für 10,- bis 50,- Euro am Tag Obdachlosenzeitungen verkaufen.
      Wer Harz4 bekommt wäre doch schön blöd wenn er dazu arbeitet. Das ziehen die denen doch (je nach Verdiensthöhe) am Monatsende wieder ab.

      Aber Ausländer habe ich aber auch noch nie Obdachlosenzeitungen verkaufen gesehen.

      In letzter Zeit verkaufen diese Zeitungen fast immer nur Betrunkene oder scheinbar Personen mit einem Drogenproblem in der S- und U- Bahn.


      • Vielleicht wohnen Sie im östlichen Bezirk. Da stehen sie natürlich bestimmt nicht. In bestimmten westlichen Bezirken werden die Obdachlosenzeitungen jedenfalls von Migranten verkauft. Es gibt für Harz4 Empfänger kaum Stelungen und früher habe ich immer gesagt, wer arbeiten will, findet auch Arbeit, aber heute stimmt das nicht mehr. Es stimmt natürlich, das auch Drogenabhängige und Betrunkene die Zeitungen verkaufen.


        • Sorry, bin zu 98% im Ex-Westteil unterwegs. Da wo die Scheibenputzer, Bettler und Musikanten Rumänen (oder anderer Ostblock) und die Motzverkäufer (sofern überhaupt vorhanden) Deutsche (mit Problemen) sind.


  • Komme gerade aus berlin und bin entsetzt. Kann nicht glauben das nur echte hilfsbedürftige Zeitungsverkäufer unterwegs sind.Auch Kinder liefen mit Zeitungen früh am morgrn durch die Bahnen.Eigendlich war Schule.Unsere leeren Pfandflaschen wollten sie nicht haben,das wäre viel Aufwand.Hut ab vor den Flaschensammlern,die tun was fürs Geld.Auch kann ich nicht verstehen das die Stadt Berlin es zulässt das ein Obdachloser Rumäne seit Jahen auf der Friedrichstrasse schläft,und sein Lager auch tagsüber nicht räumt. O,was ist nur los in Deutschland?


  • @viul

    Berlin ist nicht repräsentativ für Deutschland, es ist
    das Notstandsgebiet Deutschlands….


    • Notstandsgebiete gibt es in Deutschland überall. Egal ob Chemnitz,Dresden,Köln oder ebend Berlin. Aber die Belästigungen nerven ebend besonders Touristen. Kann auch nicht verstehen das junge deutsche gesunde Burschen an der Bahnhofmission rumhängen.Denk schon das einige Leute noch eien job finden könnten.

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  • Thomas Feirer: echt coole Bilder …
  • Anonymous: achso hier meine email adresse zero88-denis@web.de
  • Anonymous: echt bei dir geht das noch? zu silvester wollen paar leute und ich schön gemütlich auf ein dach feiern ist...
  • Aileen: Ich hab mal ne frage: wo genau ist der Markt und hat der auch sonntags auf? lg
  • Ilse Fuehrhoff: Es gibt in Berlin tatsächlich noch sehr viele, eigentlich ungeahnt viele Hausfassaden oder auch...

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